Technische Fragen zum Idealbrenner / Problem

  • Hallo


    Um das Dochtrohr sauber zu kriegen bade ich erst alles, wie Andy beschrieben, in Bremsenreiniger o.ä und fädele dann einen langen Runddocht ein. Das eine Ende wird dann im Schraubstock eingespannt und mit der anderen Hand straff gezogen. Jetzt kann ich den gesamten Brenner an dem straffen Docht hin und her bewegen und poliere damit alle inneren Flächen schön blank.


    Gruß Andreas

  • > Wie bekomme ich das Dochtrohr am besten sauber? Mit welchem Werkzeug und welchem Reiniger?


    Also, ich reinige meine Messingbrenner zuerst in kochendem Essig. Das macht sie schön blank und löst auch die ersten Rußpartikel im Innern ab. Für versiffte Innenrohre kommt dann das Bref Sprühzeugs für Angebranntes und Öfen zum Einsatz. Mechanisch entweder Wattestäbchen oder kleine Zylinderbürsten (gibt's bei hytta in verschiedenen Größen) .


    https://hytta.de/zubehoer/Zylinderputzbuersten,616.htm


    Micha.

    >> Man weiß es nicht...<< (Dieter Nuhr)

  • Hallo,

    Danke für Eure Tips und Anregungen :-)


    Ich werde mal mit Bremsenreiniger und Wattestäbchen anfangen

    und auch mal schauen, ob meine Mutter Bref oder etwas ähnliches hat

    und wenn es sich als sehr hartnäckig herausstellt mal einen der dünnen Hytta-Dochte als Putzhilfe nehmen.


    Ich habe all drei Grössen der Zylinderbürsten von Hytta hier

    aber ich befürchte selbst die kleine ist zu dick, muss ich mal ausprobieren...


    Ich habe auch Schleifvlies, mal sehen, ob ich das entsprechend zugeschnitten

    mit einer Flachzange im Dochtrohr kreisen lassen kann.


    Der Den Haan-Docht ist mir aber definitiv zu teuer und zu schade zum putzen.



    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


    Zitat aus dem Forum: "Dabei ein, zwei Bier trinken, und zugucken wie alles sauber wird."

  • Besser dort wo der Docht läuft, nicht mit Vlies schleifen, das gibt feine Kratzer und Riefen in denen sich wieder unerwünschte Ablagerungen festkrallen können.

    Die Oberfläche sollte nicht rauher/gröber werden als sie das Dochtrohr von Werk aus hatte, wenn wie in deinem Brenner ein Zehntel mm oder sogar weniger über "Geht-Geht nicht" entscheidet.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

  • Hallo,

    den Gedanken hatte ich vorhin auch schon, ob das Vliess nicht vielleicht zu grob ist.

    Dann habe ich jetzt die Bestätigung und werde die Reinigung schonender angehen - Danke ;-)



    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


    Zitat aus dem Forum: "Dabei ein, zwei Bier trinken, und zugucken wie alles sauber wird."

  • Super Sache :-)



    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


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  • Hallo,

    so, ich habe jetzt alles wieder gängig bekommen...


    Es lag am zugesifften Dochtrohr UND auch an meiner am Anfang des Threads gezeigten Modifikation.


    Das Dochtrohr habe ich wie folgt gesäubert:


    - Dochthebemechanik entfernt und beiseite gelegt

    - Dünnen Hytta-Docht eingezogen und mit einer Schraubzwinge am Tisch befestigt

    - Edelstahlreiniger für Küchen-Spülen auf den Docht gegeben, dabei nicht sehr sparsam gewesen

    - Ordentlich hin- und hergezogen, dabei immer mal eine andere Stelle fest im 90°-Winkel unten am Ende des Dochtrohres stramm gezogen


    So sah der "Reinigungsdocht" danach aus, da hing wirklich ordentlich Schmodder:

    (vermutlich eine Mischung aus Grünspan und altem Petroleum)



    Zur Modifikation:


    Ursprünglich hatte ich die Haltekrallen ja etwas durch neu biegen verlängert.

    Beim dünnen Hytta-Docht ist das notwendig, damit dieser überhaupt befördert werden kann.

    Da dieser aber viel zu dünn für den Brenner ist und der gewaschene Petromax-Docht das Dochtrohr wesentlich besser ausfüllt

    würde ich empfehlen diese Modifikation AUF KEINEN FALL umzusetzen, das ist nicht notwendig.


    Was man machen kann, ist die Haltekrallen in den korrekten 90°-Winkel zu korrigieren, mehr nicht, das reicht.

    Dieser war bei meinem Brenner vermutlich durch zu kräftiges Drehen des Vorbesitzers,

    um evtl. einen festgegammelten Docht zu entfernen nicht mehr vorhanden, das war eher nur noch ein 45°-Winkel

    nach oben und dadurch hat kein einziger Docht mehr in irgendeine Richtung befördert werden können.


    Wer also den gewaschenen Petromax-Docht verwenden möchte, um Geld zu sparen

    einfach die Krallen 90° ausrichten, das Dochtrohr säubern und das wars...


    Da ich einen zweiten Ideal Brenner besitze (mein richtig gut erhaltenes, von mir restauriertes Vitrinenexemplar),

    habe ich dort mal probeweise einen Den Haan-Docht eingezogen und er läuft dort perfekt.

    Also habe ich bei meinem Ideal Brenner-Gebrauchsexemplar, um das es hier geht meine Modifikation

    der Haltekrallen wieder rückgängig gemacht und die Haltekrallen exakt wieder so ausgerichtet,

    wie bei meinem Sammelexemplar, also quasi den Standardzustand wieder hergestellt.


    Der holländische, sündhaft teuere Docht von Den Haan lässt sich jetzt gut befördern

    und er füllt das Dochtrohr schön gleichmässig aus, sogar im trockenen Zustand schon.

    Bin gespannt, wie die Lampe später damit laufen wird...


    Learning by doing 8)




    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


    Zitat aus dem Forum: "Dabei ein, zwei Bier trinken, und zugucken wie alles sauber wird."

  • Hallo zusammen,

    ich habe wieder ein paar neue Erfahrungen zum Thema Dochten in meinem Brenner gesammelt...


    Und zwar habe ich ja den Den Haan-Docht eingezogen und ihn oben

    noch ein wenig mit einer Schere nach Augenmass getrimmt.

    Ich habe dem Docht dann mehrere Stunden Zeit, also ausreichend Zeit gegeben, um sich vollzusaugen

    und abends dann die Lampe in Betrieb genommen und in ganz kleinen Schritten schrittweise den Docht immer etwas höher gefahren.

    Das Entzünden des Dochtes ging relativ langsam, die Flamme brauchte wirklich eine Zeit, um einmal komplett rundherum zu wandern.

    Insgesamt wollte der Docht auch am Anfang schon eher recht hoch gedreht werden, um den kleinen Flammenring zum Vorheizen zu bilden.

    Für die volle Flamme / Lichtausbeute, die ich nach ca. einer Viertelstunde dann erreicht hatte,

    stand der Docht dann für mein Gefühl schon viel zu hoch.

    Da bin ich mir aber nicht gänzlich sicher, da dies ja mein erster Brandscheibenbrenner ist.


    Hier sind ein paar Fotos vom Betrieb mit dem Den Haan-Docht:





    Vom Bauchgefühl her würde ich sagen der Docht nutzt sich durch die Höhe zu stark ab.

    Während dem Betrieb hatte ich auch das Gefühl ein wenig Dochtabbrand zu riechen.


