Lämpchen Kneusel , Zeulenroda

  • Okay, ich habe die Tage den regionalen Sammlungsbestand erweitert und zwei Teile aus Zeulenroda gekauft. Eigentlcih war ich am Zweifeln ob ich mir einen Kauf von Einzelteilen wirklich wieder antun will, aber letztendlich kam das.


    Eine kleine Wandlampe mit Muschelreflektor und zweilinigem Flachbrenner. Keinerlei Schäden, gut vorpoliert. im Frühling hatte ich in einem Trödelgeschäft mal einen kleinen gemarkten Zylinder mitgenommen... gemarkt mit CKZ, 2'''. Und er passt. Also eine komplettes Lämpchem mit korrektem Glas. Was für ein Glücksfall. Freue mich schon auf das bischen Aufarbeitung.


    Und dann das andere Teil, auch aus Zeulenroda. Ähm. Ja. Glastank, Vasenring und Brenner und Galerie tadellos ohne Schäden. Aber offensichtlich fehlt die eigentliche Lampe. Und meine bisherige Erfahrung endet bei Wandlampen.

    Ich würde gerne wissen wie das Teil in etwa ausgesehen haben könnte, ob jemand das drumherum übrig haben könnte ( war ja wohl eh nur variabler Zukauf), genausogut würde ich es aber auch abgeben wenn jemand genau sowas gebrauchen könnte. Mir ist egal welcher Weg beschritten wird, nur so sollte sie nicht bleiben :-)

    Ich vermute es gehört in eine Deckenlampe mit 2D Eisendrahtaufhängung und unterem Gußhalter wo der Zapfen einrastet. Oder sowas.


    Grüße byPö

  • Statt auf Deckenlampe würde ich darauf tippen, dass der Tank mit dem Zapfen in einen Messing- oder anderen Metall-Fuß eingegipst war (als Tischlampe). Ein solches Teil separat findet man beispielsweise in der Hütte unter "Lampenfuß".


    Grüsse,


    Christina

  • Habe ich auch drueber nachgedacht, aber macht kein Sinn das es da einen Messingzapfen unten gibt wenn man sie eingipst. Aber ich hab mal Haengelampen gesehen die als einzige Fixierung unten eine Gussirgendwas - Aufnahme hatten. Ansonsten hind der Glastank frei.Da wuerde ein Messingzapfen Sinn machen. Oben war ein Blech/Porzellan/Keramikreflektor.

    Aber ist nur eine Vermutung.

  • Könnte es sein, dass das Messing-Teil, das am Glas unten hängt, eigentlich von einem Fuß stammt? Wie ist das denn am Glas befestigt - hat das Glasbassin selbst auch einen Zapfen, der in das Messing reicht?


    Grüße,


    Christina

  • Guten Morgen Sirko,


    was meinst Du zu der Annahme, dass es sich bei Deiner Lampe mit dem Zapfen unten drann um eine

    Wandlampe handelt? Der Zapfen würde dann in eine Halterung an der Wand gesteckt werden.


    Grüße

    Jörg

  • Könnte es sein, dass das Messing-Teil, das am Glas unten hängt, eigentlich von einem Fuß stammt? Wie ist das denn am Glas befestigt - hat das Glasbassin selbst auch einen Zapfen, der in das Messing reicht?

    nein, es ist eine unten geschlossene Hülse, leicht konisch. Ich kann nicht sagen das Messing am Glas befestigt ist, man sieht nichts, bzw. ist es ziemlich passgenau. Ich denke da ist ein glaszapfen drunter, und die Messinghülste hat nur Schutzfunktion für das Glas bei der Verwendun.


    um eine Wandlampe handelt?

    Hm. interessante Überlegung. Du meinst man schraubt einen Arm an die Wand der aussieht wie ein Kerzenhalter, nur statt der Kerze steckt man die Lampe drauf.

    Ich glaub ich wälz mal zur Inspiration paar Kataloge.....

  • Moin Sirko,


    wenn ich mir den Zapfen an deiner Lampe so ansehe, dann war er mit Sicherheit nicht dafür gedacht, eingegipst zu werden. Dafür ist er zu gut gearbeitet. Ein Glaszapfen hätte für diesen Zweck gereicht.


    Ich denke im Moment an Klavierlämpchen. Alte Klaviere haben links und rechts über den Tasten Kerzentüllen. Könnte der Zapfen deiner Lampe dort hineinpassen?


    Oder einfach gefragt, passt der Zapfen, um in einen Kerzenleuchter gesteckt zu werden? Wenn ja, denke ich das wir die Aufgabe des Lämpchens gefunden haben.


    Ich finde Jörgs Überlegung richtig - nur sie engt den Einsatzbereich ein.


    Grüße


    Hans-Werner

  • Hallo Sirko,


    meine Überlegung kam nicht von ungefähr wie Du ja sicherlich schon vermutet hast.

    Mir liegt ein 33 Seiten starker Photo Katalog der Firma Kneusel vor in dem Deine Lampe

    mit drin vorkommt:


    Als ebenfalls erhältliches Zubehör gab es einen Messingfuß mit einer Hülse darauf in die man die Lampe stecken und somit als

    Tischlampe verwenden konnte.


    Grüße

    Jörg

  • Hallo,

    solche Steckzapfen waren nicht unüblich v.a. tauchen solche Vasen und Messinghülsen bei frühen Lampen auf und waren wohl die Vorläufer der Schraubzapfen.

    So wurden die Bassins recht stabil in Halterungen für Wandlampen, Tischlampenfüsse und Hängelyren eingesetzt und konnten so z.b. zum Reinigen einfach entnommen werden

    Als Beispiel hier ein paar Fotos des Lampenfußes von CAK der an anderer Stelle hier im Forum schon Thema war. Er ist über die große Bucht zu mir gekommen ist, hatte zum Glück noch die Messinghülse und ist jetzt mit eingegipstem altem Glasbassin wieder zur Lampe geworden ist.


    Grüße

    Ralph

  • Danke für die Auskünfte. Eine Forenrecherche lieferte noch eine Lyravariante, wo ich ursprünglich dran dachte.


    Endlich mal was Schönes für indoor


    Insbesondere was Jörg da zeigt sieht nicht so aus als ob einem die benötigten Teile begegnen würden, aber schön erst mal die Bestätigugn zu haben das Brenner und Tank zusammengehören!


    Falls nicht jemand was passendes zum Halten hat muss ich wohl mal nach einem massiven Kerzenständer Ausschau halten um sie überhaupt erst mal hinstellen zu können.


    Was man aber sagen muss... die Brenner sind äußerst stabil gebaut, die Materialstärke ist wirklich dick. Tolle Qualität.


    byPö

  • ...

    Falls nicht jemand was passendes zum Halten hat muss ich wohl mal nach einem massiven Kerzenständer Ausschau halten um sie überhaupt erst mal hinstellen zu können.

    ...

    Viel Glück.

    Ich suche auch gerade so einen Ständer für meinen Pigeon Kerzeneinsatz, der einen Durchmesser von 27 mm hat.

    Da dieser Durchmesser von den normalen Kerzendurchmessern abweicht, und man das auf Auktionsbildern nicht sehen kann, muß man bei dem Verdacht es könnte passen jedesmal nachfragen.

  • ja, merk ich auch gerade :-) 24mm hätte ich was da. Oder aus Holz welche, aber ....neeee... . Porzellan und Keramikflaschen passen teilweise, ist aber auch bissl iiiks.


    Hab ihn jetzt erst mal auf einen Glas-Fliegenfänger von 1895gesetzt, sieht etwas eigenartig aus aber Not macht erfinderisch. Solange ich ihn nicht drauf festkitte :-)

  • An sich eine gute Idee, mit Metallzapfen das gleiche Bassin für Tisch- wie für Hängelampen verwenden zu können.

    Aber: Beim Betanken muss man irgend einen Behelf haben, weil das Ding nicht von selber steht.

    Früher hatte man diese Petroleumkannen mit langem Rüssel, damit ginge das Nachfüllen vermutlich sogar in der Lyra ohne allzuviel Gekleckerei.

    Viel Glück.

    Ich suche auch gerade so einen Ständer für meinen Pigeon Kerzeneinsatz, der einen Durchmesser von 27 mm hat.

    Da dieser Durchmesser von den normalen Kerzendurchmessern abweicht, und man das auf Auktionsbildern nicht sehen kann, muß man bei dem Verdacht es könnte passen jedesmal nachfragen.

    Versuchs mal mit den Kerzenständern, wo man die Kerze in der Höhe verstellen kann (die mit dem langen Schlitz in der Seite, worin ein Metallstück raufgeschoben und durch eine Stellschraube mit Zierkopf seitlich festgestellt werden kann). Die sind im Innendurchmesser etwas grösser und im Trödel noch recht leicht zu finden. Es ist natürlich trotzdem eine Chimäre, sowas zu kombinieren.


    In Deutschland ist die Suche nach einem alten massiven Lampenständer vermutlich noch unergiebiger als in der Schweiz, aber auch hier wurde aus kriegswirtschaftlichen Gründen sehr viel Buntmetall eingesammelt und vernichtet.


    Du könntest, wenn es aus Holz sein darf, auch etwas passend drechseln (lassen). Dunkle Holzarten wie Nussbaum oder gebeizter Birnbaum könnten auch farblich gut mit Messing harmonieren.