Lampen und Schiffslampen 19. Jahrhundert

  • Hallo liebe Gemeinde,


    mein Name ist Daniel und ich bin als Requisiteur gerade dabei Lampen zu suchen für einen Film, der um 1890 auf einem Schiff spielt.

    Gibt es unter euch in Berlin und Umland positiv verrückte, die Lust darauf haben ihre Leuchten mal auf der großen Leinwand zu sehen und mir etwas leihen können,

    oder habt ihr Tipps für mich, wo ich Leuchten aus dieser Zeit finde (gerne auch verrückt, nicht absurd teuer und gerne mehrfach die Gleichen)

    Ich bin gespannt. Danke schon mal


    und Grüße


    Daniel

  • Hallo Daniel, willkommen bei den "Bekloppten" :welcome:


    Das klingt nach einem interessanten Projekt :done: vielleicht kannst Du Dir etwas Überblick verschaffen, wenn Du mal in das Menü "Benutzerkarte" reinschaust, da sind doch einige "Fähnchen" in und um Berlin vorhanden.

    Klar, die User sind mehr oder weniger hier "aktiv", viele haben sich sicher schon seit Jahren nicht mehr angemeldet...aber alte Dochtlampen und auf Schiffen gefahrene Exemplare haben hier bestimmt viele Mitglieder in Gebrauch oder Besitz.


    Insofern wünsche ich Dir schon mal viele Kontakte mit Lampenfreunden, die Dir vielleicht helfen können :)


    Viele Grüße,

    Jürgen

    Mancher will von der Lampe den Rost abputzen, scheuert aber nur das Metall weg und der Rost bleibt sitzen.
    Zitat: Quelle unbekannt

  • Wenn alle Stricke reißen kannst du dich auch nach indischen Replikaten umsehen, die teilweise für Handlungen um 1890 geignet sind, als Kajüttlaternen oder Positionslaternen. Euer Requisiteur kann sie sicher entsprechend "altern".

  • aber alte Dochtlampen und auf Schiffen gefahrene Exemplare haben hier bestimmt viele Mitglieder in Gebrauch oder Besitz.

    Hmm.

    Auf Treffen noch selten welche gesehen ...


    Aber dafür umso mehr in den der kleinen und großen Bucht.

    Also zumindest bilden sich manche VK ein, daß das sowas sei.


    Aber ob so oder so ... viel Glück und viel Erfolg beim Finden!

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Also grade für den Zeitraum Ende 19. Jhd. wäre es gut zu sagen, was das für ein Schiff war/sein soll und ggf. auch , wo es so rumschipperte oder rumgeschippert haben soll (oder vielleicht sogar Rum geschippert haben soll).

    Zu der Zeit war ja die flächendeckende Durchsetzung moderner Technik, Verfügbarkeit durch Massenproduktion und und auch Elektrifizierung in der Schiffahrt besonders schnell.

  • Von den Positionslampen mal abgesehen, was braucht man da denn noch?

    Ich hab schon mal einen von einer Petroleumlampe beleuchteten Kompass gesehen.

    Innenraumbeleuchtung sollte um 1890 wohl Hängelampen mit Idealbrenner in der Messe sein und starre oder kardanisch aufgehängte Schottlampen mit kleineren Kosmosbrennern. Dazu Handlampen? Das sind dann aber eher keine Sturmlaternen, sondern eher Kerzenlaternen, oder?

    Alles aus Messing, weil Seefahrt und Salz.


    In der guten Doku "Auswandererschiff 1850" hatten die einfach aktuelle DHR Petroleum-Hängelampen dafür genommen, fand ich okay für den Zweck.

  • In der guten Doku "Auswandererschiff 1850" hatten die einfach aktuelle DHR Petroleum-Hängelampen dafür genommen, fand ich okay für den Zweck.

    Wobei das ja ziemlich grenzwertig ist, denn um 1850 und Petroleumlampen ...?

    Zu der Zeit war Leucht-/Heizpetroleum doch erst auf dem Weg zu uns - oder?

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Jopp, da gabs wohl eher Rüböl und Tran. Hinks hat 1865 mit seinen Flachbrennern angefangen, ebenso W&W mit den Kosmosbrennern.

    Ich finde aber gut, wenn die zumindest mit überschaubarem Aufwand versuchen, ein stimmiges Setting darzustellen. Das war da wochenlang wirklich die einzige Lichtquelle im Raum. Und sonst geht es da ja eher um den Rest: Schlafen, Anziehen, Essen wie 1850....

