Heinze Dieselkocher Bundeswehr

  • Hallo zusammen,

    ich bin seit neustem im Besitz eines Heinze-Dieselkochers von der Bundeswehr. Bei der ersten Inbetriebnahme ist mir direkt aufgefallen, dass im Bereich der Verbindung zwischen Regulierstange und Spindel Petroleum austritt. Hab mir da erstmal nichts bei gedacht. Kocher dann ganz normal angezündet und siehe da...Kocher funktioniert einwandfrei aber an der besagten Stelle dauerhafte Stichflammen.

    Hab mich dann mal in die Anleitung eingelesen und festgestellt, dass wenn man die Stopfbüchsenschraube abdreht, man die gesamte Spindel mitsamt der Graphitdichtung und dem Gegenring herausdrehen kann. Vermutung: Graphitdichting verschlissen oder erst gar nicht vorhanden (Spindel hat extrem viel Spiel). Die Spindel soll sich laut Anleitung ganz normal linksrum aus dem Brenner rausdrehen lassen. Jetzt das Problem: Die Spindel geht einfach nicht raus.:wallbash:

    Wenn ich linksrum drehe, passiert irgendwann einfach nichts mehr. Es lässt sich immer weiter drehen (man merkt auch dass die Spindel im Brennergehäuse sehr locker ist), aber rauskommen will sie einfach nicht. Nach intensivem Rumgeleuchte und Rumstochern bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass entweder die Graphitdichtung oder der Gegenring verhindert, dass ich die Spindel ganz rausdrehen kann. Hab den Brenner auch schon ausgebaut und alles versucht, kriege das Teil da aber nicht gewaltfrei raus, um zu überprüfen ob das Leck tatsächlich durch die defekte oder nicht existente Graphitdichtung verursacht wird.

    Hatte irgendjemand schonmal das gleiche Problem oder hat Ideen, wie ich nach dem Zustand und Vorhandensein der Dichtung gucken kann bzw. die sch*** Spindel rausgeschraubt bekomme?

    Schonmal vielen Dank für alle Antworten.

  • Hilft Dir das evtl. weiter?


    Düsennadel für Heintze-Dieselkocher eingebaut!!


    CAVE

    Der Tröt ist uralt, die Foristen lesen sicher schon lange nimmer mit.

    Meiner Einer besitzt so einen Heinze Kocher nicht.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Hallo Brenner.

    Zieh einfach mal etwas fester an der spindel.

    Ich glaube ,das es so gewollt ist.

    Damit nicht jeder einfach die spindel rausdreht.

    Es sind glaube ich 2 u-scheiben aus Pappe ?oder so ,vor und hinter der graphit Dichtung verbaut.

    Die haben etwas " Übermaß " ,und halten so die Welle.

    Gruß Thomas

  • Hi Brenner,


    genau so.

    Falls das nicht funktionieren sollte, musst Du eine neue Graphitpackung verbauen. Da kommst Du nicht drum rum.


    Gruß, Gerald

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. (Jean Anouilh)

  • Hallo,

    hab mal ein paar Bilder gemacht.

    Einfach rausziehen geht nicht, war sogar schon mit der Wasserpumpenzange dran...erfolglos.

    Guckt man die Spindel entlang, sieht man am Ende eine Scheibe sitzen. Diese ist relativ sicher aus Metall. Laut Anleitung müsste die Graphitdichtung VOR der Metallscheibe liegen...spricht also aus meiner Sicht dafür dass das Graphitteil komplett fehlt. Ich habe auch das Gefühl, dass besagte Scheibe etwas größer als das Innengewinde (siehe Bild) ist. Oder gibt es irgendeinen Trick um die Spindel rauszudrehen?

  • Hallo Brenner.

    Das hast du richtig erkannt.

    Es wird mit Sicherheit auch ölkohle dort hängen,festgebacken.

    Auch deswegen kann die Scheibe hängen.

    Du brauchst einen schraubstock, Welle einspannen, und mit Hammer und ein Stück Eisen auf das Brennergehäuse leicht klopfen.

    Könnte schon helfen.

    Gruß Thomas

  • Das Was Du für eine Metallscheibe hältst ist die Graphithpackung. Die sitzt da sehr spack drin. Ist aber kein Grund da mit einer Wasserpumpenzange dranzugehen. Da machst Du nur das Messing kaputt. Meiner Meinung nach müsste die Spindel durch Linksdrehung und Zug nach "raus" auch rausgehen. Der Kocher ist alt und da wird wohl auch einiges festgegammelt sein. Heiss wird das Ding ja auch noch und Flammen hat es auch schon geschlagen. Leg die ganze Geschichte doch mal in heisse Natronlauge ein (Spülmaschinentab auflösen) und dann immer wieder Linksdrehend versuchen. Wohlmöglich auch Kraft walten lassen. Aber nicht biegen und ohne Wasserpumpenzange, bitte. Viel Erfolg.:thumbup:

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. (Jean Anouilh)

  • das kann ich dir nicht sagen,ich hab die alte Dichtung wieder genommen.

    Einfach so gut es geht stopfen.

    Es soll ja kein petro rauslaufen.

    Wenn die Welle raus ist,die Spitze leicht schleifen,polieren,Brenner spülen,durchpusten,damit Dreck noch rauskommt.

    Gruß Thomas

  • habs nochmal mit einspannen probiert...keine chance.

    Natürlich habich mit der WaPu nirgendwo dran rumgebogen sondern nur gradlinig an der Welle gezogen...ich weiß um das empfindliche Messing.:besserwisser:

    Einlegen in Spülmitteltab soll also helfen? Probiere ich aus.

    Das Graphitpäckchen sitzt da echt bombenfest drin...und mit zuviel Gewalt will ich den filigranen Brenner natürlich auf keinen Fall angehen.

  • Hallo Brenner 123


    wie ich das so lese möchte ich dich bitten die Düse deines Kocher auszubauen. Nun sollte die Regulierspindel leicht nach links zu drehen sein und dir entgegen falle.

    Wenn ich richtig vermute ist eine Düsennadel (Nadel kann ja abgebrochen sein) verbaut. Nach dem entfernen der Düse ist Weg für den Messing Vierkant der Düsennadel nach oben frei, so das er nach oben entfernt werden kann.


    Zur Erläuterung:

    Die Bewegung der Spindel wird über Verzahnung auf die Zähne seitlich am Vierkant der Düsennadel Übertagen.

    Die Düsennadel wird beim links drehen nach oben transportieren, bis der Vierkant unter die Düse stößt. Der Düsennadel hat ihren höchsten Punkt erreicht und steht am weitesten aus der Düse. Dreht man die Spindel mit leichter Gewalt weiter nach links wird der unterste Zahn am Düsennadel Vierkant abgeschehrt (also keine gut Idee:traurig:).

    In der Obersten Position der Düsennadel, wird die Spindel, durch den noch im Eingriff befindliche Zahn der Düsenadel und der Spindel am vollständigen herausdrehen gehindert. Wenn man nun die Düse herausschraubt wird, stößt die Düsennadel nicht mehr unter die Düse, die Spindel kann weiter nach links gedreht werden und die Düsennadel per Spitzzange oder Pinzette entnommen werden. Die Spindel fällt einem ohne Kraftaufwand entgegen.


    Ich hoffe ich habe mich allgemeinverständlich ausgedrückt:besserwisser:.


    P.S. Wenn die Graphitpackung mit der Überwurfmutter festgezogen wird, sollte auch kein merkliches Spiel der Spindel mehr vorhanden sein.



    Güsse

    Egbert

    Schöne Grüße aus dem Dunklen 8) Sauerland

  • Hallo zusammen,

    nach einigen weiteren Versuchen habe ich aufgegeben und der Kocher ging zurück an den Verkäufer, der den vollen Preis erstattet hat, ich wollte nämlich nicht riskieren bei der Reperatur irgendwas daurrhaft zu zerstören. Jetzt muss ich wohl auf einen neues gutes Angebot irgendwo warten.

    Eine Düsennadel war übrigens definitiv nicht verbaut (hab die Düse runtergenommen und nachgeguckt).

    Trotzdem danke für die ganze Hilfe

    MfG