Excenterwelle fest - zum Reinigen lieber dranlassen?

  • Einen schönen Abend allerseits.


    Bei der Aufarbeitung einer verranzten Aida Express 1250 (wohl recht altes Modell) bin ich inzwischen bei der fast vollständigen Zerlegung zwecks Komplettreinigung angekommen. Fast weil ich es bei diversen Lampen bisher noch nie mit einer dermaßen im Vergaserunterteil festsitzenden Excenterwelle zu tun hatte ||


    Ich würde natürlich gerne auch hier die zerlegten Einzelteile reinigen, zumal das montierte Teil jetzt noch zu lang für mein Ultrachallbädchen ist. Bevor ich da jetzt mit noch mehr Gewalt rangehe (WD40 und Anwärmen mit Lötlampe brachten nichts) überlege ich aber, ob ich das lieber so lasse, bevor da an dem kaum ersetzbaren 250 Vergaserunterteil was lädiert wird oder da drin ein Wellenschaft mit fertigem Sechskant übrig bleibt.

    :/Die Betätigung läuft rund und leicht, das Timing der Steuerstangen zueinander und zur Handradaufnahme stimmt soweit und die Höhe der Düsennadel sah vor dem Zerlegen auch vorschriftsmäßig aus. Testen konnte ich die Aida ob ihres Gesamtzustandes nicht. Hat eine Reinigung im einfachen Zitronensäurebad auch ohne vorheriges Zerlegen Aussicht auf Erfolg oder sollte ich da (ohne nähere Metallbaukenntnisse!) noch weiter an der Einschraubung ackern? oder hat jemand von Euch einen Trick, wie ich das mit meiner Heimwerkeraustattung lose kriege?


    mfG

    Immo

  • Um den Sechskant nicht zu vernudeln, würde ich einen Ringschlüssel oder Rohrleitungsschlüssel verwenden.

    Heiß gemacht hast du die Stelle ja schon... könntest es noch zusätzlich mit Abschrecken in kaltem Wasser versuchen.

    Gruß

    Marc

  • Das Teil auf eine Metallplatte oder ähnliches legen und mit einen Kupferhammer draufklopfen.

    Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

  • Ein Versuch mit Kältespray oder tiefgefrieren und dann kochend Wasser drauf könnte noch was bewirken und die festgebackenen Teile etwas zugänglicher für erneute Kriechölbehandlung machen. Kann durch leichte Plastikhammerschläge unterstützt werden.

    Aber warum?

    Wenn bisher alles leichtgängig ist und soweit funktioniert wie Du schreibst, kann man sich das für später aufheben , wenn man denn mal wirklich dran muß.

    Gereinigt bekommt man das sicher erst mal so genauso.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

    Edited once, last by Netzwerk ().

  • wenn du ihn unbedingt weiter zerlegen möchtest,am besten den sechskant in einen Schraubstock spannen.

    Dann vorsichtig den Vergaser drehen,somit hast du den besten Griff, und versaust nicht den sechskant.

    Gruß Thomas

  • DAs ging ja schnell mit schon vielen guten Vorschläge!


    @ Marc: Ringschlüssel hatte ich schon dran, Rohleitung müßte ich mir besorgen, ber der seht für mich nicht viel anders aus. Beim Abschrecken hatte ich Sorgen ob sich da was verzieht oder reißt ...


    @ Nafta: Kupferhammer hab ich leider nicht, nur Kunststoff und Gummi.


    @ Tiefkühl bin ich nicht drauf gekommen, probier ich noch mal. Sonst laß ich das wohl eher mit weiteren Versuchen. wollte mal richtig gründlich sein.


    @ Thomas: Das klingt gut, werde ich nach dem Frosten so noch einen Versuch machen.


    Danke schonmal, Immo

  • Moin,

    ich sehe da eine andere Lösung als einzig möglich an.

    Damit der sechskant überhaupt eine Chance hat, würde ich nichts anderes als eine passende lange sechskant Nuss nehmen.

    Nur so sind die Flächen am 6 K wirklich belastbar.

    Mit einem 12 Kant Ringschlüssel oder einem Maulschlüssel hast du schon verloren.

    Ausserdem einen wirklichen " Röstlöser" verwenden, und zwar von innen und aussen, und dazu mal etwas wechselnde Temperaturen damit das Mittel in die Gewindegänge kriechen kann.

    WD 40 ist ein Mittel welches Wasser verdrängt (WD =Water Drain) und schmiert, aber leider kein wirklicher Röstlöser.

    Klar, um Rost geht es bei den Teilen nicht, aber klar darum wie weit ein Zusatzmittel an die nötigen Stellen kriechen/eindringen kann.

    Wenn dann die Reibung möglichst weit verringert ist, könnte es besser gelingen den Stutzen zu lösen, ohne etwas zu zerstören, oder die Flächen zu verhuntzen.

  • Steckschlüssel oder Nuss wäre auch meine erste Wahl.

    Zusätzlich heiß und kalt machen, und vielleicht auch mal ein paar Tage in Petroleum / Benzin einlegen.

  • :bang: Los isses das Ding!


    Hatte etwas gedauert, weil ich mir ne Halsentzündung eingefangen hatte. Hatte die Zeit aber genutzt um ordentlich mit MoS2-Kriechöl vorzubereiten (nicht daß ich einen Effekt bemerkt habe) und auch Tieffkühl Heißabschreckattacken. Lange Nuß hatte ich organisiert, brachte aber in meinem behutsamen Versuch auch nichts. Mit den "Killernüssen" wollte ich auch nicht ran, solange die Mechanik funktioniert und ein Zerlegen nicht unbedingt notwendig ist. Danach dann wie oben vorgeschlagen den Sechskant in den alten Hartholzschraubstock in Opas früherem Keller aber da drehte es auch durch. Also in den fiesen metalligen mit Schutzeinlage. Drehte in der Unterlage auch durch. Also fieß direkt zwischen die Metallbacken und dann mit dem ganz großen Rollgabelschlüssel an den Vergaser gepackt. Dann gab es irgendwann endlich eine Achteldrehung nach. Nochmal eingespannt und angesetzt und dann gab es leichter noch eine Vierteldrehung nach. Danach rausgenommen, den Rest ging die Exzenterwelle dann mit Daumen und Zeigefinger glatt raus. Meine Fresse!



    Soweit alles heil geblieben, nix verzogen. Nur der Sechskant an der 107 is etwas vergrießgnaddelt. Erst mal fertig auseinander und dann mit ab ins Ultraschallbad.

    Bis zur gelegentlichen Remontage kann ich mir ja noch überlegen, ob ich für den den ziemlich alten alten Vergaser ne neue 107 besorge und reinzubauen versuche oder lieber das mit der alten riskiere.


    Danke für die in der Summe letztlich erfolgreichen Tipps!

    :weizen:

  • Danke, ich weiß. Sonst würde ich die beim nächsten Einschrauben auch schlicht umgedreht verwenden. Nach dem Ultraschall sieht der Sechskant auch schon wieder weniger angenagt aus.

  • Mittlerweile ist die Welle und der Wellenschaft wieder dran. Reinschrauben ging ähnlich leicht wie nach dem Lösen und am Schluß festziehen auch. ich denke der alte Wellenschaft macht noch etwas.


  • Den Sechskant kann man ja auch ein bisschen nachfeilen, und dann beim nächsten Lösen mit der schon so oft (auch von mir) gelobten Zangenschlüssel drangehen.

  • So, ich hatte für eine Hilfeleistung während der Ostertage als "Aufwandsentschädigung" einen Amazon-Gutschein bekommen und hab e das als Anlass benützt, um mir einen der hier so glorifizierten Knipex Zangelschlüssel zu ordern. Mal sehen ob der wirklich so gut ist. Vielleicht hilft er ja mein verbliebenes leichtes Inkontinenzproblem an der Ober-Unterteilverschraubung endgültig hinzukriegen.

  • Is gestern angekommen, Eindruck ist auf mich ähnlich überzeugend, wie die die Cobra XS die ich schon habe. Habe sogar die Überwurfmutter am vergaser damit etwas weiter anziehen können, leider wurde das Leck dabei noch größer ||

    Also wieder auseinander und weiterfrickeln ... dabei sollte das Ding aber auch helfen ...

  • die Cronenberger sind eine der wenigen Hersteller, auf deren Qualtität man sich seit über 100 Jahren immer blind verlassen kann.

    Wer eine langlebige und hochwertige Zange, -welcher Art auch immer-, benötigt, hat mit deren Markenprodukten eine gute Quelle.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !