Posts by Rolf G.

    @ Lodjur
    Dank dir.

    Hallo Rolf,
    Deine Videos sind genauso genial, wie Deine Bilder. :D
    ....

    Danke Marcus, man gibt sich Mühe.
    Aber just bei dieser Filmerei sah ich bei der Bearbeitung im Magix Video deluxe das die Kameraeinstellung nicht auf 4K stand. Aber ich denke die Qualität reicht aus um kurz die Funktion darzustellen.


    Bei Betrachtung des folgenden Bildes weiß ich aber jetzt wo das Lämpel den Namen her hat. :rofl:



    Gerne.
    Viel Glück beim Suchen.
    Irgendwie habe ich mittlerweile den Eindruck das diese Dinger so selten sind wie die blaue Mauritius.

    Hallo Erich,


    Bei mir gibt es auch Hobbybereiche wo man mehr Geld versenkt hat als es eigentlich vernünftig war.
    Das ist ja ein Privileg des Hobbyisten in seinen Bereichen unwirtschaftlich agieren zu dürfen, grins.
    Die Uhrmacherei ist dafür ein gutes Beispiel, wogegen sich die Beschäftigung mit Lämpchen und Laternchen eher bescheiden ausnimmt.


    Nachdem nun die Flamme mit dieser drei zu eins Mischung verlöscht ist, brachte ein Blick in den Tank das Ergebnis das der Docht ihn leergesaugt hat. Ich vermute das es mit hundert Prozent Rapsöl nicht anders wäre. Wäre das Bassin deutlich höher als die vorhandenen 3 cm hätte ich da meine Zweifel. Im allgemeinen sind ja diese Bassins für Rübölbrenner sehr niedrig gehalten, wenn es denn keine technische Vorrichtung gibt die das Öl nach oben transportiert.

    Hallo Erich,


    Ja, du bist da ganz richtig unterrichtet über die Ableitung vom mittelalterlichen Rübse.
    Man kann sich ein Grinsen nicht verkneifen wenn schonmal aus Unkenntnis vom Rüböl aus Rüben geschrieben wird.


    Ich selber habe eigentlich nicht die Ambitionen diese alten Lampen zu nutzen. Dafür ist die Lichtausbeute zu schwach.
    Mir geht es für mich selber immer mehr um die Klärung des tatsächlichen, geschichtlichen Hintergrundes.
    Und da staune ich des öfteren, wie auch jetzt hier bei diesem "Öldocht", das von diesen Dingen keine Abbildungen zu finden sind, die ganz einfach dem Betrachter veranschaulichen wo die Unterschiede liegen...
    Da bin ich der Meinung das ein Bild aufschlußreicher ist als lange Abhandlungen über Kapillarwirkungen usw., oder solche Veröffentlichungen zumindest sehr unterstützen kann.


    Ich habe gelesen das du von der Ausrüstung her auch in der Lage bist "Strümpfe" selber zu stricken. Soweit geht meine Liebe zum Detailwissen sicher nicht.


    Nachdem ich nun beim Thema "Rübölbrenner" etwas klarer sehe, ist mir der Aufwand mit Mischerei oder Dochtbeschneiderei zu groß, sodaß ich wieder auf das normale Petroleum zurückgehe, wenn ich diese Lämpel abends zur Gemütlichkeit mal brennen lasse. Da die Dinger dann irgendwo stehen oder hängen spielt die höhere Gehäuse/Grifftemperatur keine Rolle.

    Ja, ist alles in der Werkstatt vorhanden, wobei ich in letzter Zeit mehr mit Stahlwolle unterwegs bin als mit Schmirgel.
    Von Außen läßt sich sowas dann mit der Stärke 000 richtig schön auf Glanz bringen.
    Der Dremel liegt auch schon etliche Zeit ungenutzt in der Ecke. Ich tue mich da mit dem Hängemotor und Welle leichter, wo ein kurzes Wechseln der Handgriffe mit den eingespannten Werkzeugen schneller geht.


    Einen richtigen Hals bekomme ich wenn ich sehe das jemand mit grobem Schmirgel die Reflektoren behandelt hat, wie oben rechts im Bild zu sehen.

    Ja, ich muß eh den Brenner nochmal reinigen. Auf der Seite wo der Docht tiefer sitzt ist noch etwas von der Verkrustung an der Hülsenkante, woran der Docht beim Hochdrehen hängen bleibt.
    Das mit der Helligkeit täuscht. Das war ein unsauberer Stack auf die Schnelle, der ne Idee überbelichtet ist.

    Mir persönlich würde ein einziges Bild ausreichen, wo ein Öldocht einem Petroleumdocht gegenübergestellt ist, so in der Art wie ich es oben gemacht habe, und wo sich sofort und glasklar der Unterschied erkennen läßt.
    Danach habe ich im Net gesucht - ohne Erfolg.


    Ob jetzt der Petroleumdocht diese Mischung von 3 Teilen Rapsöl und 1 Teil Petroleum im 3 cm hohen Tank bis auf den Grund absaugt weiß ich noch nicht, das läuft noch.
    Aber zu erkennen ist das die Dochtverkrustung unter der Famme ordentlich abgenommen hat. Ganz verschwunden ist sie nicht.
    Ich habe das mal in einem Bild dokumentiert.



    Hallo Markus,


    Ja, ob das alte Teil wirklich ein Docht ist der ursprünglich in dem Brenner war läßt sich nicht sagen.
    Er brannte zwar ordentlich bei dem Versuch, aber wurde von mir ausgewechselt bevor der Tankinhalt zur Neige ging.


    Gestern hatte ich in der Bucht bei einer vergleichbaren Lampe eine alte Gebrauchsanleitung gesehen wo darauf hingewiesen wurde das es wichtig sei nur ja einen Öldocht zu nutzen, und nicht etwa einen Petroleumdocht.
    Meine Recherche im Net nach dem Unterschied zwischen Öldocht und Petroleumdocht blieb ergebnislos. Allenfalls Vermutungen waren zu lesen. Und einen Anbieter für reine Öldochte als Flachdochte scheint es nicht zu geben.


    Im Moment läuft der Versuch nach einem weiteren Hinweis in dieser Gebrauchsanleitung, nachdem man auch bei Gebrauch dieses Öldocht´s eine Mischung aus drei Teilen Rüböl und einem Teil Petroleum herstellen solle, damit der Docht unter der Flamme nicht verkruste.
    Mit dieser Mischung brennt gerade das Lämpel mit einem neuen Petroleumdocht. Da werde ich dann nebenbei auch sehen ob der Docht den Tank leer saugt.

    Mich interessierte im Zusammenhang mit dem Rübölbrenner mal der Unterschied zwischen dem alten, original vorgefundenen Docht im Brenner zu einem neuen, modernen Petroleumdocht.
    Dazu wurde der alte, vollkommen verhärtete Docht vom verharzten Fett befreit und im heißen Wasser ausgewaschen bis er wieder weich und geschmeidig war.
    Ein Brenntest beider Dochts zeigte das beide aus Baumwolle sind.
    Beide 5 linig, also 12 mm, wobei der neue Docht 31 Kettfäden in der gleichen Stärke aufweist, während der alte Docht nur 28 Kettfäden hat und die äußeren Kettfäden dünner sind als die in der Mitte.
    Bei der Nutzung von reinem Rapsöl als Brennmittel verhalten sich beide Dochte gleich.
    Ruhige, nicht flackernde Flamme über dem bei diesem Brennmittel verkrustenden Docht.



    ...
    Gerade auch in Notsituationen, zum Beispiel im (nicht
    schlagwettergefährdeten) Untertagebereich können 4 Stunden über
    sein oder nicht sein entscheiden.
    ...

    Marcus, ich glaube nicht das man diese Lampe unter Tage einsetzte.
    Das ungeschützte und empfindliche Glimmerfenster, die nicht dichte Bauweise, die es ermöglicht das etwaig vorhandene Gase in den Brennerraum eindringen können, sprechen eigentlich dagegen.
    Und die Vorstellung mittels des offenen Reibzünders eine mögliche Schlagwetterexplosion auszulösen läßt einem die Fußnägel kräuseln, grins.
    Ich vermute das dieses Lämpel für den Gebrauch beim Zelten oder Wandern gedacht war.


    @ Sturmkappe1978


    Carsten, bei der Recherche zu der Lampe hatte ich gesehen das sie schonmal von Diogenes vorgestellt worden ist, der ja hier auch darauf hingewiesen hat.
    Aber ich finde die Idee von diesem Ruisz aus Graz auch genial, vermute aber das dieses Lämpchen nicht oft verkauft wurde. Sie taucht jedenfalls sehr selten zum Verkauf auf.

    ...
    Im Moment läuft gerade der Dauertest um zu sehen wie lange sie brennt.

    Und wieder was dazu gelernt.
    Das man besser den Bügel etwas vom Kamin wegstellt, weil er ansonsten sauheiß wird, und das man beim Gebrauch der metallenen Benzinflaschen nicht sehen kann wieviel man in den Tank gefüllt hat, was bei so einer Benzinlampe unangenehm werden kann wenn es zuviel war.
    Ergo habe ich alte Liquidfläschchen von der E- Zigarette gereinigt und mit Benzin gefüllt.
    Die 10 ml pro Flasche stellen jeweils eine Füllung dar, womit das Lämpel fast vier Stunden brennt.



    Kuriositätenkabinett trifft es ganz gut.
    Dafür bin ich immer auf der Suche nach dem Besonderen.


    Vorhin hatte ich mal den Fön mit voller Leistung draufgehalten. Natürlich bleibt die Flamme dabei nicht ruhig, aber das Lämpel geht nicht aus. Ansonsten brennt es absolut ruhig ohne zu Flackern.
    Im Moment läuft gerade der Dauertest um zu sehen wie lange sie brennt.

    Der Österreicher Lothar Ruisz hatte zu Anfang der zwanziger Jahre die Idee eine kleine Benzinlampe herzustellen, für die er 1921 ein Patent unter der Überschrift "Taschenlampe" anmeldete, wofür dann 1923 die Patentdauer startete.
    Danach überlegte er sich nötige technische Verbesserungen und meldete 1924 ein Zusatzpatent an, welches 1927 startete.


    Solche Ideen können mich begeistern, und ich war glücklich vor einer Woche ein gut erhaltenes Exemplar bekommen zu können, welches nach der vorhandenen Technik nach 1924/27 entstanden sein muß.
    Das erste Bild zeigt die zusammengeschobene Laterne mit einer Höhe ohne Bügel von 11 cm, und die Laterne ausgezogen, wobei sie über Zahnstange und Reibrad gestartet wird, mit einer Höhe von 16,5 cm.





    Was in den Patenten nicht erwähnt wurde ist eine runde, über einen Schieber verschließbare Öffnung über der Flamme auf der Rückseite. Ein kurzes Ausprobieren zeigte das man da eine Zigarette anzünden kann, was nicht verwundert, ist doch die Idee für dieses Lämpchen offensichtlich vom Benzinfeuerzeug abgeleitet.





    Die Funktion dieser "Taschenlampe" ist genial einfach.
    Im unteren Teil des zweiteiligen Gehäuses befindet sich der herausnehmbare Benzintank und die fest mit dem Gehäuse verbundene Zündmechanik mit Reibrad und Feuerstein.
    Im oberen Lampenteil wird die Flamme mit einem Glimmerfenster geschützt, und eine herausnehmbare Auslösemechanik mit Zahnstange und Löschhut für die Flamme bilden die Mechanik.
    Durch eine Schraube die durch eine Seite des Bügelhalters führt, wird diese Mechanik gehalten, und kann durch das Lösen dieser Schraube zum Reinigen herausgenommen werden.





    Das nächste Bild zeigt die wesentlichen Änderungen, die zum Zusatzpatent führten.
    Bei der ersten Ausführung erfolgte die Justierung der Flammhöhe über ein Zusatzröhrchen welches über das Dochtrohr des Tanks von unten in der Höhe verstellbar über das Dochtrohr glitt. Dadurch wird der Docht entweder kürzer oder länger, mit entsprechendem Flammbild. Wahrscheinlich eine schlecht arbeitende Lösung.
    Deshalb hat Ruisz dieses Dochtrohr fest mit dem unteren Gehäuse verbunden, und stattdessen den ganzen Tank mit seinem Dochtrohr verstellbar gemacht, was das bessere Ergebnis brachte. Man kann sich die Wirkungsweise auf dem Zeichnungsausschnitt des Zusatzpatents anschauen, welches ich hinten anhänge.
    Auf dem Bild sieht man links die Unterseite des unteren Lampenteils mit dem Tank. Links am Tank die Mutter zur Höhenverstellung, und rechts die Tanköffnung mit dem Verschluß davor.
    Die zweite Änderung ist die Führung der Zahnstange, die ursprünglich vor allem beim schnellen Aufziehen keinen sauberen Eingriff in das Zahnrad am Reibrad hatte, was dann nicht zur zuverlässigen Zündung der Flamme führte.
    Eine gestanzte, hochgebogene Lasche verhindert nun das sich die Zahnstange vom Zahnrad wegbewegen kann.
    Zudem führt ein Langloch in der Zahnstangenhalterung zu einer zusätzlichen Beweglichkeit derselben, damit sie beim Schließen der Lampe nicht in Eingriff mit dem Reibradzahnrad kommt, sondern nur darüber gleitet, was den Feuerstein schont.





    Hier der Blick von oben auf das Gehäuseunterteil, und der Blick in das Gehäuseoberteil.





    Schraubt man die Mutter zur Höhenverstellung am Tank ganz aus dem Gewinde heraus, kann man den Tank zur Dochterneuerung oder zum Reinigen nach unten herausziehen.
    Ähnlich kann man am Oberteil über einen Hebel am Dom das ganze Oberteil nach oben abziehen, und kommt dadurch an den Feuerstein, oder kann die Mechanik reinigen.





    Zum Schluß der Ausschnitt der Patentzeichnung.
    Wer beide Patente lesen möchte kann dies bei DEPATISnet unter den Nummern AT95097 und AT108534 tun.
    Und ich erfreu mich nun an dieser "Taschenlampe".



    Der Beutel ist bei den Öfen nötig, er reguliert wohl auch die Luftzufuhr. ...

    Danke für den Hinweis Lothar, das hatte ich vergessen zu erwähnen.
    Ohne Schutzbeutel bekommt das Teil zuviel Sauerstoff, wird heißer, wodurch das Benzin schneller verdampft, mit dem Ergebnis das sich die Brennzeit unter die Hälfte verkürzt.


    @ Diogenes


    Ja, man kann außer diesem der Firma Leumann & Uhlmann noch andere alte Taschenwärmer finden, die dann z.T. mit entsprechend hohen Preisen gehandelt werden, je nachdem wie selten sie geworden sind.


    @ frari66


    Wahrscheinlich arbeiten die Teile von anderen Herstellern auch gut, ich hatte mir aber neben einem Kohleteil, was mir nicht so zusagte, nur den Ofen von Herbertz gekauft, der auch sofort paßte.

    Zu Zeiten als man noch mit analogen Fotokameras unterwegs war kam man in der kalten Jahreszeit mit Handschuhen zurecht.
    Die diversen kleinen Taster einer heutigen digitalen Kamera machen ein Hantieren mit Handschuhen unmöglich.
    Um im Herbst/Winter zwischendurch die Finger aufzuwärmen benutze ich seit 2000 zwei Benzin - Taschenöfen der Firma Herbertz. Es gibt da von anderen Firmen ähnliches, aber die Teile von Herbertz haben sich für mich als zuverlässig erwiesen, und sind unschlagbar preisgünstig.


    Dieser Taschenofen hat eine Höhe von 8 cm und brennt ca. 8 Stunden.
    Nach dem Befüllen mit Feuerzeugbenzin oder reinem Waschbenzin läßt man das Teil ungefähr eine Minute ruhen damit sich am Brenner die Benzingase bilden können. Danach kann man den Brenner mit einem Feuerzeug entzünden, was wegen der nötigen Vorwärmphase einen Augenblick dauert. Wichtig ist die Siebfolie nicht mit den Fingern zu berühren, weil das Hautfett schon ausreicht die Brennerleistung zu mindern.
    Ich selber wechsle jedes Jahr, bei den beiden Öfen die ich zusammen im Gebrauch habe die Brenner.
    Nachdem ich gestern die Öfen überprüft hatte, habe ich neben der Aufnahme auch mal die Temperatur am Gehäuse gemessen.
    Am Tankfuß sind es um die 25°C. Nach oben zum Brenner hin steigt die Temperatur an, über 35°, 60°, bis sie oberhalb des Brenners tatsächlich auf über 120°C ansteigt. Der beiliegende Schutzbeutel wird dadurch für den Gebrauch zwingend notwendig.



    Danke für den Tipp Steffen.
    Der Docht wird ja bei diesem Brenner durch die Zacken der Dochthülse unverrückbar festgehalten. Das Rad des DSR greift in eine Art Zahnstange ein, wodurch diese Hülse mit dem Docht nach oben oder unten transportiert wird.

    Da hatte sich doch tatsächlich die Firma bei der ich den neuen Zylinder bestellt hatte die Arbeit gemacht eine Reihe von Zylindern auszumessen um mir dann einen Passenden mit 37,2 mm zu liefern.
    Toller Service!
    Nun kann ich hergehen und den Docht etwa auf der linken Seite noch zu stutzen um einen gleichmäßigen Flammkranz zu bekommen.