Verzinkte Oberflächen säubern/polieren

  • Ich wollte dem entlackten 835 Tank mal seinen grauen Schleier nehmen
    damit dass Feuerverzinktypische Schuppenmuster wieder etwas besser sichtbar wird.


    Problematisch ist aber wohl das Zink ein relativ unedles Metall ist
    welches durch Säuren angegriffen werden kann...


    Welche Polituren sind da empfehelnswert? wenn überhaupt?


    was mach ich da?


    Simon

  • Hallo Simon,


    der graue Schleier kann mit einem Schutzlack verglichen werden.
    Er schützt die Zinkoberfläche vor weiteren Angriffen von Sauerstoff,
    der ja für die Oxidbildung verantwortlich ist. Auch wenn Du ihn im Moment
    glänzend bekommen würdest, ohne Schutzanstrich, zum Beispiel
    geeigneter Klarlack, sähe deine Zinkoberfläche nach nicht all zu langer Zeit wieder grau aus.


    Das wiederkehrende Runterputzen, wie auch immer, der Oxidschicht hätte irgendwann
    in fernen Tagen eine sich negativ auswirkende Materiallschwäche zur Folge.
    Bis dahin musst Du aber kräftig wienern.


    Lass es doch wie es ist. Die Oxydschicht verleit der Leuchte erst ihren altertümlichen Charme.

  • Wie wäre es mal mit einem Bild zur besseren Einschätzung ;)


    Und ich gebe Wolfgang recht, sollte es Oxyd sein, lass das polieren lieber...

  • ich habe meine geniol mit diesem "zeug" sauberbekommen.greift keinen lack an und ist nicht umweltschädlich
    wenn das teil lackieren möchtest solltest zaponlack nehmen
    ich nehme den lack wenn ich messing oder kupfer nicht dauernd polieren will.klarlack verändert sich

  • hi
    ja der bio stein ist genial
    putze momentan jeden tank einen anderen gegenstand damit
    küche,bad..........
    werde es mal glatt an einer lampe testen
    grüße steve

  • Quote

    Original von Jonas
    Hier geht es weder um Messing noch um Chrom oder Nickel sondern um ZINK



    :po:


    richtig
    aber diesem stein ist es egal was für oberfläche
    dann dürfte man damit auch kein zinn mit bearbeiten

  • Ok, da bin ich doch mal gespannt. Wäre interessant wenn du mal ein Foto von damit poliertem ZINK machen könntest, rein Interessehalber...
    Irgend ein kleines Blech oder so?!...

  • Hallo Kater,


    der im Link vorgestellte Stein mag seine Vorzüge haben. Ich weiß es nicht. Werde es aber wissen, wenn ich Einen erhalte. Scheint vielversprechend zu sein.
    Aber Zink wie aus dem Zinkbad hervor gezogen wieder hin zu bekommen, ist ein vergebliches Unterfangen.


    Zaponlack wird schon deshalb nicht funktionieren, weil feuerverzinkte Gegenstände eine Grundierung erforderlich machen. Sonst blättert der Lack.


    Es ist deshalb durchaus möglich, dass Simon die Grundierung als grauen Schleier sieht. Wie Jonas schrieb, ein Bild würde helfen.

  • äääähm?


    War nicht hier nach einem Bild von einem Zinkteil gefragt?
    Das man damit auch matt vernickelte Oberflächen sauber bekommt, steht ausser Frage.


    Gruß aus Essen
    Dieter

  • Hallo zusammen


    Der Stein hat sicher eine Wirkung wie einige andere Poliermittel auch. Bei uns ist es das feine Metarex, wie heisst die Polierwatte bei Euch?


    Aber lasst die Finger von VERZINKTEN Oberflächen. Das ist vergebliche Liebesmühe, je weniger Mittel da dran kommen desto besser.


    Das einzige was bei den verzinkten Oberflächen hilft ist die sog. Anti Fingerprint Beschichtung.
    Die wird aber bei der Produktion von Sendzimirverzintkten Blechen aufgebracht und ist im Bereich der Nanotechnologie einzuordnen.


    Alle "blumigen" verznkten Oberflächen haben Blei drinn und das wird immer wieder anlaufen.


    Viele Grüsse, Ernst

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.

  • @ Wolfgang


    Danke ......., das ist so. Das Problem ist nicht der Sauerstoff, sondern ein saures Milieu ............, auch saurer Regen.
    Es entsteht Weissrost und das ist übel!
    Seht bitte unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Frost


    Ein leichtes "matt" werden ist gut .......... und muss so sein.


    @ Kater


    Ja das ist ein guter Versuch, es ist sicher eine Aufhellung der Oberfläche auszumachen das mit Garantie.


    Aber der Schutz einer verzinkten Oberfläche besteht gerade in der "alternden" Schicht die die Verzinkung überzieht.


    Viele Grüsse, Ernst

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.

  • Hallo Kater,


    ich glaube dir gern, dass der Stein seine Wirkung nicht verfehlt.
    Ich werde mir auch so ein Teil zulegen, danke für deinen Tipp.
    Aber verzinkte Oberflächen lässt man, wie sie sind. Ist die Zinkschicht
    erst durchbrochen, und wenn es ein punktförmige Zerstörung ist, wird sie vom Sauerstoff unterwandert und das zu schützende Metall wird angegriffen.
    Das war schon der Tot von einigen tragenden Bauteilen.


    Richtig Ernst. Dem sauren Regen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden als dem Sauerstoff. Ich habe die Fachkunde, wollte das Thema aber nicht überstrabzieren.

  • Hallo Wolfgang


    Habe mir schon gedacht, dass Du das Zeugs kennst.


    In meinem anderen "Leben" verarbeiten wir SVZ Bleche zu Regalen!


    Viele Grüsse, Ernst

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.

  • Zink, oder Aluminiumflächen bekommt man wieder oxydfrei, indem man die Flächen erst mit technischer Salzsäure abwäscht und danach mit Seifenlauge neutralisiert.


    Danach muss unmittelbar eine Behandlung stattfinden, da sonst der Oxydationsprozess sofort wieder beginnt. Bei einer kurzen Waschung beträgt der Materialabtrag aber schon einige µm, was manchmal schon zuviel sein kann.


    Besser behandelt man einen Tank einer 835, oder einer 868er mit Stahlwolle 0 und trägt danach schon nach dem Entstauben einen Primer auf.


    Putzsteine eignen sich auch hervorragend, sind aber echte Tensid-Schleudern, die ein späteres Lackieren zum Grauen entwickeln können. Auch wenn dort tensidfrei (Tenside < 5% ) drauf steht, bezieht sich das meistens nur auf anorganische Tenside. Die organischen sind aber immer noch drin. Weiterhin wird in Wirklichkeit immer leicht geschliffen. Wiener Kalk, oder einfach Calciumcarbonat ist hier der Hauptwirkstoff.


    Simon, nimm noch mal einen vernünftigen Abbeizer, reibe danach den Tank mit Stahlwolle 0 ab, neutralisiere und bring dann bitte innerhalb von Stunden einen Schutzlack auf. Somit erhälst Du die typische plattige Struktur der Tankoberfläche.



    Grüße,
    Wilm