Lötlampe demontieren

  • Hallo!


    Bitte schlagt mich nicht. Ich stelle mich gerade richtig an. Hab meine erste Lötlampe am Wickel und frage mich, wie ich die auseinander gebaut bekomme.

    Wie löse ich das ganze Gedöns vom Tank? Ist das Steigrohr fest im Tank und ich muss das Oberteil abschrauben oder schraube ich es mit dem steigrohr aus dem Tank? Dann aber wie?


    Ich weiß nicht, was es für eine Lötlampe ist und kann jetzt gerade auch kein Foto machen, weil ich sie im Ganzen ins Säurebad geworfen habe.


    Vielen Dank für eure Hilfe.


    Frank

  • Moin,


    das Steigrohr / der Vergaser ist in den Tank geschraubt. Am besten mit Rostlöser einsprühen und einwirken lassen.

    Dann in die Lampe Kopfüber mit dem Vergaser in einen Schraubstock einspannen (etwas zwischen Backen und Lampe legen zum Schutz) und am Tank drehen und das ganze losschrauben.

    Nicht aber den Griff der Lötlampe als Hebel nehmen. Das könnte nach hinten losgehen.


    Gruß


    Julian

  • Das hat geklappt. Und ich merke, dass ich noch viel über Lötlampen lernen muss. Ich frage mich z.B. immerzu, warum das Ding einen Docht hat...


    Ich muss lesen gehen...


    Viele Grüße

    Frank

  • Das ergibt Sinn. Danke Julian!


    Jetzt wird sie hübsch gemacht und dann frage ich mit einem Foto sicher, was ich da habe. Google hat mir bisher kein vergleichbares Bild gezeigt und das Schild, was da wohl mal dran war, wird nur noch von irgendwelchen Kleberresten verraten.


    Schönen Abend!


    Frank

  • Eine Frage habe ich noch...


    Das Gewinde des Steigrohrs ist konisch, so dass es zum Tank von allein abdichten sollte. Nur muss es ja an einer bestimmten Stelle dicht sein, nämlich wenn die Öffnung des Brenners nach vorn zeigt. Nicht wir bei den Coleman Lampen, wo es wurscht ist, wie weit ich drehe.


    Gehört da noch ne Dichtung zwischen? Wenn ja was? Irgendwas bröseliges fiel beim auseinander bauen raus. Das war aber undefierbar.


    Viele Grüße

    Frank

  • Das ist ja bei den Wasserrohren mit den leicht konischen Gewinden aus verzinktem Stahrohr ähnlich.

    Der Flaschner verwendet leicht gefettetem Dichthanf und Gefühl, um z.B. den Bogen oder den Wasserhahn dicht in die richtige Position zu drehen.

    Bei Teflonband kann man nicht mehr zurückdrehen ohne dass es undicht wird; bei Hanf geht das.

    Ist vielleicht ein Lösungsansatz für Dich.

  • Zur Temperatur im Betrieb an der Verschraubung kann ich nichts sagen.

    Schlimmstenfalls verkohlt der Hanf.

    Fest steht: Als deine Löla entwickelt wurde standen jedenfalls hochwertige Elastomere wie Viton etc. zumindest nicht flächendeckend zur Verfügung.

    Da liegt die Verwendung von Hanf nahe.

    Sicherlich gibt es auch temperaturfeste Gewindedichtmittel von z.B. Loctite die aber das Problem der Positionierung nicht lösen wenn die Spaltmaße zu groß sind. Von O-Ringen würde ich auch die Finger lassen. Teflonband wäre noch denkbar wenn Du die Endposition dann direkt triffst.

    Wenn Du es genau wissen willst, welche Temperaturen dort im Betrieb auftreten: es gibt Temperaturmarker zum Aufkleben, die sich bei Erreichen der Nenntemperatur verfärben. ich meine aber das ist zu viel des Guten und würde es einfach ausprobieren.


    Sofern durch das Einschrauben ohne weitere Hilfswerkstoffe keine Dichtheit bei der richtigen Position erreichbar ist wäre es mir einen Versuch mit Hanf sicher wert. Einige wenige Fäden um das Brennergewinde im richtigen Wickelsinn sollten reichen um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

  • Wenn ja was?

    Eine uralte Bedienungsanleitung sagte dazu: Das Gewinde mit Kernseife bestreichen. (Wir hatten hier mal ein Forenmitglied, das regelmäßig die Verwendung von Kernseife als Dichtmittel predigte - zumindest in der Sache hatte er recht...)


    Ich habe aber auch schon Hochtemperatur-Silikon verwendet. Beides funktioniert.


    Gruß aus Dunkeldeutschland.

    Stefan

  • Das ist witzig, daran hab ich auch schon gedacht. Nach einem Tipp von Bernd (lodjur wird er hier glaube ich geschrieben) habe ich damit schon erfolgreich eine PX-Düse dicht bekommen.


    Ich glaube zwar nach wie vor, dass es eher ein Gleitmittel ist, was dafür sorgt, dass man noch eine viertel Umdrehung mehr schafft, aber die Düse ist dicht. War also erfolgreich. 😁

  • Nach der Grobreinigung habe ich endlich mal wieder etwas Zeit gefunden, an meiner ersten Lötlampe weiterzumachen.

    Das PuBoVe ist endlich dicht (glaube ich). Beim Tauchen blubbert es da nicht mehr. Allerdings musste ich dazu auch den Boden vom Schacht einlöten. Der war nur gepresst und war total lose. Beim Löten quoll dann dort auch irgendwas raus, was vor der Hitze mal eine Dichtung war.


    Jetzt ist sie noch am Handrad undicht. Dazu muss ich mir noch etwas Graphitschnur besorgen. Und oben an der Schraube blubbert es fleißig. Was für eine Funktion hat die? Kann ich die einfach mit Blei, Graphitband o.ä. abdichten oder hat die eine bestimmte Funktion.



    Wenn sie dann dicht ist, wird sie auch poliert. Achja, und kann mir einer sagen, was das für eine Lampe ist? Google hat kein Bild ausgespuckt, das passt. Ein Typenschild hat sie auch nicht mehr.


    Viele Grüße

    Frank





  • Yeah! Sie faucht. 😁

    An meiner "Stopfbuchse" (selbst gewickelt aus Graphitband) ist noch nicht ganz dicht, aber sie macht, was sie soll.


    Ist es normal, dass die Flamme so fransig und unruhig ist? Ein bisschen Wind ist im Spiel, aber das erklärt die Fransen m.E. nicht...

    Hab sie mit Benzin gefüttert. Soll ich mal Grilli probieren?


    So eine Lötlampe ist schon ganz schön martialisch. :respekt:


    Frank