Lampenhelligkeit pulst bei der HK 500- Mischrohrabstand korrekt?

  • Hallo, :user:

    eine kurze Frage zu einer HK 500: die Flamme brennt pulsierend (d.h. ständiges Auf- und Ableuchten; etwa im halb-Sekundentakt). Das Problem tritt nur auf, solange die Drosselklappe im Mischrohr senkrecht steht. Erst wenn ich die Schraube mit der Drosselklappe im Mischrohr in die horizontale Position drehe (Mischrohrklappe steht also voll "quer" im Mischrohr), läuft die Flamme stabil.

    Frage dazu: ist das eventuell ein Indiz für eine zu weit eingestellte Distanz zwischen Düse und Mischrohr? Sollte ich den Abstand verringern?
    Oder kann das auch von einer leichten Undichtigkeit zwischen Mischkammer und Mischrohr kommen?

    Bin für jeden Tipp dankbar.... :hail:


    MfG

    Dominik

  • Hallo Dominik,

    die "Drosselklappe" nennt sich in der PX "Mischrohrpaddel" ;-)

    Meine Erfahrung: je nach Treibstoff kann es sein, daß eine jeweils unterschiedliche Stellung zum besten Ergebnis führt (hell, nicht pulsierend).

    Hierfür ist das Paddel ja auch da.

    Aber: Ich würde das Forum mal nach "Mischrohrabstand" oder "pulsieren" durchsuchen. Da sind auch weitere periphere Phänomene beschrieben, die dir dann vielleicht eine Diagnose erleichtern. Also, ich meine damit daß z.B. sinngemäß zu lesen ist es brennt eher gurgelnd in Richtung Mischrohr oder es brennt schon "außerhalb vom Strumpf" usw. ... oder es hat ganz andere Ursachen.

    Grüße - Steven

  • das Komische ist ja: wenn ich das Mischrohrpaddel auf 90 Grad stelle (3 Uhr) dann läuft die Lampe einwandfrei. Aber was macht das Mischrohrpaddel eigentlich genau? Hier im Forum stand es verwirbelt lediglich das Petroleumgas/Luft-Gemisch je nach Stellung etwas anders....

  • Jetzt habe ich die Lampe mal ohne Haube im Garten laufen lassen. Zu meiner Überraschung tritt Petroleumdampf aus dem Mischrohr direkt über der Düse aus. Das wirkt fast wie ein "Gasrückstau" aus dem Mischrohr; weniger wie eine undichte Düse. Könnte das an der Verengung des Mischrohrs in der Biegung über dem Düseneinlass liegen? Hier mal das Mischrohr von der Seite gesehen:



    Ich habe auch ein kleines Youtube-Video aufgenommen, das den Fehler im Betrieb zeigt:




    Vielleicht hat das ja auch mit dem Pulsieren der Helligkeit zu tun?

    Am Gewinde zwischen Mischrohr und Mischkammer habe ich zusätzliich etwas Ruß ausgemacht. Hier scheint auch etwas nicht ganz dicht zu sein:



    Oder muss ich doch den Abstand zwischen Düse und Mischrohr verringern?

    Könnt Ihr den Fehler ausmachen?

  • ....weniger wie eine undichte Düse.

    Die Düse muss richtig fest auf dem Vergaser sitzen, außerdem muss der Gasstrahl senkt nahc oben in das Mischrohr eintreten....

    Stell die Lampe mal in den Garten, ohne Haube und ohne Innenmantel und dreh mal das Handrad auf; dann siehst du am Petroleumstrahl ob der schief ist. Ggf. muss die Düsenbohrung entgratet werden.

    Quote


    Am Gewinde zwischen Mischrohr und Mischkammer habe ich zusätzliich etwas Ruß ausgemacht.

    Wenn die Mischkammer richtig auf das Mischrohr geschraubt ist, sollte dort nichts undicht sein - jedenfalls wäre das eine untypische Stelle.

    Quote

    Oder muss ich doch den Abstand zwischen Düse und Mischrohr verringern?

    Darüber kannst du die Gemischbildung zusätzlich steuern - die "Grundeinstellung" ergibt sich aus den Markierungen auf dem Universalwerkzeug. Ansonsten musst du hier halt ausprobieren wie die Lampe am besten läuft.

  • Am Gewinde zwischen Mischrohr und Mischkammer habe ich zusätzliich etwas Ruß ausgemacht. Hier scheint auch etwas nicht ganz dicht zu sein:

    Hallo Dominik,


    dazu ist mir noch eingefallen, das Gewinde könnte sich im einfachsten Fall durch den Betrieb mit der Zeit gelockert haben.

    Ich sichere die Gewinde (Mischkammer und Brenner) immer mit Kernseife.

    Auch bei der Düse habe ich dies jüngst getan, da die Kernseife m.E. auch eine Dichtwirkung hat. Dabei habe ich aber die Düse erst ein paar Gewindegänge reingedreht, und dann Kenseife in den verbleibenden Spalt gegeben. Nicht vor dem reindrehen aufs Gewinde geben, da sich die Kernseife bei Hitze zunächst verflüssigt und dann in die Vergaserinnenseite sippen würde. Das mit der Düse habe ich jetzt erst einmal getestet, habe aber den Eindruck, daß man diese dann nicht mehr so fest "anknallen" muß und sie sich trotzdem nicht lockert bzw. nicht undicht wird.

    Ebenso beim Sichern von Mischkammer und Brenner mit der Menge nicht übertreiben, weil alles was "übersteht" bei erster Hitzeeinwirkung auf den Glühstrumpf tropfen kann und diesen dann kaputt macht.

    Siehe unter anderem:

    Kleben und/oder abdichten mit Kernseife


    Grüße - Steven

  • Steven

    Das mit der Kernseife habe ich noch nicht gekannt. Hier im Forum habe ich aber die Idee mit dem Kesselkitt gelesen (winzige Menge auf die letzten beiden "Rillen"des Aussengewindes geben).

    Gestern habe ich mir daher bereits eine kleine Menge Ofenkitt bestellt. Trotzdem kann für die Zukunft natürlich auch Dein Tipp mal wichtig werden.

    Darum vielen Dank für Deine Hilfe!

    Ich melde mich sobald ich Zeit hatte, um an der Lampe zu arbeiten, und es Neuigkeiten gibt.

  • Steven

    Ich habe jetzt mit einer winzigen Menge Ofenkitt die Düse, die Mischkammmer und den Brenner abgedichtet.

    Im Ergebnis habe ich jetzt keine weissen Wölkchen mehr, die über der Düse aus dem Mischrohr kommen. Die Lampe brennt jetzt stabil und stinkt nicht mehr.


    Das Resultat hat etwas auf sich warten lassen, da der bestellte Ofenkitt (200g Kesselkitt Marke "Froschmarke") steinhart bei mir ankam und erst einige Tage in Wasser wieder aufgeweicht werden mußte.


    Vielen Dank auch an alle anderen User, die mir hier geholfen haben!!!

  • Die Lampe brennt jetzt stabil und stinkt nicht mehr.

    Ja, super daß es geklappt hat.

    Danke für das Feedback des Ergebnisses.

    Insbesondere ist in dem Zusammenhang interessant, daß bei undichter Düse die Lampe ganz schön müffeln kann.

    Ich hatte das auch schon mal, aber ohne daß weitere augenscheinliche Probleme (Flämmchen an der Düse oder Pulsieren des Lichts)auftraten. Ofenkitt zum Abdichten der Düse habe ich bis jetzt noch nicht gelesen - was aber nichts heißen muß - warum nicht? Der Zweck heiligt die Mittel ;-)

  • Die Düse besser mit Kernseifenpaste dichten, da kein dauerhafter Materialauftrag erfolgt, die Kernseife verascht mehr oder weniger ohne weiter aufzutragen..

    Bei Ofenkitt kann es passieren, dass im Betrieb das Vergasergewinde durch das zusätzliche Material etwas aufgeweitet wird und dann beim nächsten Düsenwechsel Probleme auftreten können, weil die Düse nicht mehr so recht hält bzw. immer fester mit demselben Effekt angeknallt werden muss.

    Wie gesagt, das kann passieren, besonders da wo beide Gewinde an der jeweils oberen Toleranzgrenze sind (engstmögliches Vergasergewinde und größtmögliches Düsengewinde).