Kinematograph

  • Der erste Gedanke war das es kaum eine Lampe gibt mit so einem aufwändigen "Gehäuse".


    Aus der Sammlung fotografischer Gerätschaften ein Kinematograph der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts von der Firma Ernst Plank, der auch als Laterna magica genutzt werden kann, mit feiner, schwarzer Hammerschlaglackierung.

    Einzuordnen in das Gebiet des alten optischen Spielzeugs.

    Dafür gab es kurze 35mm Endlosfilmstreifen, und Bildstreifen unter Glas zum Einschieben in die Kulisse.

    Laut Katalog von 1925 wurde das Teil mit Flachbrenner - Lampe versehen, die aber bei meinem Exemplar fehlte.

    So habe ich selber eine Lampe zusammengestellt, mit der Vorgabe das die Flamme in der Höhe der Optik liegen muß.

    Zum Einsatz kam ein 5 ''' Flachbrenner von Wild & Wessel, auf einem Messingtank der die richtige Höhe hat.

    Vielleicht findet ja irgendwann mal eine Originallampe zu mir.

    Bis dahin wandert das Teil erstmal in die Vitrine.







  • Interessant war für mich mal zu sehen wie groß der Unterschied zwischen den Lichtquellen Flachbrenner und 60 Watt Glühbirne ist, wobei die elektrische Beleuchtung selbstverständlich heller ist.




  • Hallo Rolf


    Neugierige Frage: Das herausstehende Teil, was ähnlich einem Ventilator im Strahlengang aussieht, dient das als Umlaufblende ausserhalb des eigentlichen Gehäuses? (mutmasslich das, was im Prospekt als "Verschwinder" bezeichnet wird)


    Viele Grüsse,


    Christina

  • Hallo Christina,


    ja, man hat dieses Teil zur besseren Demonstration für die Kids hinter die Optik verlegt.

    Fand ich eine gute Idee, weshalb ich dann auch bei diesem Gerät zugeschlagen hatte, neben der Überraschung das dieses überstehende Teil so gut die Jahrzehnte überstanden hat.

    Normalerweise befindet sich der Verschwinder mehr oder weniger unsichtbar vor der Film/Bildbühne, und damit vor der Optik.

  • Merci Rolf! Ungefähr dort hätte ich das Teil von meinen beschränkten Kenntnissen neuzeitlicherer Projektoren her auch eher vermutet.

    Ja genau.

    Beim "modernen" 8/Super8 - Projektor sieht man das Teil nur wenn man das Objektiv herauszieht.



  • Hallo Marcus,


    ja, das Material bestand aus Zelluloid.

    Man wußte von der davon ausgehenden Brandgefahr und hantierte entsprechend vorsichtig beim Entzünden der Lampen.

    Anders als bei den damaligen Kinoprojektoren gab es aber bei den schwachen Funzeln, oder der 60 Watt Birne keine so starke Erhitzung das sich dadurch der Film entzünden konnte.