Pumpenschacht auslöten

  • Hallo zusammen,

    da wollte ich nun einen Pumpenschacht ersetzen und dafür den alten erst einmal auslöten. Habe mich im Forum schlau gemacht, Tank 2/3 voll mit Wasser, Schraube zum Ziehen in den Deckel geschraubt und den Lötbrenner mit voller Reaktortemperatur losgelassen. Leider tut sich aber nichts, obwohl ich das Ding WIRKLICH heiss gemacht habe. Mal ganz naiv gefragt: Ist die Lötstelle denn nicht die Naht zwischen Tank und Pumpenschacht, da wo die Falz zwischen beidem ist? Ich brate und zerre und es tut sich exakt nichts. Kann aber auch kein Lot explizit erkennen dort... erhitze ich an der falschen Stelle?

  • Ist die Lötstelle denn nicht die Naht zwischen Tank und Pumpenschacht, da wo die Falz zwischen beidem ist?

    Doch.


    erhitze ich an der falschen Stelle?

    Nö.


    Das geht in der Tat schwer.

    Während dem Vorgang muß man echt kräftig am Pumpenschacht ziehen, schieben,

    in ale Richtungen, also auch seitwärts - irgendwann läßt er sich dann bewegen.


    Hilfreich wäre eine Wasserpumpenzange, mit der eine zweite Person die Verschraubung packt -

    entsprechendes Stückchen Leder zum Schutz vor Verkratzen verwenden - und dran fuhrwerkt.

    Leder-Handschuhe erhöhen den Zupackfaktor der Werktätigen ...


    Wohl gelings!

    - zum Trost: Ich habe so einen Schacht mal komplett ruiniert, weil er partout nicht raus wollte ...

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Hi, ich habe vor 3 Wochen einen Pumpenschacht an einer Schweizer ausgetauscht. Das Ziel war auch das sich der Tank durch die Hitze möglichst nicht verfärbt.

    Bin also sehr vorsichtig und mit sanfter Flamme ran. Die Lötung ging recht fix auf aber mir fiel auch auf das sich der Schacht komischerweise nicht so einfach rausziehen lies. Mit sanfter Gewalt ging es dann aber ohne grosses hin und her wackeln. Es stellte sich heraus das innen im Tank eine Blechscheibe saugend über den Schacht geschoben war. Die hielt dann beim Versuch den Schacht zu ziehen diesen durch verkanten fest. Ich nehme an das war gedacht als Verstärkung der Lötnaht von innen. Wird wohl verlötet bevor der Boden eingesetzt wird. Bei der Montage des neuen Schachtes konnte diese Scheibe natürlich nicht wieder benutzt werden, ich habe die dann mit einer langen Spitzzange verbogen und rausgezogen. Wie man auf dem Bild sehen kann ist der Tank ohne Hitzeblessuren davongekommen. Also „volle Reaktorleistung“ dürfte nicht wirklich nötig sein :-)

    Bernd


  • So.

    Es wird nicht besser, haha.

    In der Tat habe ich den Schacht durch einiges Ruckeln etc. ganz gut herausbekommen. Dann habe ich den neuen so weit eingelötet. Sah erstmal okay aus, aber bei einem Dichtigkeitstest musste ich feststellen, dass oben noch ein wenig Luft entwich. Dabei hatte ich dann das Wasser rausgekippt, dummerweise vergessen, wieder welches vor dem Löten einzufüllen... und so kam es, wie es kommen musste, beim leichten Korrigieren des Schachts machte es beherzt PLONK und der Rapid-Stutzen ist im Tank versenkt. AAAARGH!!!

    Nun pendelt er darin hilflos hin und her. Habt Ihr gute Tipps, wie man den neu verlötet? Leider ist die Schwerkraft etwas nervig.

  • Mit einer Schraube, Draht oder ähnlichem den Stutzen etwas unter Zug halten, bis das Lot fest ist. Geht ja nur um einen Moment. Mitunter ist eine dritte Hand erforderlich, wenn man das nicht alle Tage macht.


    Gruß

    Marc

  • Du mußt den Tank so hinstellen, hinhängen, das die lötstelle immer an der höchsten Stelle ist.

    Wie du weißt, steigt Wärme nach oben.

    Ist der Rapid noch im Stuzen drinn?

    Dann ist es schlecht,da sich beim erwärmen die Bleidichtung verabschiedet.

    Wenn es nur der Stuzen ist , ihn mit einer Spitzzange festhalten.

    Etwas dicker Draht zu einem "Omega" biegen,und einfädeln.

    An diesem Draht,kannst du jetzt den Tank aufhängen zum Löten.

    Mit dem Brenner kreisend um dem Stuzen warm machen,nicht auf einer Stelle bleiben.

    Es hilft auch einen nassen Lappen/Tuch über die anderen lötsellen zu legen.

    Hast du den Pumpenschacht mit oder ohne Ventil eingelötet?

    Besser mit,dann hast du gleich das Einbaumaß.

    Ohne kann es passieren,das du nicht das Ventil Einschreiben kannst.

    Gruß Thomas

  • Pumpenschacht habe ich aus diesem Grund mit altem Ventil ohne Dichtung eingelötet. Das passt auch. Werde morgen das mit dem Omega aus Draht mal probieren. Vielen Dank!!

  • Moin zusammen,

    Ich fülle den Tank immer mit etwas Quarzsand. Dann kann ich mit einer Hilfskonstruktion aus Gewindestange, Scheiben u. Muttern die zu verlötenden Teile in den Sand stecken und ausrichten.


    Aber bitte darauf achten, das man die Hilfsteile hinterher aus dem Tank entfernen kann ;-)


    Gruß Thomas

  • Ich habe eine einfache Haltekonstruktion gebaut. Ein Messsingrohr hart mit einem alten Ventil verlötet, so hat man die richtige Tiefe und den richtigen Winkel. Der Tank ist festgekeilt. Lässt sich so einfach auch für Rapid oder Tankstutzen modifizieren. (Der hintere Tank war der Kandidat, der vorne zum Üben ;-) )

    Bernd



    rnd