Guten Tag!

  • Liebe Leute,

    aufgrund eines seit einigen Monaten diagnostizierten Befalls mit einem Virus habe ich mich hier angemeldet - es soll ja Krankheiten geben, die man nicht heilen kann, unter denen man aber auch nicht leidet. Ihr wisst schon was das sein könnte.

    Na ja - die erste Lampe war vor langer Zeit irgend so eine chinesische Laterne für irgendwas.95 vom Baumarkt, zu Hause stand noch ein Blechkännchen Leuchtpetrol der Schweizer Armee rum, also eingefüllt - und festgestellt, dass Petroleum stinkt (was ich damals noch normal fand) und angezündet - aha, die Lampe stinkt auch (was ich damals ebenfalls noch normal fand, schliesslich war es ja eine Petrolfunzel).

    Ich hoffe für die Soldaten von damals, dass das Petrol wohl für eine Starklichtlampe bestimmt war.

    Ein paar Jahre später bin ich dann wieder aufs Thema gekommen.

    Aktueller Grund des wiedererwachten Interesses war eine Alphütte ohne Strom.

    Ich bin dann an eine Tischlampe mit Kosmos-Brenner geraten, die noch funktionsfähig war (Docht verrottet, irgend eine Plörre im Tank, aber Brenner ok, Gläser vorhanden und passend), und hatte die gute Idee, mich zuerst mal darüber schlau zu machen, was es damit auf sich hat. Da findet man dann die Seiten von Ernst Frei und pelam.de - Rest dürfte bekannt sein.

    Dass die Funktionsfähigkeit ein Glücksfall war, merkt man bald, nachdem man verschiedene Angebote im Netz wahrgenommen hat, wo manche Leute meist aus Unkenntnis erstaunliche Kombinationen von Tank, Brenner, Zugglas (oder auch nicht, brennt ja auch ohne) und Schirm als "funktionsfähige Petrollampe aus der Zeit" anpreisen.

    Inzwischen habe ich ein paar schöne Lampen, einige Ruinen und Projekte und ein Platzproblem.

    Aus praktischen Gründen bevorzuge ich Bassins aus Glas, weil man da gleich sieht, wieviel Brennstoff noch da ist, und weil Befüllen ohne Überfüllen so viel einfacher geht als bei undurchsichtigen Metall - oder Keramiktanks.

    Gibt es da Tricks, um beim Befüllen eine Sauerei zu verhindern?

    Ich mach das jeweils mit einem kleinen Plastiktrichter, und in die Öffnung der Petrolflasche kommt ein Stückchen gebogener Elektrodraht, damit das Grilli dem Draht nach in den Trichter und weniger der Flaschenaussenseite nach unten läuft. Die Lampe stelle ich dazu auf ein altes Kuchenblech, damit eine Pfütze nicht den Tisch versaut. Den Füllstand kann man mit einem Papierstreifen messen, den man von oben in den Tank einführt. So richtig elegant ist das aber noch nicht, das Befüllen müsste weniger umständlich und ganz ohne Kleckern gehen.


    Eine weitere Frage: Wenn man eine Lampe nach einiger Zeit ausmacht (Docht etwas runterdrehen und von oben ins Glas blasen), dann entsteht noch eine Weile Petroldampf, weil die Lame ja noch heiss ist. Das verdirbt die Luft. Kann man dagegen etwas machen, ausser die Lampe draussen auszumachen und stehen zu lassen, bis es aufhört?

  • Ebenfalls :welcome:und viel Spaß hier im Forum.

    Zu Deiner Frage bezüglich des Einfüllens, bei "EWER", (Du weißt sicher,

    welcher Laden das ist;), der reale Name soll hier nicht genannt werden) gibt es

    Grilli unter der Bezeichnung "Feuer & Flamme". Da gibt es einen Einfüllstutzen an

    der Flasche, der auch an die meisten anderen Grilliflaschen aufgesteckt werden

    kann. Damit klappt es eigentlich recht gut. Ein paar Tropfen gehen wohl mal daneben,

    die kann man aber problemlos mit einem Stück Küchenpapier wegwischen.


    Grüße


    Marcus

  • Servus und willkommen.!

    Schöner Vorstellungstext.


    Kann man dagegen etwas machen, ausser die Lampe draussen auszumachen und stehen zu lassen, bis es aufhört?

    Meine Erfahrung: Nein.

    Allenfalls das Zimmer lüften bzw. die Lampe zum Ausduften ans geöffnete Fenster stellen.

    Solange man sich die abkühlende Lampe nicht direkt vor die Nase hält,

    dürfte das der Lebenserwartung eigentlich nicht viel schaden ...

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • So richtig elegant ist das aber noch nicht, das Befüllen müsste weniger umständlich und ganz ohne Kleckern gehen.

    Guten Abend


    Ein paar Ideen:


    (1) Wenn man durch die Brenneröffnung befüllt, kann man den Docht als Trichter-Ersatz benützen: Bei Kosmos- und Brandscheibenbrennern mit Flach-Runddocht wird der Docht im Brenner halbrund gebogen, also halte ich einfach den Brenner so schräg hoch, dass der Docht eine Rinne bildet und giesse vorsichtig da hinein.


    (2) Bassins mit Füllschraube/Tankdeckel machen weniger Kleckerei, auf jeden Fall bei Brennern mit Zahnstangenmechanik.


    (3) Manche Grillanzünder-Flaschen haben oben einen Einsatz, welcher vmtl. einen zu starken Strahl verhindern soll. Meiner Erfahrung nach kleckert es damit mehr als ohne, d.h. als erstes entferne ich immer diesen Einsatz (und giesse eben langsam).


    (4) Beim Befüllen benütze ich eine Stirnlampe (auf der Alphütte vielleicht vorhanden?), damit sehe ich ausreichend auch in Messing- und Porzellantanks.


    Trichter + Draht + Kuchenblech wäre mir eher zuviel Aufwand. Ich mach's einfach auf der Küchenspüle und nehme eine Serviette/Küchenkrepp zum Nachwischen allfälliger Tropfen. :S


    Grüsse von CH nach CH,


    Christina


    Edit:

    (5) Falls beim Befüllen eine Waage verfügbar ist: Lampe mal mit vollem Tank auswiegen, dann bei Bedarf jeweils befüllen, bis das Gewicht wieder erreicht ist - geht ganz ohne Blick in den Tank.

  • Moin zusammen!


    Einen kleinen Plastiktrichter benutze ich ebenfalls fürs Befüllen. Die Dosiertülle ziehe ich bei jeder Petroleumflasche als erstes mit der Zange...

    Wenn man nicht Grobmotoriker ist oder das Große Zittern (tm) hat, reicht beim Befüllen jeweils Küchenpapier von der Rolle unter Laterne / Lampe, Petro-Flasche und Meßbecher.

    Ja, Meßbecher - ich habe zwei Stück Labormeßbecher 200 und 400 ml - da wird nur in der Küche die Menge für den Tank aus der Flasche abgefüllt. Bei meinen Lüchten habe ich die Füllmengen allermeistens im Kopf. Wem das Merken zu viel ist, der nimmt sich einen wasserfesten Faserschreiber und notiert die Füllmenge irgendwo an unscheinbarer Stelle auf Laterne oder Lampe.


    @Namenloser Neuling!


    Hallo und willkommen im Forum! Danke für deine amüsamte Leidensgeschichte, die dich hierher geführt hat.

    Wäre nur nett, wenn du uns noch deinen Vornamen nennen würdest - es schreibt sich so leichter!


    Gruß,

    Micha.

