handhabung Petroleum

  • Moin zusammen,


    ich habe hier einige Petroleumlampen (einige Runddochtlampen, Aladdin 23, Öfen, einige Petromaxe und Geniols, Vapalux) und hadere immer etwas bzgl. der Handhabung des Brennstoffes.

    deswegen mal hier einige Fragen, wie ihr Experten das so handhabt.


    1) wie entscheidet ihr, ob nachgefüllt werden muss? Es gibt ja keinen "Ölmessstab". Weiterhin ist der (zumindest mein) Brennstoff durchsichtig und durch diverse Tanköffnungen kaum festzustellen, wie voll der Tank noch ist (Blue Flame Heater mit Tankanzeige mal ausgenommen). Gibt es da Tricks? Ich behelfe mich zuzeit mit einem (kurzen) durchsichtigen Plastikstrohhalm, den ich in die Tanköffnung einführe, oben zuhalte und herausziehe. Aber vielleicht habt ihr ja viel genialere Ideen.


    2) Petroleum umfüllen? Ich habe den Brennstoff hier in 20l Kanister, die machen sich im Wohnzimmer oder auf der Terrasse zum nachfüllen nicht so gut. Darum habe ich meine Brennstoffflasche von Trangia dafür verwendet (Ursprünglich für den MSR Whisperlite angeschafft) , die 1l fasst. Leider ist das "Drückventil" nicht ganz kleckerfrei, es tropft immer etwas an der Plastikschraube vorbei. Wie macht ihr das?


    3) Wo füllt ihr nach? Eigentlich habe ich keine Lust, mich mit den Lampen in die Garage zu verziehen, wo Petroleumflecken auf dem Boden egal sind. Aber so richtig kleckerfrei bekomme ich das nicht hin, und Petroleumränder auf dem Terrassentisch sind nicht so ansehnlich. Wie macht ihr das?


    4) Petroleumfinger? Geht nur mir das so, oder kommen die Finger beim Nachtanken immer mit dem Brennstoff in Berührung?



    Ich bin gespannt auf eure Expertisen.


    liebe Grüße,

    Friedhelm



    ps: ich meine tatsächlich nur den Brennstoff. Die Handhabung von Spiritus (zum Vorheizen der Drucklampen) ist hier nicht gefragt.

  • Moin, da kann man kompliziert oder pragmatisch rangehen. Zuerstmal ist ein kleiner Trichter je nach Füllöffnung schon hilfreich. Man kann auch die Lampen die oft benutzt werden mal Auslitern und sich die Füllmenge merken bzw. notieren. ZB. auf ein kleines Küchenmass. Ich hab so ein 250 ml Teil mit Markierung und einer spitzen Ausgiessschnute. Natürlich nur noch dafür ;-). Wenn eine FH 275 Sprit braucht steht da halt 275/250 ml z.B. Lampe muss dann natürlich so gut wie leer sein. Die einfache Variante, so mache ich es eigentlich inzwischen immer, ich geh raus auf die Terrasse/Garten und giesse direkt aus der Literpulle in den Tank. Mit Taschenlampe vorher mal reinlinsen und dann nach Gefühl. Ich benutze nie die in den Flaschen steckenden Spritzdüsen. Die fliegen immer sofort raus. Die Flaschen fülle ich aus dem Vorrat mit einer Batterie Fasspumpe. Gab es in F beim Franzosenpippi für ich glaube 5/6 Euro zu kaufen. Im Inet kosten die um die 15 Euro. Damit kann man gut die Flaschen nachfüllen. Ich besabbere mich selten mit Petro, passiert es doch mal halt Hände waschen.

    Gruß Bernd

  • Hallo Friedhelm.

    Ich kann dir keine Expertise geben,da ich ja kein Experte bin,sondern nur Sammler.

    Da müsstest du zum "schnautzbart"fahren,die können das:tongue:

    ich entschuldige wie geschätzt 95 %und mehr nach Augenmaß,oder nach Tagen.

    Du kannst auch volltanken,und das jeweilige gerät leerlaufen lassen. Dabei die zeit messen,schriftlich in Tabellen festhalten.

    Dann ein Stahlbandmaß/zollstock passen schleifen für die Öffnungen.

    Dann hast du deine Parameter.


    Zum umfüllen ohne zu kleckern: einfach einen Kunststoff Kanister aufschneiden,zur "ölablasswanne" fann kannst du entspannt umfüllen.

    Oder zum umfüllen in entsprechend petroleumkännchen,mit 2 oder 3 Liter Volumen.


    Einfach Gummihandschuhe anziehen,Lappen unterlegen,der gleich zum abwischen dient

    Als gute 1 Liter Kanister kannst du die Kanister für federweiser/ neuer Wein nehmen.

    Gruß Thomas

  • Hallo zusammen, zum prüfen des Füllstands nehme ich meistens einen schwarzen Kabelbinder, da sieht man sehr schön an der geriffelten Seite den Füllstand, zum betanken nehme ich eine kleine mechanische Zahnradpumpe aus dem Modellbaubereich, funktioniert sehr gut.

    Gruß Peter

    So wie es in dem Chinesischen Sprichwort heißt:


    „Besser ein Licht in der Dunkelheit anzünden, statt über die Finsternis zu klagen.“

  • Der nicht sichtbare Füllstand ist ein stetes Ärgernis nicht nur bei Lampen, sondern noch mehr bei Rasenmähern und anderen Geräten.


    Bei Petrollampen liebe ich deshalb Bassins aus Glas.



    Nachfüllen auf einem dafür bestimmten runden Kuchenblech mit etwa 30 cm Durchmesser.

    Um das Hinablaufen des Brennstoffs aussen an der Flasche zu minimieren (besonders lästig wenn sie noch voll ist), kann man ein Stückchen Elektro-Installationsdraht abknicken und in die Flaschenöffnung legen; der Sprit läuft dann diesem nach. Bei Lampen ohne Tankdeckel benutze ich den Docht unterhalb des Brenners als Ausgiesshilfe, d.h. der Rand der Brennstofflasche muss den Docht berühren, dessen unteres Ende immer noch im Tank steckt. Dann läuft das Petrol diesem nach.

    Zum Nachfüllen von Kleinlampen gehen gut die Plastikspritzflaschen vom Laborbedarf, wo sie gewöhnlich mit Dest. Wasser, Putzalkohol oder Aceton befüllt werden. Die sind transparent und der Spritzrüssel ist schräg nach unten zurückgebogen. Für das Befüllen durstiger Lampen halt etwas langwierig.

    Man kann sich auch aus einem Stopfen und einem Glasrohr oder Plastikschlauch etwas ähnliches basteln, weil die Einliter-Brennstofflaschen sich ja gut zusammendrücken lassen. Damit geht es dann fast ganz ohne Geklecker - und man kann damit sogar Brennstoff aus dem Tank in die Flasche zurückbefördern, wenns mal etwas viel geworden ist.

  • Ich habe am 25 Liter Kanister einen Auslaufhahn montiert, und fülle das Petroleum in 1,5 liter Flaschen.

    Zum befüllen der Lampen habe ich mir, aus einem Reservestopsel was gebastelt, siehe Fotos.

    Es funktioniert gut, aber ein bisschen mit Petroleum gekleckert

    wird trotzdem, deshalb sind Handschuhe und Putzlappen immer griffbereit.

    Den Füllstand zu kontrollieren, benutze ich einen schwarzen Plastikstab.


    Grüße Ulrich


    Grüße Ulrich

  • Ich nutze zu max 3/4 gefüllte 1 Liter Grillanzünderflaschen mit spitz zulaufender Ausgießtülle.

    Wenn ich die ins Tankloch steck kann ich durch sanftes Drücken auf die Flasche Brennstoff reindrücken. Wenn dann Luft nachgezogen wird, hört man sofort, ob da bereits Brennstoff wieder angesaugt wird. Dann kann man fix die Flasche nach hinten kippen ungefähr so :hicks:- ich bekomme das so "kleckerfrei" geregelt .

    Mancher will von der Lampe den Rost abputzen, scheuert aber nur das Metall weg und der Rost bleibt sitzen.
    Zitat: Quelle unbekannt

  • Meine "Füll-Einrichung" ist ein beleuchteter Trichter.



    Durch das Licht sehe ich schön das Tankinnere und lege dann die Füllhöhe fest

    Sobald die Led in der Flüssigkeit steht, ändert sich die Lichtbrechung und der Wunschfüllstand ist erreicht.



    Die Grilliflaschen fülle ich standesgemäß in eine alte Petroleumkanne von 1.5l um, womit dann schön tropffrei entweder direkt oder per Trichter in die Lampe eingefüllt werden kann. Ein Lappen liegt immer griffbereit daneben.

    Viele Grüße aus

    Sachsen-Anhalt

    Andreas

  • Moin!

    Ich fülle meine Laterne und Lampen in der Küche nach. Restmengen aus der Laterne kommen (so sie keinen durchsichtigen Tank haben) erstmal in einen passenden Meßbecher. Dann weiß ich, daß die Lampe auch leer ist. Dann wird von der 1-Liter-Flasche in den Meßbecher und von da aus mit Trichter in die Lampentanköffnung eingefüllt. Meist kenne ich die Mengen, die in meine Laternen und Lampen eingefüllt werden. Zum Schluß muß man den Tank noch ein wenig schräg halten können, bevor der Brennstoff in der Öffnung zu sehen ist.

    Nie ganz volltanken! Petroleum dehnt ich bei Erwärmung aus und eine vollgeknallte Laterne neigt eher zum Hochbrennen (die kleineren zum Ploppen).


    Micha.

    >> No brain - no headache! <<

  • Ich benutze zum nachfüllen Trichter und höre auf das plätschern bzw. darauf, wann dieses aufhört. Nachfüllen tu ich vor Ort, lege dabei einen alten angesifften Korkuntersetzter drunter, der mir für Getränke oder Essen nicht mehr ansehnlich genug ist. Gegen tropfen reicht das bei mir i.d.R..

    Bei manchen Tanks geht es noch besser mit einem Px-Trichter alter Bauart mit rückstauender Anzeige für "voll".


    Der Hinweis, niemals die "Spritzdüsen" in den Flaschen zu lassen ist entscheiden richtig!


    Mit Petroleumgeruch oder Geschmack an den Fingern habe ich eigentlich nie Probleme, im Ggs. zu Vergällungsmitteln in Vorheiz-Spiritus.

    mit kohlenwasserstoffhaltigem Gruß, Immo

    \m/

  • um den Füllstand in einer Lampe zu prüfen, kann man auch ein kurzes Stück durchsichtigen Schlauch benutzen. Einfach das Schlauchstück in den Tank stecken und die obere Öffnung mit einem Finger abdecken. Beim Rausziehen bleibt nun das Petroleum im Schlauch stehen und man kann abschätzen, wie viel noch drinnen ist.

    Ich benutze dazu immer ein Stück Aquarium-Schlauch, funktioniert super.

  • Tag in die Runde,


    Mein ‘ non plus ultra ‘ Fülltrichter und vor vielen Jahren schon aus Deutschland importiert heisst Drychter ( Bildchen angehängt )

    Kein sauerei mehr, stoppt automatisch bei Tank= voll.

    Info gibt es weiter im Internet.

    Und meine Tische bleiben seitdem sauber..😊


    MfG vonaus NL,

    Tjerk 🤓

    ( und mit schütteln vertraue Ich meine Ohren ob Ich schon nachfüllen muß..)

  • Die "Pipettenmethode" von Luis funktioniert übrigens auch gut mit einem Glasrörchen, z.B. einem der inzwischen populären Glastrinkhalme.

    mit kohlenwasserstoffhaltigem Gruß, Immo

    \m/

  • Hallo Friedhelm,


    ich besitze ja nicht so viele Lampen, aber bei Einer, wo ich den Füllstand schlecht sehe, habe ich das Gewicht voll und leer notiert.