  • ich nehme mal an, daß auf Auswandererschiffen in diesem Zeitraum überwiegend noch Kerzen im Käfig eingesetzt waren, möglichst mit Scheiben. Noch früher n Pulverkammern sogar mit trüben aber bruchfesteren Hornscheiben. Von daher war das mit den Hängelampen schon mal gar nicht schlecht.

  • Für den Kajütbereich waren es um 1890 wohl neben den üblichen kardanischen Lampen an den Wänden, Lampen die da aufgehängt werden konnten wo man sie benötigte, in solch kugeliger Form mit dickem Glas wie mein Beispiel, oder in rechteckiger Form.

    Der nebenstehende Dosensextant stammt aus einer späteren Zeit von einer Yacht.



  • Ja, mich würde auch interessieren, in vielleicht drei Sätzen vom Daniel zusammengefaßt um welche Handlung es geht.

    Nun ... solche Gedanken habe ich seit der erste Aufruf von dem TE hier im Forum stand.

    Es wäre IMHO wirklich mal notwendig, wenn endlich mal Roß und Reiter genannt würden.

    So ein großes Geheimnis dürfte das ja wohl nicht sein, Arbeitstitel und Produktionsfirma des Streifens zu nennen - oder?

    Vor allem könnte man damit, wenigstens halbwegs, ausräumen, daß hier jemand unterwegs ist,

    der auf unschöne Art und Weise an Objekte seiner Begierde, für seinen persönlichen Fundus, nachsucht ...


    Sorry, aber das Internet ist bekanntermaßen Schauplatz nicht nur für Deals anständiger Menschen.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Hallo Zusammen,


    ich darf leider nicht allzu viel über das Projekt sagen, da ich eine Verschwiegenheitsklausel unterschrieben habe, zudem bin ich auch nicht auf der Suche nach den unbezahlbaren Schätzen aus euren Kellern, bzw. wir sitzen in Babelsberg und das Projekt nennt sich "Last Voyage of the Demeter" (gerade meinen Chef gefragt, dass darf ich erzählen) und wir würden entweder gerne irgendwo einige Lampen leihen die passen, wenn es sich anbietet, oder sie eigentlich lieber kaufen. An einem Filmset kann immer wieder etwas kaputt gehen, auch wenn dass natürlich nicht passieren soll und persönlich möchte ich nicht, dass dann unwiederbringbare Schätze verloren gehen.

    Die Schiffslampen können aus aller Welt zusammengesucht sein und wir sind auf einem alten Schoner, soviel kann gesagt werden.

    Meine Frage wäre nun eher in die Richtung, gibt es einen Trödler irgendwo in Deutschland, der viele Lampen aus dieser Zeit verkauft

    (bunte Mischung und besonders vom Look wäre schön - und die Spielzeit muss natürlich passen! Zudem hilft es auch, wenn es mehrere Lampen einer Gleichen Lampe gibt. Ich weiß, dass sind riesige Ansprüche, aber dass sind die Herrausforderungen (neben vielen anderen Dingen die zu besorgen sind), denen ich mich gerade gegenüber sehe.


    Wenn ihr Tipps habt - gerade, wo ich eine Chance habe was zu kaufen, freue ich mich natürlich. Ansonsten, wer noch Zweifel hat, kann auch gerne auf Crew-united schauen, da ist meine Filmographie drin, die mich als Requisiteur ausweißt.


    Liebe Grüße


    Daniel

  • Hallo Zusammen,


    ... zudem bin ich auch nicht auf der Suche nach den unbezahlbaren Schätzen aus euren Kellern, bzw. wir sitzen in Babelsberg und das Projekt nennt sich "Last Voyage of the Demeter"

    Hat aber nichts mit dem fertigen gleichnamigen Film zu tun?

  • Hier ist ein Dracula-Fan!

    :bounce:


    Das mitm Trödler wird nichts werden.

    - Ich kenne keinen, der euch mit leuchtfertigen alten Lampen versorgt. Die Teile müssen meist fachmännisch überarbeitet werden, damit sie funktionieren

    - Wenn der Film 1890 spielt, sollen die Lampen ja nicht so aussehen, als ob sie 100 Jahre aufm Dachboden lagen. Die Dinger sind 1890 neu, in Gebrauch und blank geputzt, gerade auf nem Schiff.


    Sinnvollerweise würde ich neue, echte Petroleumlampen aus dem Bootszubehör kaufen oder neue Repliken aus Indien, wie Rolf schon sagte. Die Dinger sind einsatzbereit, technisch gleich und vom Design her zumindest ähnlich.


    Wenn das passt, können wir hier sicherlich ein paar kommerziell erhältliche Modelle zusammenstellen