Petroleumsignallaterne (DRG) von Kampschulte wieder fit machen

  • Hi,


    ich musste heute einfach eine alte Petroleumsignallaterne (DRG) von der Fa. Kampschulte aus Osnabrück kaufen.


    Nun geht es mir zuerst einmal um zwei Sachen. Ich möchte gerne wissen wie alt sie ist. Dazu habe ich ein paar Fotos gemacht. Ich erkenne da auf dem Schild ein "425 46". Könnte auch " 422 46" sein. Die 46 erkenne ich aber ziemlich sicher. Heißt das, das sie von 1946 ist?


    Dann die zweite Sache. Ich bekomme draußen an der Seite keins der beiden Räder gedreht, will aber nichts kaputt machen. Was kann ich tun, damit sich die Räder wieder drehen. Irgendwie scheint das seit ewigen Zeiten nicht mehr genutzt zu sein, und ist daher durch Rost extrem festgesetzt. Auch dazu habe ich mal ein paar Fotos gemacht.


    Bereits jetzt Danke für eure Antworten.


          

  • Das Übliche was man mit festgerosteten Wellen , Schrauben usw. eben macht.

    Also alles die Teile tagelang mit Rostlöser, Petroleum o.ä. fluten.

    Das kann manchmal auch Wochen dauern.

    Danach vordichtig versuchen, ggfls mit Heißluftpistole o.ä. warm machen.

    Sachtes (!) Klopfen hilft danach auch zu lockern.

    Daneben gibt es auch Eisspray mit Rostlöser was man versuchen kann.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

  • Das Übliche was man mit festgerosteten Wellen , Schrauben usw. eben macht.

    Also alles die Teile tagelang mit Rostlöser, Petroleum o.ä. fluten.

    Puhh, also wirklich komplett fluten (sprich die Teile müssen da so richtig in der Suppe liegen?


    Was ist mit dem Alter. Kann mir da Jemand weiterhelfen?

  • Kannst auch WD-40 Öl oder ähnliches in ein Präservativ füllen und das dann darüberstülpen. :nikolaus:


    Es wurde schon alles gesagt, nur nicht von Jedem. (Karl Valentin)

    Edited once, last by DIDIP: Vertan sprach der Hahn… ().

  • Tach,


    ...werf das Teil in Petroleum. WD-40 ist eigentlich auch nur Petroleum mit Additiven in homöopathischen Dosen. Zerleg es soweit wie möglich, damit Du nicht soviel Petroleum brauchst.

    Wenn Du anschließend das Petroleum mit einem Kaffeefilter filterst, kann es sogar noch in einer Starklichtlampe verleuchtet werden...


    Grüße aus dem Westmünsterland


    Klaus

  • Mit Rostlöser o.ä. fluten und danach mit Heißluftpistole rangehen, wie oben beschrieben, würde ich nicht empfehlen. Da sind Lösemittel drin. Die können sich entzünden. Schlimmstenfalls kann es auch zu einer Verpuffung kommen.

  • Man soll es nicht glauben. WD-40 hat bereits jetzt seine Schuldigkeit getan. Gerade konnte ich die Räder wieder drehen und dadurch auch den Tank aus der Lampe nehmen. Der Tank ist minimal undicht. Werde ich wohl mit Bootslack wieder hinbekommen.


    Wo ich aber keine Lösung für habe ist der Boden der Lampe. Da hat der Rost ziemlich seine Wirkung gezeigt. Hier mal zwei Bilder davon:



    Beim ersten Bild habe ich die Lampe auf den Kopf gestellt. So sieht sie also von unten aus. Das zweite Bild zeigt den Boden vom Innenraum aus.


    Habt ihr da Ideen wie ich das am besten hinbekomme. Meine Idee war mit Citronensäure entrosten und dann mit Owatrol versiegeln. Damit sind zwar nicht die Löcher weg, die der Rost in den Boden gefressen hat, aber ein weiter Rosten doch verhindert.

  • Pass in jedem Fall auf den Glasreflektor auf. Das ist das absolut teuerste Teil an der Lampe.

    Es werden genug Lampen dieser Art mit defektem Reflektor , Brenner etc. die im Gehäuse noch super sind angeboten.

    An Deiner Stelle würde ich mir so was holen und mit den vorh. Teilen neu aufbauen.

    Ein neues Blech mit den Aufkantungen einsetzen erfordert halt schon etwas mehr Können in der Blechbearbeitung.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

  • Puhhh, ich glaube das ist fast schon die beste Lösung. Denn der Glasreflektor ist an dieser Lampe echt noch super. Ach ja. Habe auch mittlerweile raus was "422 46" bedeutet.


    Das ist die 422 produzierte Lampe die man im laufenden Produktionsjahr 46 (1946) produziert hat.