    Lieben Gruß, Peter.

    PX-pleibs xund

  • Hallo Friedhelm,


    zu 1):


    Ich stelle meine Lampen einfach auf eine Küchenwaage.


    Beispiel Aladin23:


    Leergewicht mit Schirm: 2869g = x

    Gewicht mit 1000ml: 3649g = y

    Gewicht von 1ml Petroleum: 0,78g = z


    (y-x) : z = Restmenge im Tank


    Für jede meiner Lampen habe ich mir somit ein Excelsheet gebastelt und brauche dann nur das aktuelle Gewicht eintragen.


    Bei ´nem Ofen wird´s zugegebenermaßen natürlich schwierig. ;)


    Grüße

    Michael

  • …also ich muss zugeben, anfangs dachte ich: was startet jetzt für ein schnödes Thema.

    Aber auch hier interessant, was bei der Schwarmintelligenz alles so am Start ist.

    Der eine (ich auch) füllt einfach mit Gefühl rein und wischt etwas Gesabber ab, der Nächste hat eine Exceltabelle und Digitalwaage.

    Spontan habe ich das Dejavu der Füllstandsmessung am Tank vom Trabbi :D

    …genau, einfach und schnell…ohne Strom, USB, vorheriges Softwareupdate und Passwortschutz :thumbup:.


    Grüße Tino

    Wer zu wenig Fehler macht, hat zu wenig ausprobiert.

    Zu viel Nachdenken ist wie Schaukeln. Man ist zwar beschäftigt, kommt aber kein Stück weiter.

  • Murphys Law:

    Das letzte kleine Schlückchen aus der Flasche, passt nie in den vollen Tank! -- Habe das mehrfach versucht, es passt einfach nicht. :besserwisser:

    Eine überfüllte Lampe verbraucht kein Petroleum! -- Man kann den brennenenden Brenner stundenlang in der Hand halten, damit das Petroleum nicht übers Gewinde schwappt, nur ein ordentlich zugeschraubter Brenner entleert den Tank zügig. :besserwisser:

  • …also ich muss zugeben, anfangs dachte ich: was startet jetzt für ein schnödes Thema.

    Aber auch hier interessant, was bei der Schwarmintelligenz alles so am Start ist.

    Hmm, stimmt, sehr interessant.

    Da ich aber kein Schwarm bin und intelligent schon mal gleich gar nicht,

    mache ich das mir als Einzeldummer relativ einfach,

    auch wenn ich auf divers. Lampensammlertreffen damit schon mitleidige Blicke geerbt habe.


    Zum Equipment bei mir zählen ein Halbliter-Messbecher mit Skalierung und ein kleiner Trichter.

    Den Trichter verwende ich aber nur zum Befüllen von Starklichtlämpscher und Lampentanks ähnlicher Natur.


    Bevor es jedoch ans Befüllen geht, wo ich voll machen möchte und nicht nur einen Schluck für den

    Kurzeinsatz einschenken möchte, wird der Tank in den Messbecher entleert, die Differenz aufgefüllt

    und feddisch - ganz ohne PC, Tablet oder Smartphone mit EinfüllApp dabei.


    Eine auf evidenzbasierten Studien erstellte Excel-Tabelle habe ich nicht, sondern benutze Brain V1,

    denn was in die Tanks meiner Funzeln passt, kann ich mir (noch) merken.


    Damit ich mir den benötigten Sprit aus größeren Gebinden kleckerfrei entnehmen kann,

    habe ich mir zu den Kanistern jeweils passende Auslaufhähne nach DIN 45, 51 und 61 gekauft.


    Im Gegensatz zu den oben aufgeführten und zugegeben manchmal recht komplizierten Gerätschaften

    und Prozeduren, die mich heillos überfordern würden, habe ich es, zugegebenermaßen gerne einfach

    und möglichst effizient. Manche sagen dazu vielleicht altmodisch / konservativ ...

    :)

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |