Feuerhand 175 Kumt - Lampe

  • Ich habe kürzlich eine Feuerhand 175 Kumt-Lampe erworben. Glas und Tankkappe fehlte und der Brennerhut war in schlechtem Zustand. Zufällig hatte ich kurz zuvor geeignete Gläser auf Vorrat gekauft. Die Tankkappe und den Brennerhut lieferte ein kurz danach günstig gekaufter Ersatzteilspender.

    Ich konnte sogar einen temperaturbeständigen Lack in RAL 6002 (laubgrün) organisieren, der zwar in Österreich produziert wird, aber nicht zu kaufen ist.:]


    Eigentlich alles super, oder?


    Zur Eurem Amüsement hier das Ergebnis der Lackierung:

    Herbstliches Laub hat ja viele Farben, diese Farbe habe ich bei Laub noch nicht gesehen.<X


    Dieser Lack muss wohl ẃieder runter.


    Anderes, aber verwandtes Thema:

    Welche Konservierungsmaßnahme würdet ihr bei diesem Stück vorschlagen?:


    Der Zustand ist gut, aber die Lampe ist halt doch rostig.


    :nacht:, Manfred

  • Abwaschen mit Seifenlauge.

    Gaaanz vorsichtig Aufpolieren mit feinster Stahlwolle oder so,

    dann leicht einölen und gut ist.

    So erhält man ihr den Charm des Alters.


    Habe mir abgewöhnt, alte Farbe zu entfernen und neu zu lackieren,

    das raubt solchen Gegenständen ihren Charme und ihre Geschichte.


    Gut, bei der obigen, gritze-grünen Laterne würde ich diese Farbe auch entfernen,

    aber ob ich sie dann neu lackieren würde, hinge davon ab, wie sie unter der jetzigen Farbe erscheint.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Moin Mafred!

    > Welche Konservierungsmaßnahme würdet ihr bei diesem Stück vorschlagen?


    Ja, mit Spüli saubermachen wäre erste Pflicht. Danach nichts weiter: die Laterne ist ca. 75 Jahre alt. Laß sie so! Ihr soll man das Alter ruhig ansehen.

    BTW: Besorge dir ein originales Glas aus der Zeit! Das, was drin ist, stammt von nach 1960...


    Mit der neu lackierten Laterne bin ich voll bei Rüdiger.

    BTW-2: Der kleine Blechnupsi unter dem Tankdeckel ist zum Einklipsen des Tragehenkels, damit der nicht herumklappert.


    Gruß, Micha.

  • Hallo, die Laubgrüne Lampe ist echt....gewöhnungsbedürftig ...:-)

    Normalerweise sollte es ein RAL 6006 sein .Ich würde die schräge Farbe auch entfernen. Die andere würde ich mit oxal entrosten und leicht ölen. Die hat doch eine schöne Patina.

    Beste Grüße Mike

  • Hänge mich mal ran, hoffe das ist OK!?


    Konnte diese beiden 175er ergattern. Erste Nachsuche im Netz ergab, das sie wahrscheinlich aus den Jahren 1940-44 stammen. Ist das korrekt?



    Jetzt überlege ich, wie ich sie aufbereite. Originallack will ich möglichst erhalten.

  • Moin Namenloser!


    ...wenn du an einer FH den Glasheber von der Einfüllseite aus auf der rechten Seite siehst, dann hast du es mit einer Laterne aus der Produktion vor der kriegsbedingten Unterbrechnung zu tun (bis 1943). Zur genuen Bestimmung schau dir mal diese Aufstellung (oben auf der Seite!) an:

    https://sirkosdrive.jimdo.com/…uerhand-nier/100er-reihe/


    Schön an deinen Exemplaren ist, daß sie komplett sind und nur relativ wenig Rost aufweisen. Erstmal ab damit ins Spülbecken, Dreck runter und dann gut trocknen lassen. Dann würde sich zeigen, ob und wi es weitergehn würde. Problem ist nämlich: beseitigt man den Rost, greift das den Lack an. Man könnte natürlich mit sehr feiner Stahlwolle die schlimmsten Stellen punktuell angreifen, aber übertreiben sollte man es auch nicht, meine ich. Ich habe schon Laternen im ähnlichen Zustand besessen, die zwar sauber waren, denen man die Alterungsspuren doch ansieht. Nichts ist schlimmer als so ein altes Stück unwiederbringlich kaputt zu restaurieren.

    In letzter Zeit nehme ich in ähnlich gelagerten Fällen Nevr-Dull-Polierwatte. Das wandelt den Rost um und greift den Lack nicht an. Man muß aber ordendlich hinterherwischen, um das schlußendlich weiße Zeug aus allen Ritzen heraus zu bekommen.


    Anbei mal meine drei Laternen*** aus der gleichen Zeit:

    Links im "Arbeitszustand" - nur saubergemacht, Verzinnung aus der Vorkriegszeit erhalten, mit Beulen, aber einsatzbereit -

    Mitte: Entrostetes Exemplar, keine weitere Behandlung - Tank unten und hinten durchgerostet - Regalmodell. Vormals Militärgrün.

    Rechts: Entrostete, vormals gleichmäßig, aber stark korrodierte Laterne. Das Wichtigste: der Tank ist dicht und die Lampe funzt ohne zu mucken. Mehrmals wöchentlich abends in Betrieb.



    *** Das sind also drei meiner insgesamt sechs 175er, die "übrig" geblieben sind. Zeitweilig hatte ich ein gutes Dutzend von diesem Modell, aber irgendwo muß mal Schluß sein, und der Platz ist auch zu Ende.


    Gruß,

    Micha.

  • Hallo Micha,


    danke für deine Ausführungen!


    Gruß

    Hermann

  • Wie eine Lampe im Oberflächenzustand "noch Originallack" + " viele Flugroststellen" behandelt werden sollte hängt vom Ziel.

    - einölen

    - dünn Owatrol


    Beides eigentlich nur empfehlenswert wenn sie danach nicht in Betrieb gehen soll, denn bei den kleinen Lampen die einen ziemlich heißen Kopf bekommen halten beide Konservierungsmittel natürlich nicht, außerdem gibt es ganz schöne Stinkerei.


    Von einer transparenten Überlackierung mit Thermolack ist dringend abzuraten.


    Wer sie also betreiben will hällt sie am besten trocken, reinigt sie nur und macht ansonsten gar nichts.


    Soweit meine Auffassung, aber die muss man ja nicht teilen....


    Für halbwegs originaltreue Nachlackierungen kann man folgende Farbtöne in seidenmatt empfehlen: ziemlich nah am Original RAL 6006, etwas dunkler aber sehr schön RAL 6015, etwas heller RAL ..hmmm... hab ich gerade vergessen...


    byPö

  • Seit ein paar Jahren führe ich zum Campen zwei 176er Sturmkappen mit.

    Dort dienen sie als Vorzelt-Vorlampen, hängen draußen, eine links und eine rechts.

    Sie wurden mit Owatrol behandelt, nicht zu dick, schön aushärten lassen,

    auch das Kamindach. Dort hatte sich das Owatrol regelmäßig in Rauch aufgelöst.

    Dann habe ich so eine "Quasi-Brünierung" vorgenommen, mit Frischöl.

    Das mußte ich mehrmals durchführen, weil das auch regelmäßig verrauchte.

    Inzwischen haben auch die Kamindächer einen ordentlichen Rostschutz,

    wie auch der übrige Korpus.

    Hat aber, wie gesagt, gedauert und das Owatrol hält tapfer dem Wetter stand....

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

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  • Na, den verbeulten Deckel hast du ja gut hinbekommen. Warum nicht auch gleich die kleine Delle im Tank ausgebeult? Ich habe solche "Sturzopfer" schon mit einem Stück Hartholz und dezenten Schlägen meines Ein-Pfund-Hammers wieder rund bekommen.

    Ansonste: Dieses Schwarz ist doch sehr dezent. Bei mir sieht eine 176E genauso aus.


    Gute Arbeit!

    Micha.

  • Das ist evtl. dieser matte Lack, den man für schmiedeeiserne Gegenstände verwendet, habe hier auch so einen (nennt sich Schmiedelack) und macht sich bei diversen Lampen und Zubehör wie einfache Schirme (Oberseite) und die Halter/Drähte bei den sog. Küchenlampen ganz gut.

  • Moin Andy!

    Ich hatte mir seinerzeit als die Lackierung meiner Laterne anstand, extra einen hitzebeständigen Lack ausgesucht. Früher gab es einen übellriechenden "Ofenlack" - ich hab' hier jezt einen, der diesen Nachteil nicht mehr hat - nennt sich "Pyrozit".

    Ich benutze gerade für die Frischluftlaternen keinen normalen Lack mehr, denn mir ist es schon ein paar Mal passiert, daß so eine "toll lackierte Laterne! (tm) einige Minuten, nachem ich sie angebrannt hatte, das Qualmen anfing. Dann raucht der Lack nämlich an den heißen Teilen der Laterne ab, schöne Schweinerei.


    Gruß, Micha.