    Aber die Geruchsentwicklung nach dem Löschen der Lampe, weshalb ich ja den Den Haan-Docht besorgt habe

    hat sich im Vergleich zum Petromax-Docht nicht nennenswert verringert,

    vermutlich ist ein wenig Geruch einfach normal, stört mich aber auch nicht weiter.

    Unter Geruch versteht ja auch jeder was anderes, manch einer ist sehr penibel, der andere riecht kaum was, je nach Nase eben ;-)


    Nach einer guten Weile des Betriebs mit dem Den Haan-Docht ist mir auch aufgefallen, dass die Brandscheibe mittig russig war.

    Das kann aber auch daran liegen, dass ich mit der Höhe der Brandscheibe experimentiert hatte, kann ich nicht mehr so genau sagen...



    Ich habe dann den gewaschenen Petromax-Docht wieder eingezogen

    und diesen wie bei einem Kosmos-Brenner abgebrannt, der ist jetzt schön gleichmässig,

    werde ich jetzt bei einem neuen Docht immer so machen.


    Hier die Bilder vom Betrieb mit dem Petromax-Docht:





    Sieht für mich irgendwie gesünder aus mit dieser Dochthöhe und die Geruchsentwicklung

    nach dem Auslöschen der Lampe ist wie schon erwähnt auch nicht nennenswert stärker wie beim Den Haan-Docht.


    Der Den Haan-Docht scheint das Petroleum etwas langsamer zu transportieren, als der Petromax-Docht.


    Das Flammenbild ist auch bei weitem noch nicht perfekt, da gibt es trotz des schön geraden Dochtes

    Flammenspitzen aber insgesamt kann ich sagen, dass die Lampe schonmal ihren Dienst tut.

    Die Flammscheibe hat aber auch eine kleine Unwucht, die ich so gut es ging begradigt habe.


    Es kann auch sein, dass das von Brenner zu Brenner etwas unterschiedlich sein kann,

    denn es sind ja meistens alte Originale, die auch hier und da schon mal Gebrauchsspuren haben

    und die dann nicht mehr so akkurat laufen wie frisch aus dem Werk...


    Ich werde diesen Brenner jetzt erstmal mit den gewaschenen Petromax-Dochten betreiben,

    evtl. wann anders aber auch nochmal einen Den Haan-Docht probieren, mal schauen.

    Das kommt natürlich auch ein wenig darauf an, was Ihr zu diesem Thema noch hinzufügen könnt.


    Ich bin mal gespannt ;-)



    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


    Zitat aus dem Forum: "Dabei ein, zwei Bier trinken, und zugucken wie alles sauber wird."

  • Moin,

    nein, den habe ich so, wie er ist verwendet...



    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


    Zitat aus dem Forum: "Dabei ein, zwei Bier trinken, und zugucken wie alles sauber wird."

  • Na dann musst du erstmal nicht weiter nach Erklärungen suchen. Jeder Docht aus aktueller Produktion sollte vor Gebrauch gewaschen werden, damit er optimal funktionieren kann.

  • Hallo,

    ok, das ist mir (noch) neu...


    Meine Kosmos-Brenner laufen mit Hytta-Dochten, die ich unbearbeitet einziehe wunderbar...

    Vielleicht verhält es sich bei den grossen Brandscheiben-Brenner-Dochten etwas anders.


    Dann werde ich mal einen Den Haan-Docht auswaschen - learning by doing ;-)



    MfG

    Magnus

    Grünspan, schwarze Finger, heisses Lötzinn :hail:


    Zitat aus dem Forum: "Dabei ein, zwei Bier trinken, und zugucken wie alles sauber wird."

  • So ein großer Brandscheibenbrenner verbraucht einiges mehr, da muss der Docht gut sein und saugen wie sau. Ich pack die immer in ein Glas mit Aceton und lasse den da ein bisschen einweichen, ruhig auch kräftig schütteln. Danach in einem Lappen ausklopfen und trocknen, funktioniert bisher immer problemlos.

    Allzeit Gut Pfad
    Grischa