Beagidlampe

  • Hoi Liane

    unter anderem findet sich hier https://www.karl-heupel.de/dok…p?id=grubenlampen:seippel

    ein wenig zu diesen Grubenlampen.


    Es ist jedenfalls eine Azetylen-Sicherheitslampe.

    Beagid ist in Form gepresstes Kalziumkarbid mit irgendwelchen Zusätzen ("Imprägnierung").

    Du kannst davon ausgehen, dass zum Öffnen der Lampe unterschiedliche Mechanismen eingesetzt wurden um ein Öffnene unter Tage (Explosionsgefauhr) zu verhindern. Welches System hier verwndet wurde muß man näher ausforschen, könnte sein dass es ein einfacher Vierkant ist der erst mal aufgeschraubt werden muss. Danach sollte man das Unterteil abschrauben können.

    Es gab auch sog. Magnetverschlüsse usw. Ein weites Feld.

    Beagid stellte wohl auch Schweißgaserzeuger her.

    Einfach mal ein wenig im Netz suchen, es findet sich einiges zum Thema.

    Eine evtl. Inbetriebnahme wird für Unwissende überhaupt nicht einfach zumal mit Karbid einiges beachtet werden muss.

    Das setzt schon mehr als Grundkenntisse voraus , man sollte wirklich wissen, was man da genau tut.

    Eni erbsengroßes Stück Karbid mit ein paar Tropfen Wasser im Badezimmerwaschbecken setzt genug Azetylengas frei welches in Verbindung mit Luftsauerstoff bei Entzündung schon mal einen mittelgroßen "PUFF" macht (aus eigener Erfahrung geschrieben...)

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

  • Hallo Netzwerk,

    Da haben wir beide zu gleicher Zeit geschrieben.

    https://www.karl-heupel.de/dok…n:seippel_azetylen_2b.jpg

    Karl Heupel hat Lianes Lampe auch gelistet.

    Weitere Informationen findest du auch hier:


    https://www.karl-heupel.de/dok…er_lampe_an_der_front_wki


    Lass die die Lampe nicht billig abschätzen. Sammler zahlen viel Geld dafür :]

    Grüße aus Franken Wilhelm

  • Dann muss sie mal schauen welcher Verschluß da zur Anwendung kam; auf dem einen Foto sieht es nach Vierkant aus obwohl da nun eine Mutter draufsteckt.

    Naja, vielleicht berichtet sie ja noch weiter.

    .

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

  • Hallo, ich komme hier nicht mehr weiter. Die oberen Lampenteile konnte ich gut abschrauben, aber bei den beiden unteren Behältern komme ich nicht klar. Da ist kein Vierkant, mit dem ich das öffnen könnte. Dieser Pinorkel, den man sieht das ist der "Wasserhahn". Es fehlt wohl so eine Art Flügelschraube, womit man ihn betätigen würde. Ich habe auch im Netz keine Anleitung dazu gefunden. Zwischen den beiden Behältern ist deutlich eine Dichtung zu erkennen, aber einfaches Abschrauben geht m. E. Nicht wegen der Nase, die in der kleinen Aussparung sitzt. Muß man evtl. Oben die große Messingschraube lösen oder am Unterboden die Flammen-Regulierschraube? Viele Grüsse Liane

  • Vorab: ich kenne diese Lampe nur von Bildern und habe lediglich ERfahrung mit ein paar Karbidlampen einfacher Bauart.


    Mal alles was nach Dichtungsspalt und Schraube/Gewinde aussieht mit Rostlöser, WD40 o.ä. gut benetzen/fluten und mal einen Tag wirken lassen.

    Erst dann versuchen diese Teile zu bewegen wenn sie festsitzen. Wenn nichts fest ist gehts natürlich ohne diese Massnahme.


    Sofern Du keine Schnittzeichnung gefunden hast wo man den Aufbau sehen kann bleibt nichts anderes als am Boden deise Knebelschraube zu lösen. Oben die Messingschraube sitzt ja eigentlich innerhalb des Schutzglases und könnte zur Brennerbefestigung dienen. Schwer vorstellbar daß man zur Befüllung das Oberteil der Lampe demontieren musste.


    "Flammen-Regulierschraube?": bei Karbidlampen wird eine bestimmte Anzahl Wassertropfen die auf das Karbid fallen eingestellt. Wenn die Reaktion in Gang gekommen ist kann man da nichts großartig an der Flamme regulieren. Einmal die korrekte Menge eingestellt und fertig. Das befeuchtete Karbid gibt solange Azetylengas ab bis es ausreagiert hat ca. 8...12h bei korrekter Füllmenge.


    Insgesamt ist das ja nun auch kein so komplizierter Aufbau und zum Grundreinigen wird man es alles was demontierbar ist demontieren.

    Notfalls Fotos machen dann weiß man später was zu was gehört.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

  • Genau, in dem von Rolf verlinkten PDF sind ab PDF Seite 37 diese Beagidlampen aufgeführt.

    In meinem Post weiter oben hatte ich auch schon auf einen möglichen Magnetverschluß hingewiesen.Es gibt/gab dort unterschiedliche Systeme, mit Permanentmagneten und Elektromagneten.

    Welcher Typ von Magnetverschluß da nun genau verbaut ist kann dir hier vermutlich keiner sagen.

    Vielleicht kontaktiertst Du mal den Herrn Heupel, vielleicht können auch manche rührige Bergbauvereine oder Museen da weiterhelfen.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !