Deckenlampe

  • Hier meine Deckenlampe in der Alphütte

    Der Docht ist neu, der alte war dahin. Der Dochtantrieb hakelt ein bisschen. Die Galerie sitzt fest.

    Da ich aber allen Dreck mit Pressluft rausbekam, kann das so bleiben.

    Auf dem Bild nicht zu sehen, aber wichtig: Unter der Decke ist eine Marmorplatte mit etwas Abstand befestigt, damit das DIng kein Loch ins Holz brennt.

    Ich muss noch ein Stück ältere Aufhängekette finden, die jetzt verwendete ist neu und glänzt frisch verzinkt, was nicht passt.


    Ich vermute, dass diese Art Lampen mit der sehr einfach gehaltenen Aufhängevorrichtung aus verdrilltem Vierkantdraht früher sehr häufig waren, mindestens sind Ruinen dieser Art Aufhängung vergleichsweise oft auf Flohmärkten zu finden.

    Im Vergleich zu meiner neuen Stelton-Lampe ist das Anzünden hier viel weniger umständlich.


    ... und wenn man aus dem Fenster guckt, das links im Bild zu sehen ist, sieht man ungefähr das:

  • Ich vermute, dass diese Art Lampen mit der sehr einfach gehaltenen Aufhängevorrichtung aus verdrilltem Vierkantdraht früher sehr häufig waren ...

    Hallo :)


    Ich bin immer davon ausgegangen, das diese verdrillten Halterungen von Hobbybastlern aus unserem schönen Ossiland hergestellt worden.

    Deshalb habe ich immer die Finger davon gelassen, da ich nie was richtiges im Internetz gefunden habe.

    Gibt's eventuell eine Eingrenzung, ab wann sowas hergestellt wurde :/


    Viele Grüße

    Andreas


    PS: schickes Lämpchen 😀

  • Dieser Meinung bin ich in der Regel auch :-). Das war hier absolut Standard im Kunstgewerbe da dadurch jede Metallbude mit Drehbank was für die Konsumgüterproduktion herstellen konnte :-). Was mein Opa zB immer aus abisolierten Kupferleitungen zusammengedrillt hat hängt heute noch rum.....

  • Um zu präzisieren, es ist kein verdrillter Mehrfachdraht, sondern ein einziger längs verdrehter Vierkantdraht aus Hartmessing oder auch nur lackiertem Stahl.

    In Deutschland oder Österreich dürfte noch viel mehr dieser Dinge als bei uns irgendwelchen kriegswirtschaftlich bedingten Buntmetallsammelaktionen zum Opfer gefallen sein. Viele Leute waren nach Einführung der Elektrobeleuchtung vermutlich ganz froh, das alte Zeug noch einem guten Zweck zuführen zu können. Meine Oma hat mir auch noch erzählt, die Schüler hätten damals mit Leiterwagen Altmetall für die Aufbesserung der Schulreisekasse gesammelt.


    Abisolierter Kupfer-Elektrodraht ist eins meiner bevorzugten Bastler-Improvisationsmaterialien, damit kann man allerlei reparieren:

    (Der Führungsring für das Kabel aus Bakelit oder was man damals in den 20er Jahren hatte müsste auch mal neu, aber weil da keine Petrollampe dranhängt, ist das keine Geschichte für dieses Forum)

  • jp10686

    du schreibst, dass du eine Marmorplatte unter der Decke hängen hast als Hitzeschutz für die Holzdecke.


    Achtung!!

    Marmor ist nicht hitzefest... Wird er zu heiss, platzt er und fällt auf die Lampe und zerschmettert den Glasschirm.


    nimm besser eine Fliese aus Feinsteinzeug.


    Gruß

    willi

  • Danke, werde ich machen.

    Die Platte wird allerdings nicht extrem heiss, weil schon der Deckel über dem Zylinder der Lampe die heisse aufsteigende Luft ablenkt.

    Aber sicher ist sicher. Ich muss mir noch überlegen, wie ich die Fliese bohren kann, moderne Fliesen sind teuflisch hart. Vielleicht nehme ich eine Platte aus dünnem silikatischem Dachschiefer, das bohrt sich leichter und würde auch von der Einrichtung her besser passen, drumrum ist alles alt.

  • Gibt es da nicht so Rahmen für Fliesen und Steinzeug?

    "Profile" aus Metall oder wie auch immer man das nennt ...

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Jo Rüdiger, zumindest gab es das einmal um bei eingemauerten und verfliesten Badewannen eine Revisionsöffnung zum Abfluß zu haben. Dei Dinger sind so um 25x25cm, irgendwo fährt hier noch so ein Teil rum.

    Allerdings müsste man das verkehrt herum montieren, das Profil hielt nur in eine Richtung (nach hinten zur Wanne hin), nach vorne war es praktisch offen wegen der Optik.

  • gab es das einmal um bei eingemauerten und verfliesten Badewannen eine Revisionsöffnung zum Abfluß zu haben

    Genau so ein Teil meine ich, weiß nur nicht, wie man das nennt.

    Aber man könnte sich aus 90°-Aluprofilen so einen Halterahmen selbst bauen.

    Auf der nicht sichtbaren Seite die Fliese mit Ofenkitt verkleben oder so.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
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    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

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  • Revisionsrahmen geht definitiv nicht, die kenne ich.

    Die Fliese muss unbedingt mittig ein Loch für den Lampenhaken bekommen, dem Bohrproblem kommt man damit sowieso nicht aus.

    Es soll aber solche Diamantschabebohrer geben, damit könnte es gehen. Im Bohrständer auf zusammengfaltetem Tuch als Unterlage, wenig Druck, mässige Drehzahl, immer schön Wasser an den Bohrer.

    Ungeduld ---> knacks

  • Sonst nimm doch ein Blech, ggfls. mit etwas Abstand auf der Decke befestigt.

    Alublech schwarz eloxiert würde nicht groß auffallen.

    Truma hatte für die Hütten-Gaslampen zum an die Decke hängen auch sogenannte Baldachine aus Blech im Programm.

    In diversen Hütten mit Gasbeleuchtung habe ich das öfters gesehen.