Magnus' Docht-Petroleumlampen

  • Ja, meißt sind es die beiden Tönungen Annagelb und Leonorengrün, hier als Beispiel.

    Die rechte Lampe in Leonorengrün.



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    Bitte helft mir doch aus dem tiefen Tal der Unwissenheit heraus: Ich hab verstanden, dass Uranglas unter UV-Einfluss leuchtet. Aber wo kommt das UV-Licht her? Das Petroleum-Licht dürfte doch keine nennenswerte UV-Anteile haben, oder? Braucht es für das Sichtbarmachen immer eine externe Lichtquelle? Oder kann man sowas sozusagen "selbsterleuchtend" gestalten?


    - Stefan

  • Die Fluoreszenz des Uranglases kann nur über UV - Licht sichtbar gemacht werden.

    Also es wird eine UV - Lampe benötigt.

    Gibt es als Leuchtstoffröhre oder LED.

    Die Wellenlänge zwischen 395 bis 400 nm sollte dabei eingehalten werden.

  • Nachfolgend eine UV - Lampe von Ultrafire die ich auf Trödelmärkten nutze um schon aus 10 m Entfernung Uranglas erkennen zu können.

    Vor dieser Professionalität im Aufspüren von seltenen Sammlerstücken kann ich nur den Hut ziehen. :hail:

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    Grüße aus dem Ruhrgebiet

    Carsten

  • Na ja, eine Maßnahme die den Geldbeutel schont.

    Der Verkäufer muß nicht mitbekommen das er Uranglas hat, was in der Regel bei Kenntniss den Preis in die Höhe treibt. ;)

  • Na ja, eine Maßnahme die den Geldbeutel schont.

    Der Verkäufer muß nicht mitbekommen das er Uranglas hat, was in der Regel bei Kenntniss den Preis in die Höhe treibt. ;)

    Keine Frage, aber ich wusste nicht mal, dass es UV-Taschenlampen gibt. Habe mir jetzt auch so ein Teil bestellt.


    Fehlt nur noch eine Methode, bei Angeboten in der Bucht herauszufinden, ob das Uranglas ist. ^^

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    Grüße aus dem Ruhrgebiet

    Carsten

  • Aber wo kommt das UV-Licht her?

    Wer kennt nicht die Schwarzlichtröhren, die u.a. im Unterhaltungsbereich (Disotheken, Clubs, Bühnen usw.)

    oder auch zum Prüfen von Geldscheinen in Gebrauch sind?

    Denke mal, diese Lampen haben in etwa den gleichen Wellenbereich haben, wie von Rolf in #82 genannt - oder?

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Zu der Zeit als das Uranglas in Mode kam, gab es diese künstlichen UV Quellen praktisch nicht.


    Der geringe UV Anteil am Tages-/Sonnenlicht (ca. 4%) reichte aber aus, um die Farben am Tag prächtig "leuchtend" erscheinen zu lassen.

    Somit waren diese Gläser einfach attraktiver und machten den eigentlichen Reiz aus.

    Abends, bei Lampenlicht spielte das keine große Rolle mehr.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

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  • Zu der Zeit als das Uranglas in Mode kam, gab es diese künstlichen UV Quellen praktisch nicht.


    Der geringe UV Anteil am Tages-/Sonnenlicht (ca. 4%) reichte aber aus, um die Farben am Tag prächtig "leuchtend" erscheinen zu lassen.

    Somit waren diese Gläser einfah attraktiver und macte den eigentlichen Reiz aus.

    Abends, bei Lampenlicht spielte das keine große Rolle mehr.

    Danke Andy, das war die Erklärung, die mir noch gefehlt hat. Ich hatte mich die ganze Zeit gefragt, worin der Reiz des Uranglases liegt (und früher gelegen hat), wenn diese Lampen sich nicht selbst zum "strahlen" bringen können. Aber diese Erklärung macht es dann doch plausibel.


    - Stefan

  • Hallo zusammen,

    ich war fleissig ;-)



    Die grüne Lampe behalte ich, zwei andere sind auch schon so gut wie weg und vier Stück kommen dann in die Tauschbörse,

    wenn Wilke-Kerzen wieder aus dem Urlaub zurück sind und ich den für diese Lampen benötigten, dünnen Docht habe...



    MfG

    Magnus

  • Hallo zusammen,

    hier ist die nächste Lampe ;-)


    Aus meinem günstig ersteigerten Lampen-Konvolut bestehend aus sieben Glastanks und sieben Kosmos-Brennern

    habe ich mir diesen giftgrünen Glastank und dazu einen schönen, 8-linigen Kosmos-Brenner

    von Brökelmann, Jaeger & Busse/Neheim für mich persönlich ausgesucht

    und den Tank sowie den Brenner wieder auf Vordermann gebracht.


    Den Vasenring des Glastanks habe ich vom alten Gips befreit und entfernt,

    dann den Glastank von innen sowie von aussen gründlich gereinigt,

    den Vasenring ebenfalls gereinigt, danach aufpoliert und anschliessend

    mit Hilfe einer Wasserwaage wieder neu und gerade aufgegipst.


    Die Galerie des Brenners habe ich mit Zitronensäure vorbehandelt,

    mit Stahlwolle gereinigt und mit Autosol aufpoliert.

    Den Brenner selber ohne Zitronensäure, also nur mit Stahlwolle gereinigt und mit Autosol aufpoliert.

    Dann noch einen neuen Docht eingezogen, frisiert, einen neuen Kosmos-Glaszylinder

    aufgesetzt und schwups - mal wieder eine schöne Lampe mehr bei mir ;-)


    Kosmos-Brenner, 8''' von Brökelmann, Jaeger & Busse/Neheim (Petroleum-Tischlampe)



    Hier das Schöne Dochtstellrad:



    Hier die Lampe:



    Und hier die Lampe im Betrieb:


     


    Ein sehr schöne, stimmige, kleine Lampe!


    Der giftgrüne Tank hat mir den Anstoss gegeben die Lampe zu behalten.


    Tank und Brenner sind wirklich makellos erhalten, echt klasse :-)



    MfG

    Magnus