  • Hallo,

    ... Mittlerweile mache ich es mit ner Spritze und dicker Kanüle...

    falls jemand noch an sowas interessiert ist, moechte ich fuer die Suchmaschine der Wahl den Suchbegriff "Perfusor Spritze" anmerken

    Gruesse

    Chris

    leuchtende Gruesse

    Chris

    spielt gern mit der Waermebildkamera seines Smartphones, Lampenbegeistert: Licht kann man nie genug haben

  • Naja, 150ml Spritze sollte schon sein. Schlauch dran und die Betankung klappt. 😀


    Das was Winnie gesagt hat erinnert mich an meine Zeit beim Bund. Auf ner Übung hieß es plötzlich:Kampfpanzer Feldbetankung. Hörte sich lustig an-bis ein 5tonner Gl mit Kanistern hinten drauf neben unserem Bock anhielt. 🤮

    Seit dem bekomm ich schmerzen in den Armen wenn ich nen 20l Blechkanister sehe.


    Steffen

  • Hallo zusammen,


    also ich benutz zum Einfüllen immer ein 1 Liter-Kännchen mit angeschraubtem flexiblem Ausgußrohr (flexibel "wie Schlauch").

    Das Ausgußrohr hat einen Verschlußdeckel und das Kännchen eine Skala, so daß man die abgefüllte Menge sieht.

    Gibt es im KFZ-Bedarf, Werkstattbedarf oder auch in der großen Bucht, Stichwort "Ölkanne 1L".


    Grüße - Steven

  • Steven

    Ich weiß welche du meinst. Ich kenn die von nem Schrauberkumpel. So zum Ölwechsel nimmt er die, allerdings 3l. Das es die auch kleiner gibt is mir nicht in den Sinn gekommen. Das ist meiner Sicht nach die Top Lösung. Daumen hoch!!!


    Steffen

  • Was hat denn der Ausgießer für einen Durchmesser vorne bei diesen Füllkannen? Für Kosmosbrennerlampen sicher kein Thema, größere Sturmlaternen wohl auch nicht

    Nur, passt der in die engen Coleman Tankstutzenöffnungen und die kleiner Sturmlaternen auch rein?

  • Was hat denn der Ausgießer für einen Durchmesser vorne bei diesen Füllkannen?

    Schnelle und ehrliche Antwort: ich habe keine Ahnung ;-)

    Also in den Einfüllstutzen einer Feuerhand 276 paßt er rein.

    Ich bin diese Woche unterwegs und kann deswegen keine genauere Angabe machen.

    Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich mal nachmessen und das Ergebnis mitteilen.


    Bis dahin viele Grüße - Steven

  • Keine Hektik, komme derzeit mit meiner schon historischen Füllkanne wunderbar klar und in jeden Stutzen.

    Fürs Benzin noch ein 2/3L "Salzkottener Gefäß" ebenfalls mit dünnem Ausgießer...die füttert alles benzinbetriebene prima.

  • Hallo an alle


    Ich lese schon ne Ewigkeit 😉"heimlich"😉 hier im Forum mit und habe schon viele Tipps und Infos gefunden.

    Seit ca. 3 Jahren sammle ich sporadisch Lämpchen, die mir so unter die Finger kommen. Ich komme aus Sachsen/Anhalt und bin 59.

    Nun habe ich endlich mal ne Gelegenheit, was beizutragen:

    Anfangs hatte ich auch Probleme das Petroleum kleckerfrei einzufüllen. Also habe ich mir schöne alte Kannen besorgte ...


    Viele Grüße




    Andreas

  • Perfusorspritze habe ich schon durch - dauert nicht lange und sie klemmt,

    weil die Dichtlippe am Kolben aufquillt (soll ja von Haus aus nur einmal halten9,

    außerdem gibt es sie nur mit 50 (techn. 60) ml Kapazität,

    die aufziehkanülen dafür sehr dünne für "unseren" Zeck hier.


    Mir eicht der Plastikbecher mit 500 ml aus der Haushaltsabteilung.

    Inzw. hat sich ein Gefühl dafür eingestellt, wieviel wo reinpasst.

    Wenn unsicher, dann kippe ich den restl. Tankinhalt in den Becher,

    füllr ggf. aus der neuen Buddel nach und ab zurück in den Lampentank.


    Selbstverständlich wird auf geeigneter Unterlage getankt, "Zewa" in Reichweite.

    Und wenn ich mir selbst schon was auf die Lampe gekippt habe,

    unterlasse ich solche Geschichten sowieso ...

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |