2 flammiger Spirituskocher von Desca

  • guten tag, ich bin Solveyg und hab mich hier angemeldet weil ich Hilfe brauche.

    meine Kenntnisse am pc sind nicht so gut. ich hoffe s ist ok hier zu schreiben.


    es geht um einen desca mit zwei Brennern. ich hab den für 50,- bei Kleinanzeigen gekauft mit dem Vermerk das der unbenutzt ist. leider war das wohl ne lüge. als der ankam war an der Zündung (oder vergaser Röhrchen) der lack ab. die Brenner waren mit einer goldenen farbe angemahnt di mit dem Finger ab ging. ok... lee-h-rgeld und ärgerlich.


    ich hab den in betrieb genommen und er geht.

    in 5 Minuten kochen ca 800ml Wasser. ein 1l topf mit Gemüse ist in ca 15 Minuten fertig. braten von Mischgemüse war jetzt nicht so der hat. lag vielleicht am wok.


    die Räder/stellschrauben/ vergaser-flammeneinsteller hab ich mal komplett raus. die waren mit elsterglanz verschmiert.


    da hat einer wohl dran rumgefingert und das verschlimmbessert.


    ich will jetzt nicht nochmal einen der art kaufen. wie enders oder turm...


    wär ja alles kein ding aber das teil leckt. (nee nicht so...) es tropft immer etwas Sprit raus auch wenn die Hähne (heisse die so?) komplett zu sind. wenn ich den anmache gibt es ab und an ne Stichflamme weil beim vergasen immer noch was runtertropft. das kotzt mich an. ich weis nicht wie ich den dicht bekommen kann.


    habt ihr ne Idee? wie ich den etwas dichter bekomme das da nix mehr tropft?

  • Servus!

    Nun ja, Du bist neu, da wollen wir mal nicht so sein.

    1.- beim nächsten Mal bitte einen eigenen Thread aufmachen, wenn er so eindeutig am Thema vorbei geht.

    2.- Über Preise wird hier nicht öffentlich geschrieben / diskutiert.


    Zur Sache:

    Wo tropft es denn heraus? Hinten beim Tank oder woanders?

    Kann es evtl. sein, daß zuviel Sprit aus der "Vergaserdüse" heraus läuft?

    Dann wäre nämlich die Stopfung im Zulaufrohr zu optimieren, damit etwas weniger Sprit gefördert wird,

    aber auch nicht zu wenig, sonst brennt der Kocher zu schwach.


    Dummerweise kommt man bei den Desca's nicht an die Stopfung ran, jedenfalls wüßte ich jetzt nicht wie.

    Andere Kocher haben an ihrem hinteren Ende eine Verschraubung, die fehlt bei den Desca-Kochern.

    Habe selbst welche hier, aber noch keinen Weg gefunden.


    Aber vielleicht hat ja ein anderer User aus dem Forum das schon einmal gemacht bzw. eine Lösung parat?

    :)

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • hallo Rüdiger, : )


    es tropft vorne an der Vergaserdüse. und doch, der desca hat hinten an den röhren schrauben dran. zumindest ist da ein Gewinde unter den kappen zu sehen. da ist aber etwas vom lack dran. ich hatte ja schon so einiges über den gelesen.... wollte die schon losschrauben. auch macht es für mich sinn in dem röhr etwas reinzutun das der Sprit nicht mehr so rausläuft.


    ich weiss nicht wie Fotos hier reingehen. das könnte ich mal versuchen.


    meine Tochter so: "ey, du verschlimmbesserst das ding noch. hau den weg und kauf dir was vernünftiges" weil sie keine Ahnung hat. ; )

  • der desca hat hinten an den röhren schrauben dran.

    An meinen Desca habe ich diese Schrauben noch nicht entdeckt, vielleicht sollte ich mal die Farbe entfernen,

    damit ich die Schrauben lösen / öffnen kann. Muß mir das bei Gelegenheit mal ansehen.


    es tropft vorne an der Vergaserdüse.

    Wenn es vorne zuviel tropft und die Flammen stoßweise zu hoch schlagen, dann kommt eindeutig zuviel Spiritus heraus.

    Durch mehr Material an der Stopfung läßt sich der Durchfluß verringern. Dabei muß man darauf achten, daß man nicht zuviel stopft.

    Geeignetes Material wären stabile Baumwollschnüre, etwa Topflappengarn oder Gewehrreinigungsdochte.


    auch macht es für mich sinn in dem röhr etwas reinzutun ...

    Das macht auf jeden Fall Sinn.

    Da ich jetzt weiß, weil ich es noch nicht auf hatte und gesehen habe, weiß ich nicht,

    ob das wie bei anderen Spirituskochern bei den Desca auch so ist,

    daß die Fäden für die Stopfung spiralförmig um einen Draht gewickelt sind.


    Irgendwo im Forum findet man sicher Bilder davon, wie das auszusehen hat.

    Einfach mal die Forensuche (Lupe oben rechts) bemühen.


    Bis die Stopfung ideal gewickelt ist und wunschgemäß funktioniert,

    muß man ein wenig experimentieren - ein Geduldspiel, das sich aber lohnt.


    Hier mal ein Thread, in dem es um diese Stopfung geht (kein Desca):

    --> Spirituskocher Stopfung


    In diesem Thread geht es ebenfalls um das Thema "Stopfung" bei einem Desca:

    --> "Desca Sport" DDR Spirituskocher


    meine Tochter so: "ey, du verschlimmbesserst das ding noch. hau den weg und kauf dir was vernünftiges" weil sie keine Ahnung hat.

    Wenn Du Deinen Desca fertig hast und ihr das erste Süppchen oder einen Tee damit gekocht hast,

    wird sie Dich loben.


    Das wird schon, nur zu und gutes Gelingen!

    :)

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • guten morgen,

    das hilft mir ja schon etwas weiter. Baumwollgarn hab ich noch da und Draht.... irgendwas an Kupfer von nem Kabel. sollte ja gehen. sei denn Kupfer findet den Sprit und die Hitze nicht so gut.

    und wenn der da ne stopfuni/docht drin hat, dann geht das nur von hinten und dazu müssen die schrauben ab. du kommst von vorne ja nicht an der kleinen senkrechten düse vorbei. soweit hatte ich schon gedacht.


    danke für den link. ich such da mal nach ner Lösung.

  • Da die Baumwollstopfung unter Temperatur und Spiritus mit der Zeit vergammelt, würde ich es stattdessen mal mit Ofendichtschnur aus Glasfaser probieren. Oder einem Röllchen aus Glasfaseruntertapete. Beides im Baumarkt.

    Aber ich gebe zu, dass ich an meinen Spirituslöchern die Asbest oder Baumwolle Stopfung noch nicht getauscht habe. Und daher keine Praxiserfahrung über solcherlei Erfolg.

    Demut tät' uns allen gut.

  • Hallo


    Hier findest du etwas über die Stopfung ...


    Spirituskocher Stopfung

    Doppelt gemoppelt findet man das Gleiche schon mal, in Post Nr. 15

    --> Spirituskocher Stopfung


    ;-)

    :)

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • wie dick muss die Dichtschnur sein? so das die das röhr komplett ausfüllt? ich hab was von 4x4 mm gefunden. reicht das? und ich muss das von hinten machen richtig? ... und vorher das zeug das drin ist rausfummeln?

  • Es reicht z.B.ein Wollfaden, der einfach nur aufgefädelt wird.



    So, wie schon mehrfach drauf hingewiesen wurde (in Post 14,18 und 19 -Einfach mal auf die blaue Schrift tippen ;))


    Die Stopfung muss das Röhrchen voll ausfüllen und straff reinzuschieben sein.


    Ja, es muss von hinten erfolgen, denn auf der anderen Seite ist das Konus-Ventil mit der Regulierspindel.


    Ja, das alte Zeugs muss vollständig raus und das Messingrohr von innen sauber sein.

    Viele Grüße aus

    Sachsen-Anhalt

    Andreas

  • vielen lieben Dank, ich bin nicht so gut mit pc und schon garnicht Foren. Es war ein hülfeeeruf der mich hier her brachte.


    es hat mir auf jeden Fall geholfen. Ich Versuch das mal mit feuerfestes kaminband. Das mit der Spindel…. Hmmm ne Speiche könnte gehen. Allerdings weiß ich nicht ob die die Hitze ab kann.


    …. Oder den haller. … :stark:

  • …ich nehme einfach Pfeifenreiniger.

    Mit so einem Päckchen für paar Euro komme ich mein Leben lang hin, geht schnell, die sind aus Baumwolle, Draht ist schon dran und sehr flexibel. Da kann man zum testen schnell mal einen mehr oder weniger reinstopfen :done:.


    Viel Erfolg.

    Grüße Tino

    Wer zu wenig Fehler macht, hat zu wenig ausprobiert.

    Zu viel Nachdenken ist wie Schaukeln. Man ist zwar beschäftigt, kommt aber kein Stück weiter.

  • Allerdings weiß ich nicht ob die die Hitze ab kann.

    So sehr viel Hitze entsteht da nicht, da wird jedes Metall mit klarkommen, egal ob Alu, Messing, Kupfer oder Speichenstahl.


    Wichtig ist, daß die Wicklung mit der Stopfung nicht zu dick/feste wird, damit noch der Spiritus durchlaufen kann,

    eventueller Überdruck zurück in den Tank entweichen kann - aber auch nicht zu locker,

    damit nicht zuviel Spiritus nach vorne zum Vergaser gelangt, sonst entstehen wieder aufploppende Stichflammen.


    Im Prinzip keine komplizierte Raketentechnik, sondern ein kleines "try&error"-Spiel für geduldige Bastler-Naturen.

    :)

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • pfeiffenreiniger hab ich da. wobei die eher auspolyesterphasern sind. es wird auf jeden spannend. vielen vielen dank für eure guten Tips.ich werd das schon hinbekommen. : )

  • Tach,


    ... besorge Dir Häkelgarn aus Baumwolle. Schneide das Garn auf doppelte Länge des Zulaufrohres zum Brenner. Wickle in der Mitte der Stopfung einen festen Stahl und schiebe diese in dasZulaufrohr. Der Pfeifenreiniger ist garantiert aus Kunstfaser...


    Grüße aus dem Westmünsterland


    Klaus

  • …nö, garantiert nicht Kunstfaser.


    Grüße Tino

    Wer zu wenig Fehler macht, hat zu wenig ausprobiert.

    Zu viel Nachdenken ist wie Schaukeln. Man ist zwar beschäftigt, kommt aber kein Stück weiter.

  • Tach,


    ... wenns so draufsteht, wirds so sein. Ich habe mal sowas vor vielen Jahren gesucht, aber nicht gefunden...


    Grüße aus dem Westmünsterland


    Klaus

  • ich werd das schon hinbekommen. : )

    Ganz bestimmt!

    :)

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • eingearbeitete Bürsten .... werden wohl nicht Schweineborsten sein, sondern .... tadaaa - Kunststoff!

    Also habt Ihr beide recht 8)

  • Tach,


    ... eine Brennprobe sollte helfen. Wenns beim Verbrennen qualmt und runtertropft, ist es Kunststoff.

    Ich denke, daß fast alle Pfeifenreiniger aus Kostengründen Kunststoff- Fasern enthalten. Es mag sein, daß es hochpreisige Reiniger aus reiner Baumwolle gibt.

    Das entzieht sich aber meiner Kenntnis, da ich (dem Herrn sei Lob und Preis) schon lange nicht mehr rauche...


    Grüße aus dem Westmünsterland


    Klaus