Posts by Rolf G.

    Schöne Idee das PDF zum Herunterladen in die Datenbank zu stellen.

    Die Grundlagen sind da gut beschrieben.

    Ich selber beherrsche diese Techniken seit Jahrzehnten, als Autodidakt.

    Und man lernt immer noch Tricks dazu, so wie ich vor einigen Jahren in einem Freilichtmuseum von einem Silberschmied für´s Hartlöten noch Anregungen bekam.

    Da dieses Thema ja nun immer wieder regelmäßig auftaucht, sollte mal jemand der das Weich - wie das Hartlöten beherrscht eine Anleitung mit Tipps und Hinweisen zum richtigen Werkzeug in die Datenbank stellen.

    Sieht man doch auf Fotos oft das es nicht zum Fluß des Lots kam, oder das zuviel aufgebracht wurde und dahin lief wo es überflüssig war, usw., es also mehr nach Braten als nach Löten aussieht.

    Ich würde bei diesem Zustand Karbid einfüllen (max. zweidrittel des Tankvolumens) und das Teil unter Beachtung obiger Hinweise leuchten lassen.

    Nach meiner Beobachtung altern diese hochwertigen Dichtungen nicht.

    Erst nach mehrmaligen Gebrauch und durch die entstehende Hitze findet im Laufe der Zeit eine Verhärtung mit möglicher Rißbildung statt.

    Dito.

    Ja, das Harz ist nach drei Stunden noch nicht Nagelfest, was bedeutet das ein Fingernagel eingedrückt werden kann.

    Ich habe dann beim ersten Gebrauch dieses Harzes den Versuch gemacht Petroleum trotz der unvollständigen Durchhärtung einzufüllen und die Lampe leuchten lassen. Am nächsten Tag zeigte der Schraubendrehertest dann das die Durchhärtung abgeschlossen war.

    In der Regel lasse ich auch eine Nacht verstreichen...

    Man könnte auch einen einen alten Karbideinsatz umbauen, was den Vorteil hat das da der Reflektor vorhanden ist.

    Anstelle der Aufnahme für die Düse einen Vasenring für einen Flachdocht - oder Volldochtbrenner auflöten.

    Da bei den Bahnlaternen für den Petroleumeinsatz der BW - Einheitslaterne in der Türe keine Spiegelhalterung ist, reicht es die runde Prägung nach außen der Bahnlaternen zu polieren um eine Reflektor ähnliche Wirkung zu erzielen.

    Der Rüdiger hat Quellen für Ersatzteile genannt, wo alles was ersetzt oder komplettiert werden müßte zu finden ist, einschließlich des gewölbten, runden Reflektors, der ursprünglich anstatt des Spiegels vorhanden gewesen sein muß.

    Man kann sich natürlich die Lampe vom Opa so hinstellen wie er sie hinterlassen hat, aber schöner ist es sie wieder leuchtfähig herzurichten.


    Mir selber macht das Hantieren mit diesen Lampen und dem Karbid immer viel Spaß.

    Nachfolgend meine erste Karbidlampe:

    Eisenbahner - Laterne A. Sartorius Wuppertal - Barmen

    Ein Bild der Lampe wäre schon interessant, denn alle meine Lampen mit Runddocht von 6''' bis 20''' haben Tanks/Bassins mit einer Höhe von max. 12 Zentimeter bis zu den Brennern, die allesamt sauber leergesaugt werden.

    Kleiner Versuch im Reagenzglas.

    Höhe 13 cm, gefüllt mit Lama - Wolle aus einer Benzinlampe von Pigeon, in denen diese Wolle dem Explosionsschutz dient.

    Das Glas wurde zu einem Viertel mit Petroleum gefüllt.

    Der Volldocht liegt oben nur auf der Wolle auf.

    Die Wolle transportiert den Sprit über die gesamte Länge bis zum Docht.

    Die Flamme wird erst kleiner nachdem der Tank leer ist und die Wolle den letzten Sprit abgegeben hat.



    Es handelt sich um die Replik einer Bronzelampe.

    Auf dem Spiegel sieht man die Göttin des Glücks Fortuna.

    Wo sich das Original befindet ist mir unbekannt.

    Solche Bronzelampen stammen aus den Häusern betuchtere Römer, während das einfache Volk kostengünstigere Tonlampen benutzte.

    Im Haushalt der reichen Römer gab es einen Sklaven der sich nebenbei um die Lampen zu kümmern hatte, sie auffüllte, und mit einer sogenannten Dochtnadel die Flammenhöhe justierte.

    Leuchtmittel war vorwiegend Olivenöl.


    Natürlich wäre hier schon aus historischen Gründen ein Naturdocht dem Glasfaserdocht vorzuziehen.

    Ich würde ihn aber erstmal verbrauchen - den Unterschied sieht eh keiner.