Ungewohnte Flammenbildung bei meiner Petromax HK500

  • Hallo in die Runde,


    ich bräuchte mal eure Schwarmintelligenz bei meinem ersten wirklichen Problem mit meiner HK500. Eigentlich liebe ich meine Lampe, doch nun hat sie sich ein Rätsel für mich ausgedacht.


    Nach dem ersten Wechsel des Tonbrenners "flammt" meine Lampe immer wieder. Habe heute aus Ratlosigkeit nochmal den Brenner gewechselt und vorher mal auf alles ein Auge geworfen. Sah für den Anfänger normal aus.


    Im Anhang ein paar Bilder meines Problems, Bis zum Wechsel funktionierte die Gute ein halbes Jahr ohne Murren.


    Viele Grüße und Danke im voraus

    Daniel


  • Hab den Abstand überprüft und mit dem Werkzeug wieder richtig eingestellt, war tatsächlich verringert. Leider hat dies mein Problem noch nicht behoben gehabt. Brenner und Innenmantel sitzen ebenfalls fest.


    Fehler war aber anscheinend die Düse gewesen.... Ausgebaut, Gewinde gereinigt und alles wieder zusammengebaut.


    Momentan verrichtet die Gute wieder ihren Dienst.


    bp4willi was bezwecke ich mit dem Entgraden? Hatte ich tatsächlich nicht gemacht.


    Danke schon mal euch beiden :)

  • ... Gewinde gereinigt ...

    Vermutlich war die Düse verschmutzt / verstopft. Oder locker, wie schon geschrieben. Die Reinigung des Gewindes ist dabei quasi unerheblich.

    Entscheidend ist der Dreck innen im Vergaser.

    Der Vorgang des Nadelns (als letzte Option) im Betrieb ist Dir bekannt?


    Grüße - Steven

  • Übrigens Daniel, ich sehe auf gem ersten Bild , durch die Haube, das Mischrohr glühen.

    Das darf nicht sein.

    Beim dargestellten Fehlerbild war die Düse wohl undicht, und der sprit hat sich schon im Mischrohr entzündet.

    Das is gefährlich, weil nach kurzer zeit das Mischrohr durchschmilzt. Und sich die flamme dann einen neuen weg durch die Haube raus aus der Lampe sucht. Flammen größer 1m sind da absolut möglich.


    Also drauf achten , dass auch beim 'normalen' Betrieb das mischrohr nicht rot glüht. Dann wäre was falsch.

  • # 1

    Warum wurde der Tonbrenner eigentlich getauscht?


    war die Düse wohl undicht

    # 2

    Man muss immer wieder mal den Sitz der Düse kontrollieren und sie evtl. nachziehen,

    aber vorsichtig - denn nach fest kommt ab.

    Durch die versch. Materialstärken kann die Düse "wandern".


    Dito bei den Verschraubungen von Mischrohr, der Mischkammer und Brenner ,

    ohne dabei jedesmal den Glühstrumpf zu zerstören, das muß man üben,

    den Innenmantel sorgsam auszuheben und wieder zurückzusetzen.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Der Arzt aus dem Petromaxärztehaus empfiehlt zur Verlängerung der Vergaseroberteillebensdauer:

    Düsengewinde vor Montage mit Kernseifenpaste einstreichen.

    Hilft gegen vorzeitiges Lockern und durch die zusätzliche Dichtwirkung der veraschten Seife gegen vorzeitige Gewindedehnung.

    Diese geht regelmäßig mit folgender Lockerung, wieder festziehen usw. einher, bis das Gewinde vollends hinüber ist....


    Zu Risiken und Nebenwirkungen bei Anwendung der Kernseifenpaste fragen Sie ihren Arzt oder Drogisten.

  • Guten Abend,


    der Effekt mit dem Glühen ist nun, wie auch vorher, nicht aufgetreten. Wahrscheinlich lag es wirklich an einer nicht zu hundert Prozent festen Düse mit den von dir beschriebenen Nebenwirkungen. Von nun an behalte ich die Düse im Auge.


    ABurger mein erster Tonbrenner hat leider beim Transport einen Sprung bekommen, daher der Wechsel.


    Euch aber schon mal vielen Dank. Wegen euch hat gestern Abend alles schon wieder funktioniert. Dadurch, dass ich erst Mitte 2019 zu meiner ersten Lampe gekommen bin fehlt mir noch die Langzeiterfahrung.

  • der Effekt mit dem Glühen ist nun, wie auch vorher, nicht aufgetreten. Wahrscheinlich lag es wirklich an einer nicht zu hundert Prozent festen Düse mit den von dir beschriebenen Nebenwirkungen.

    Düsen sind ein Problem. Da scheint der Petroleum-Jet in der Düse das Metall zu kühlen wärend sich die Einfassung über den Wendel aufheizt.


    Traditionelle Methode zur Linderung: Düse ausbauen, Fassung mit einem Bunsenbrenner/Lötlampe erhitzen und dann Düse mässig fest einschrauben (Unterteil mit einer glatten Zange festhalten).


    Dr. Andy hat Kernseifenpaste angeraten, hab ich aber nicht - wird aber funktionieren.


    Eine gelegentlich hier vorgeschlagene und gerne belächelte Methode funktioniert (imho) besser: Man besorge sich eine Tube "Fermit" (Schamottkleber).


    Besteht aus feinem Quarzsand und Natriumhydroxid, wärend der Trocknung und anschliessendem Erhitzen bildet sich hochtemperaturfestes Natriummetasilikat (aka Natriumwasserglas), ist sozusagen das "Schraubenfest" des kleinen Mannes für höhere Temperaturen.


    Es reicht ca. 1 Kubikmillimeter Fermit, was man mit einem Holzspatel (Apotheke: "Mundspatel für Kinder", 100 Stück für kleines Geld) oder halt mit den Fingern (wer laugenfeste Flossen hat) ins Gewinde der Düse schmiert.


    Düse dann normal eindrehen, bei der kleinen Menge Fermit reicht eine Wartezeit von 30min - dann entweder das Ensemble mit einem Brenner erwärmen (mach ich weil ichs halt in der Werkstatt habe) oder die Maxe mit Spiritus hochfahren.


    Wenn Du nur Rapid hast, würde ich das eher 2h stehen lassen.


    Natriumwasserglas ist spröde, wenn Du jemals wieder an die Düse willst reicht normales Aufdrehen und im Ernstfall ein gezielter Schlag mit einem 50g Hammer auf den Düsenkopf (bitte Nadel vorher herunterdrehen).


    Und wenn Du schon Fermit hast: Die Messingglocke der Mischdüse lässt sich mit etwas mehr Fermit (ins Innengewinde eingeschmiert) prima befestigen, dito für VA-Düse an der Socke.


    Bei Keramikunterteil wäre ich vorsichtig: selbst ein kleinster Klecks Fermit führt hier zu unlösbaren Verschraubungen. Macht aber nichts: Sollte die Keramik kaputt sein, zerbröselst Du sie halt mit einem Hammer - am Messing der Mischdüse haftet das kaum.


    Bernd

  • Mischrohrglühen kann aber auch bei falschem Abstand zur Düse auftreten.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Mischrohrglühen kann aber auch bei falschem Abstand zur Düse auftreten.

    Korrigiere mich gerne wenn Deine Erfahrung was anderes sagt:


    1) Mischrohrglühen wird gerne in den "dunklen Jahreszeiten" festgestellt.

    2) Wenn die Lampe über lange Abende perfekt läuft, lass das Mischrohr "glühen".


    Wenn ich mal ein von aussen verrußtes Mischrohr in Betrieb habe, messe ich aber nochmal nach ob da Gefahren entstehen können.


    Bernd

  • jedenfalls habe ich so eine grüne Dose Knetmasse genau dafür hier liegen Plastic Fermit steht drauf. Bleibt dauerelastisch, kenns nur als separates Mittel; zum Hanf eindichten nimmt unserer GWS(Gas, Wasser....) Installateur Fett.

    Denke Fermit ist eher der Hersteller, die haben auch Ofenzeugs wie Schamottemörtel usw.

    Denke mal er meint ein Erzeugnis von Fermit.