Lampenbestimmung: Kästner & Toebelmann, Erfurt

  • Danke für den Tipp Rolf. Vielleicht eine gute Option um das neue DSR nicht gleich wieder zu flambieren.


    Für den Schirmhalter war ich bei Weichlot aber etwas besorgt wegen der Festigkeit... die Ärmchen sollen ja einen Glasschirm halten.

  • Auch solche DSR sind in der Regel weich auf die Welle gelötet worden.

    Ein wenig die Welle erhitzen, und man kann das DSR abziehen, und auf die vorhandene Welle löten.

  • Genau. Weichlot ist zumindest für den Schirmhalter richtig.

    Alle bei mir befindlichen (auch die originalen) Schirmhalter sind weichgelötet.

    Hat sich mit meiner Antwort überschnitten. Wenn du die Erfahrung gemacht hast dass die Festigkeit gegeben ist, werde ich wohl ausschliesslich mit Weichlot vorgehen. :thumbup:

  • Weichlot ist die erste Wahl.

    Bei Silberlot musst du viel mehr Erhitzen und alle Weichlotstellen in der Nähe, z. B. die Dochtzahnräder lösen sich, wenn du Pech hast.

    Lothar

  • Danke Lothar. Ihr habt mich ja schon überzeugt...:)


    Ich hätte zumindest am Schirm ursprünglich Silberlot mit einer Arbeitstemperatur von 650° verwendet, aber je schonender, desto besser natürlich. Und der Hinweis, dass ich insbesondere am DSR ungewollt andere Verbindungen aufschmelze ist auch nicht von der Hand zu weisen.


    Also... es wird alles weichgelötet. :thumbup:

  • Dank des gut sortierten Foristen Markus ist heute ein passendes Dochtstellrad angekommen... im demontierten Zustand ging die Reinigung natürlich viel lockerer von der Hand.


    Ich finde das sieht vielversprechend aus


    Auf Bildern scheint die Schrift ursprünglich in gold oder weiss ausgelegt gewesen zu sein? Für genauere Informationen oder Tipps, wie dies zu bewerkstelligen wäre, bin ich natürlich offen...

  • Weiße Schrift auf schwarzen Glaslinsen kann man ganz gut mit Tipp-Ex nachziehen. Das ist allerdings immer eine kleine Geduldprobe.

    Ich wollte deshalb demnächst mal weiße Schuhcreme probieren.

    Gold mag ich da gar nicht, dass sieht immer merkwürdig aus...

  • Bei Radio-/Funkgeräterestaurationen wird teilweise einfach Zahnpasta für die Zeigerstriche auf Drehknöpfen verwendet. Das "Deckweiß" aus dem Wasserfarbmalkasten soll auch gehen.

    Grüße


    Andy


    Fiat Lux !

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  • In dem DSR-Thread hatte ich mal auf den Tip von Max Pedro zum Wiederherstellen der Schrift verlinkt. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.


    Gerade bei Beschriftungen mit sehr feinen Linien (wie z.B. den kleinen Hugo-Schneider-DSR) sieht Gold/Messing m.E. gut aus und ist zumindest bei Hugo Schneider auch original verwendet worden.


    Von Kaestner & Toebelmann habe ich einen Brenner mit Flügelrad-DSR, bei dem mir die goldene Farbe tendenziell original erscheint (etwas abgegriffen; sicher ist's allerdings nicht, da der Brenner gebraucht zu mir kam). Das sieht auch besser aus als das gleiche DSR mit von mir in weiss wiederhergestelltem Flügelrad...


    Grüsse ins Forum,


    Christina

  • Also mit Zahnpasta habe ich es versucht...^^. Aufgrund der Gel-artigen Konsistenz aber kein wirklich brauchbares Ergebnis erzielt. Da braucht es wohl eine klassische, alte Form der Zahnpasta damit es funktioniert.


    Zudem haben mir die Bilder in dem verlinkten Thread sehr gut gefallen, so dass ich mich letztendlich für ein Wachs mit Messingpartikeln entschieden habe.


    Wie ich finde für den allerersten Versuch kein allzu schlechtes Ergebnis geworden. Natürlich nicht perfekt, aber vielleicht lässt dies das DSR sogar etwas authentischer aussehen:

  • Das DSR ist aber noch nicht an der Welle des Brenners, oder?

    Nein Rolf. Zum einen wollte ich erstmal testen wie ich als Anfänger mit dem Material klarkomme, und zum anderen sehen wie das Ergebnis auf mich wirkt.


    Ich bin jedenfalls darauf eingestellt dass das Wachs den Lötvorgang nicht überleben wird, falls deine Frage darauf zielte. ^^


    Aber die kleinen Dose reicht für eine Unmenge an Anwendungen... damit kann ich auch noch viele weitere Dochtstellräder bearbeiten, da man ja wirklich nur winzigste Mengen benötigt.


    Auf jeden Fall ein tolles Material, und super einfach zu verarbeiten. Und, wie ich finde, wirkt die Schrift in Messing sehr gelungen.

  • Ja, ich selber nutze Goldwachs für Bilderrahmen und ähnliche Geschichten.

    Für solche Lötungen sind kleine Schraubstöcke brauchbar, die erstens Teile halten, und dann auch Wärme ableiten.

  • Heute alles erfolgreich verlötet (sogar ohne das Wachs im DSR aufzuschmelzen), Docht eingezogen, befüllt und angeleuchtet.



    Aber kaum habe ich mich fertig gefreut, werde ich mich von der Lampe schon wieder trennen... wenn auch nicht komplett.


    Meine Mutter hat sich heute nämlich direkt in die Lampe verguckt. Und da sie daheim auch passend im Jugendstil möbliert ist, wird die Kästner & Toebelmann bei ihr sogar besser aufgehoben sein.


    So haben wir also beide Freude daran. Und es bleiben ja noch genügend Lampen für mich übrig... ^^

  • Super das das so ein erfolgreiches Ende gefunden hat! Klappt ja nicht immer.

    Ich wollts nur zum Schluss noch mal sagen - es ist voellig offen ob das eine K/T ist, in den hiesigen Unterlagen ist das Modell zumindest nicht drin. Aber der Schwiegermutter ist das ja vermutlich wurscht, also alles in Butter....

  • Super das das so ein erfolgreiches Ende gefunden hat! Klappt ja nicht immer.

    Ich wollts nur zum Schluss noch mal sagen - es ist voellig offen ob das eine K/T ist, in den hiesigen Unterlagen ist das Modell zumindest nicht drin. Aber der Schwiegermutter ist das ja vermutlich wurscht, also alles in Butter....

    Auf jeden Fall, auch Dank eurer hilfreichen Hinweise sowie der Ersatzteileversorgung... letztendlich war es für mich auch eine gute Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln. Das ganze ist ja doch etwas fragiler aufgebaut als die Öfen, mit denen ich mich sonst beschäftige.


    Und ich finde die Lampe insgesamt sehr stimmig vom Ensemble, auch wenn ohne passende Unterlagen die Originalität natürlich nicht nachweisbar ist.