Petromax HK500 - Mischrohrglühen bei aufgesetzter Haube

  • Servus zusammen,

    ich habe nun schon eine ganze Weile mitgelesen, allerdings bin ich noch nicht auf des Rätsels Lösung gestoßen.

    Seit ca. 1 Monat bin ich Besitzer einer neu gekauften Petromax HK500.

    Zunächst schenkte mit das Gute Stück schön hell-weißes Licht. Nach längerem Betrieb (ca. 5 Stunden am Stück) wollte ich sie tags darauf wieder starten (Softstart mit Spiritus). Dabei schlugen mir trotz langem Vorheizen Flammen entgegen. Also abgekühlt und auf Ursachenforschung gegangen. Siehe da Mischkammer locker. Wieder festgezogen und los ging's.


    Die Gute hat auch erstmal wieder normal gezündet, allerdings wurde nach kurzer Zeit das Licht gelblich und das Mischrohr begann bis unter die Haube zu glühen :pfui::kotz:.

    Also nochmal alles was mir so bekannt war durchgegangen:

    - Strahl kontrolliert

    - Düse in leicht warmen Zustand nachgezogen

    - Mischrohr-Abstand gecheckt

    - paar mal genadelt

    - Nadelüberstand eingestellt (war ursprünglich bei ca 2-3 mm Überstand, jetzt nur noch paar Zehntel)

    - Mischkammer, Brenner etc. auf Festsitz kontrolliert


    Leider immer noch das selbe Spiel...


    Ich habe dann erneut mit offener Haube getestet in der Hoffnung doch noch irgendetwas anderes zu erkennen. Interessanterweise lief sie dann völlig normal. Also Haube drauf - sofort wurde das Licht dunkler und der Gelbstich kam zurück. Innerhalb kürzester Zeit glühte auch wieder das Mischrohr. Also Haube wieder ab - der arme Backofenhandschuh - und siehe da das glühen hörte auf und das Licht wird wieder weiß. Ok, vermutlich zu wenig Luft dachte ich. Also Abstand über das normale Maß hinaus vergrößert. Leider wieder mindestens genauso schlecht (wenn nicht schlechter).


    Hat jemand Tips was ich noch prüfen / testen kann?


    Ach ja: Brennstoff war bislang ausschließlich Alkan und es ist ein Tonbrenner verbaut.


    Vielen Dank schon mal vorab!:merci:

  • Moin,


    und herzlich Willkommen unter den Schreibenden :welcome:


    Hast du schon mal die Löcher des Tonbrenners kontrolliert? Sind diese alle frei?

    Ansonsten mal mit einem Fräser von eimem Dremel per Hand frei machen.

    Ggfs auch mal eine andere Düse testen, vielleicht ist deine Düse schon zu groß vom Durchlass her.


    Gruß


    Julian

  • Hallo zusammen,

    Erstmal danke euch für so schnelle Antworten. Was ich oben noch nicht erwähnt hatte bzw. auf Grund des ganzen Testens vergessen hatte zu schreiben: ich hatte bereits sowohl meinen Ersatz-Tonbrenner als auch die mitgelieferte Zweitdüse getestet (ohne Erfolg). Auf die Idee, dass der Brennstoff Mist ist bin ich aber tatsächlich noch nicht gekommen. Dann werd ich wohl für den nächsten Versuch mal Grillanzünder shoppen gehen und dann hier berichten. Die teure Plörre muss dann wohl in einer Dochtlampe abflammen, falls sich das bewahrheitet :/


    Gruß

    Daniel

  • HansWiso

    Das ist, wie Julian richtig diagnostiziert, in der regel ein rückstau vom brenner.

    Bitte die löcher im brenner alle frei machen. Mit dem dremel .

    Und die lochkanten schön entgraten.


    Dann den Mischrohr abstand gross wählen .

    Und einen grossen Socken verwenden

    Zu kleine socken haben zu großen strömungswiderstand.

    Socken schrumpfen beim abflammen zu klein,

    Wenn das gemisch zu fett ist.


    Und als letzte abhilfe,

    Brauchst du eine staukappe.

    Die suche bringt die bilder dazu.

    Schneide ich stets selber aus konservendosendeckel.


    Gruß

    Willi

    Demut tät' uns allen gut.

  • Bei Arbeiten mittels Fräser am Tonbrenner,diesen am besten kurz in wasser einlegen,sonst ist der Fräser gleich hin. So geht die Bearbeitung ganz gut. Ich nehme zum auf fräsen der Tonbrenner löcher die Diamant Kugelfräser von Proxxon. Ohne Nass machen sind sie nach wenigen löchern komplett verbrannt.

  • HansWiso


    Moin und :welcome:

    Düse bombenfest bekommen bei meine Bw Maxen mit Kernseife ( wie oben schon erwähnt ) und die Tonbrenner ( die machen sich im Laufe der Zeit auch gerne Mal locker ) mit Knete-auspuff Reparaturgummi ( Holts..GumGum ) im Gewinde ( ein ganz kleiner Klecks )

    Das hält ‘ewig ‘...😊


    Leuchtender Gruss aus NL,


    Tjerk 🤓

    Starklichtliebhaber tun es am liebsten im Dunkeln.. 👍

  • Servus zusammen,

    Danke nochmals für die vielen Antworten.
    Den Brenner hab ich mir gestern noch angesehen. Es scheint so, dass alle Löcher frei sind. Der Glühstrumpf kommt mir ebenfalls nicht besonders klein und engmaschig vor (Ist ein originaler Petromax). Gerne stelle ich später noch ein Bild dazu ein.


    Was mir jedoch aufgefallen ist, ist ein deutlicher Überstand des Mischrohrs in die Mischkammer. Sollte daran etwas nachgearbeitet werden?
    Sollten die Löcher im Tonbrenner trotz Durchgängigkeit größer gemacht werden?

    Falls ja, auf welches Maß?


    Danke an alle im Voraus und schöne Grüße aus Niederbayern.

    Gruß

    Daniel

  • Sitzt der Innenmantel ordentlich auf dem Tragegestell auf?

    Ich hatte das Problem mit einer neuwertigen 500er, das der Innenmantel auf dem Tragegestell kippelte und sich dadurch je nach Position der Mischrohrabstand veränderte.

  • Siehe da Mischkammer locker. Wieder festgezogen und los ging's.

    Als ich mit den Starklichtlampen anfing, da gab man mir hier den Rat, die Gewinde des Mischohrs und (Ton)Brenners mit Ofenkitt sparsam einzuschmieren.

    Ich klang vielleicht anfangs skeptisch, was nicht so gut ankam, bin aber immer noch SEHR dankbar für diesen Rat!


    Ich hatte dehalb noch NIE Probleme mit lockeren Brennern/Mischkammern.

    Bei der letzten Petromax, die den Weg zu mir fand, hing der Tonbrenner fast auf der letzten Rille seines Gewindes in der Mischkammer.

    Der starre Tonbrenner in der Messingmischkammer arbeitet bei den extremen Temperaturschwankungen.


    Mit Auspuffkitt habe ich keine Erfahrungen.

    Das Zeugs soll aber quellen, und man sollte auch warten, bis es durchhärtet - habe ich so mitbekommen.

    Das ist bei diesem Ofenkitt anders. Man kann ihn auch gleich thermisch belasten.

    Bei den dünnen Schichten, die man verwendet, dürfte er aber nach dem Abbrennen des Glühkörpers und spätestens nach dem Vorwärmen der Lampe durchgetrocknet sein.

    Und das Zerlegen der Verbindungen macht dann auch keinerlei Probleme!

  • Guten Abend zusammen.


    Ich bin ebenfalls neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen.

    Stefan aus dem schönen Mittelhessen, Ende 40 und habe kürzlich zum Geburtstag vom meiner Frau (!) ebenfalls eine HK 500 bekommen. Ich war stolz wie Oskar und mich gefreut wie ein kleiner Junge als ich sie ausgepackt habe. Nur bei der Inbetriebnahme hat leider nicht alles so funktioniert.

    Da ich aber glücklicherweise schon länger hier im Forum mitlese und seeehr viel, auch ohne Lampe bis dato, lernen konnte, habe ich mich frisch ans Werk gemacht. Hatte anfangs die gleichen Probleme die hier viele beschreiben. Gelbliches Licht, flackern bis ganz dunkel werden, loser Brenner, etc.

    Ich habe mich natürlich sehr geärgert, dass ein nicht so günstiges "deutsches" Produkt von Anfang an etwas schwächelt.

    Aaaaber, da ich tatsächlich auch mal einen handwerklichen Beruf gelernt habe, dachte ich, auf ans Werk. Habe mir ein paar neue Teile bestellt, Vergaserfußventil, Düsen, Dichtungen usw. Und habe die Lampe gleich in der ersten Woche auseinandergenommen. Meine Frau hat zwar etwas sparsam geschaut und gefragt ob das normal sei....?

    Ich war sehr froh von den "Profis" hier die ganzen hilfreichen Tips umsetzen zu können. Und siehe da beim ersten Neustart funktionierte gleich alles tadellos. Mit dem hoch angepriesenen Alkan habe ich ebenfalls gemischte Erfahrung gemacht. Ich dachte auch.....wird von Px empfohlen.....dann wird's schon gut sein. Aber der Socken leuchtete auch eher gelblich, was mich natürlich störte. Ich habe jetzt mehrere unterschiedliche Brennstoffe ausprobiert und tatsächlich brennt bei mir das billigste Petroleum aus einem Ramsch-Diskounter am Besten. Allerdings muss man sagen, dass das Alkan von Px wirklich sehr geruchsarm ist.


    Den losen Tonbrenner habe ich versuchshalber mit einem abgeschnittenen Stück des Glühstrumpffadens um das Gewinde gewickelt einigermaßen fest bekommen.

    Bis jetzt brennt sie eigentlich recht stabil. Dazu habe ich mir noch einen abnehmbaren Seitenreflektor aus Edelstahl angefertigt, den ich auch während des Betriebes abmachen kann ohne mir dabei die Finger zu verbrennen.

    Vielen Dank noch mal an die hilfreichen Tips von allen.

    Gruß aus Hessen

  • TM68

    Das ein Diamant Stiftfräser verbrennt, wenn man Ton bearbeitet kann ich nicht bestätigen. Wenn man dem Werkzeug und dem entsprechenden Schneidstoff die richtigen Schnittwerte zuordnet, dann hält gerade ein Diamantfräser ewig. Ich hab selbst den viel härteren 250er Keramikbrenner mit meinen Diamantfrässtiften entgratet/ größer gefräst und die funktionieren noch einwandfrei.

    Wenn man natürlich mit den vollen 35000 1/min dran geht und wie ein besessener draufdrückt ist es klar, dass der Fräser sofort im A.... ist. Wir sprechen hier von immerhin einer Schleifkörpergeschwindigkeit von fast 5.5m/s bei einem Durchmesser von 3 mm.

    Da wird der die Späne nicht mehr los und verklebt, dann folgt der thermische Tod. Das alles binnen weniger Sekunden, ab 600 Grad Celsius ist der Diamant fritte.


    So zurück zum Thema,



    Ein Diamant Kugelkopffrässtift mit 3mm Kugel hat sich besonders bewährt.

    Damit alle Löcher vom Tonbrenner entgraten. Das geht auch im Zweifelsfall von Hand, dann macht man auch weniger kaputt.

    Allzeit Gut Pfad
    Grischa

    Edited once, last by Wen1g ().

  • Ich habe das bei mir mit einer sehr kleine Rundfeile versucht, da ich keinen Dremel habe. Ging aber nicht so perfekt. Vielleicht sollte ich mir mal einen zulegen...

  • @HansWiso....hast du mal einen anderen Brennstoff probiert? Bei mir ist das tatsächlich (warum auch immer) ein Unterschied in Flammenfarbe und Helligkeit.

    War übrigens im Baumarkt und habe mir mal so einen Dremelverschnitt (hoffe nachgemacht reicht für meine Zwecke) gekauft. Hatte auch Mischrohrglühen wie HansWiso. Werde das Teil gelegentlich mal testen und fräsen.

    Gruß aus Hessen

  • Hab schon Tonbrenner mit einem Steinbohrer entgratet. Bei Anchorbrennern reicht ein Metallbohrer sofern ungebrannt.

    Aber alles von Hand

    Frohes Schaffen Christian