Vasenring auflöten – Auflagefläche

  • Haben die Vasenringe, die man in der Hütte bekommt (von Gaudard?), genug Auflagefläche, um sie auf einen halslosen Tank auflöten zu können? Ich habe nach Fotos von Vasenringen gegoogelt, aber ich kann nicht erkennen, ob sie nur mit einer dünnen Kante aufliegen, oder ob sie unten nach innen gebogen sind, also etwas Auflagefläche haben. Der Tank, den ich ersteigert habe, scheint nämlich keinen Hals zu haben.


    Aber mich interessiert das auch, weil ich überlege, mir Tanks aus Konservendosen zu bauen.

  • Vasenringe liegen nie flächig auf. Da ist immer nur die dünne Kante als Abschluss.

    Jeder Tank ist anders geformt und die Vasenringe passen so überall, wo die Öffnung das richtige Maß hat.

    Als Alternative kannst du aber einen Kragen an den Tank löten und dann den Vasenring eingipsen.

  • Herzlichen Dank für die Antworten!

    Hier wären ein paar Fotos hilfreich. Ein Metalltank ohne Gewinde?

    Der Tank kommt heute oder morgen an. Noch ist ein Vasenring aufgelötet, aber ich weiß zum einen nicht, in welchem Zustand der Vasenring ist, und zum anderen ist das Loch im Tank eventuell klein genug, um einen Vasenring für zehnlinige Brenner aufzulöten. Das ginge natürlich nur, wenn der Tank keinen Hals hat, denn den Hals werde ich sicher nicht wegdremeln. (Eigentlich wollte ich einen Tank für einen zehnlinigen Brenner haben.)

    Und bei Konservenbüchsen krimpst du einfach den Rand der Öffnung nach oben und gipst dann den Vasenring ein

    Also einfach mit einer Zange umbiegen, ohne den Rand des Loches vorher rundherum mit dem Dremel einzusägen und dann nach oben zu biegen? Falls jemand hier Fotos von aus Konservendosen hergestellten Tanks hat, wäre ich interessiert, die zu sehen. Oder Tanks aus Granathülsen u. ä. Ich überlege echt seit Wochen immer wieder, was sich alles zweckentfremden lässt. Ich dachte bezüglich des Formats der Dose an ø 99 mm / h 80 mm. Diese Dosen, in denen oft Fleischwaren verpackt sind. Sieht man im Supermarkt manchmal. Die schimmern golden und passen besser zu Messing als silberfarbenes Weißblech.


    Bezüglich meines ersteigerten Tanks melde ich mich nochmal, wenn der Tank da ist.

    Als Alternative kannst du aber einen Kragen an den Tank löten und dann den Vasenring eingipsen.

    Wie und woraus stelle ich am Besten so einen Kragen/Hals her? Ich dachte auch an diese Alternative. Erst einen Kragen auflöten. Und daran den Vasenring anlöten. Drei Millimeter Auflagefläche sollten doch genügen oder? Vielleicht ein aus einem Rohr mit dem passenden Durchmesser geschnittener Ring?


    Eingipsen passt mir bei einem Metalltank instinktiv irgendwie nicht. Das ist sozusagen mein Bedürfnis an die Ästhetik des Unsichtbaren. Würde ich natürlich trotzdem machen, wenn es keine Alternative gäbe.


    Wenn der Tank da ist, mache ich mal ein Foto.

  • Ja, zum beispiel ein Stück Rohr.

    Es geht ja nur darum, dass der Gips die Scherkräfte besser aufnehmen kann.

    Bei Glas- und Keramiktanks wird der Vasenring immer eingegipst.

    Natürlich nur von innen und dementsprechend unsichtbar.

    Beim einem 10linigen Kosmsobrenner muss man sich auch keine Sorgen über Hitzeeintrag und damit verbundene Materialausdehnungen machen, die die Haftung des Gipses beeinträchtigen könnten...

  • Okay, aber bei Metalltanks ist es doch unüblich, Vasenringe einzugipsen, oder? Bei einer Konservendose muss man wahrscheinlich vorsichtig mit der Hitzezufuhr der Lötlampe sein, weil man sonst schnell ein Loch in das Blech gebrannt hat. Prinzipiell lässt sich das Metall einer Konservendose aber auch dicht genug an den Rand des Vasenringes heranbiegen, um ihn verlöten zu können. Vorausgesetzt man schneidet das Blech rundherum ein. So gehe ich jedenfalls vor, wenn ich mir zylindrische Dosen aus Pappe bastele. Eventuell noch mit dem Zirkelmesser an dem zu biegenden Ring anritzen. Im Moment sammele ich einfach Ideen und mache etwas Brainstorming.


    Übrigens dachte ich daran, mir aus einer Fahrradfelge/-nabe und einer Scheibe einen drehbaren Teller zum Anlöten von Vasenringen zu basteln, falls es nicht bei dem einen Tank bleiben soll. Lohnt sich aber eh nur, wenn ich solide Konservendosen in der gewünschten Größe finde. Entweder aus dickerem Blech oder geringt. Ich dachte an eine maximale Höhe von acht Zentimetern. Zum einen wegen der Kapillarkraft des Dochts. Zum anderen, weil ich aus Sicherheitsgründen eine Standfläche von mindestens zehn Zentimetern im Durchmesser haben will.


    Am Schönsten wäre es eigentlich, wenn ich einen Weg fände, mir einen Tank aus Messing zu bauen. Vielleicht zwölfeckig. Das wäre dann annnähernd rund. Wie bei einem Virus. Und das passt auch ganz gut zu dem Lampenvirus, mit dem ich mich infiziert habe. Wäre verdammt viel Arbeit, aber mit Hausmitteln machbar, denke ich. An Ungeduld scheitert so etwas jedenfalls bei mir nicht. Ich muss das Forum nach solchen Bastelarbeiten noch durchforsten. Vielleicht finde ich da was Inspirierendes. Ich schätze, dass ich nicht der einzige bin, der es bedauert, dass es kaum noch Hersteller von Petroleumlampen gibt, und der dann überlegt hat, welche metallenen Behältnisse sich zum Bau von Tanks zweckentfremden lassen.

  • Hi, also das anfertigen von Tanks aus Messing oder Kupferblech ist nicht wirklich schwer. Etwas rechnen und ein bisschen Löten üben dann kannst du dir bauen was du willst. Und rund ist dabei deutlich einfacher als mehrflächige Hohlkörper. Ich habe mir vor ein paar Wochen eine Lampenhalterung zusammengelötet. War zwar nur flach aber es würde höher genauso gut funktionieren.


    CU Bernd




  • Kann man leider nicht mehr sehen, ich habe die Kanten stumpf verlötet, dann verputzt und danach vermessingt. Das geht aber nur bei kurzen Flächen. Wenn es ein höherer Behälter werden soll würde ich einen 0.6-0.8 mm Streifen hinterlegen und einseitig hart verlöten. Dann kann man in aller Ruhe den Rest weich löten ohne Gefahr zu laufen das die andere Lötnaht wieder aufgeht. Hier ist die Seite mit der Lötnaht. Wenn man sauber arbeitet ist da nichts zu sehen.

    CU Bernd


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  • Ich habe es noch nicht probiert aber ich denke das es einfach viel schwieriger ist die Blechkanten auf grössere Länge absolut parallel zu fixieren. Bei so 2-3 cm kann man gut die halbe Strecke mit einer Klemme mit untergelegter Teflonfolie fixieren. Da läuft dann der Lötzinn problemlos unter der Klemme in die feine Naht. Wundermittel wie bei all solchen Arbeiten ist Lötpaste. Ich würde aber aus Stabilitätsgründen bei grösseren Tanks immer hinterlegen.

    CU Bernd

  • Also mein Tank ist heute angekommen. Er hat einen Hals, an den der Vasenring vermutlich gelötet wurde, als genau das, was ich haben wollte.


    Er ist mit einem Lack überzogen und das Messing ist darunter etwas oxidiert. Ich habe ihn eben mit Alufolie umgeben, um Nitroverdünner zu sparen. Und darin weicht er jetzt ein.


    An der unteren Kante ist jemand anscheinend mal irgendwo angestoßen. Das hat zu einer leichten Beule am Rand des Bodens geführt. Man muss schon genau hinschauen, um die Beule erkennen zu können, weil sie sich über eine Fläche von etwa 1,5 cm erstreckt, also das Messing nicht punktuell eingedrückt wurde, aber der Tank kippelt dadurch ganz leicht. Es ist nicht unbedingt nötig, das auszubeulen, denke ich, aber ich würde es trotzdem gerne tun. Wie geht man da bei Messing am Besten vor?


    Edit: Der Tank ist also an der Biegung des unteren Randes seitlich leicht nach innen und dafür unten leicht nach außen gebeult. Und der Tank besteht aus vier Teilen: Zwei miteinander verlötete Schalen/Dosen gleicher Höhe, Vasenring und Griff. Ich überlege, ob die Gefahr besteht, dass die Lötstelle der beiden Schalen, die sich rund um den Tank zieht, undicht wird, wenn ich den Tank umgekehrt auf einen Tischkant lege, und den Boden mit einem Hämmerchen bearbeite.

  • Die Beule werde ich nicht fotografieren können, aber ich kann die Stelle auf dem Bild in Photoshop markieren. Ich habe hier zwar eine analoge Contax, aber die ist eingemottet. Und ansonsten nur die Digitalkamera eines alten Handys. Heute abend oder morgen vormittag werde ich ein paar Fotos posten. Mit etwas Fantasie wird man dann erkennen können, dass es sich um den Tank einer Petroleumlampe handelt und nicht etwa um ein Kinderplanschbecken oder die Füße des Eifelturms.


    Ich habe fünf Stunden den Tank entlackt und poliert. Abgesehen vom Boden sieht er fast aus wie neu. Übrigens hat das mit dem Nitro-Verdünner nicht so gut funktioniert. Erst als ich heißes Wasser über den Tank habe laufen lassen, ließ sich der Lack lösen. Danach habe ich ihn mit Nevrdull gereinigt und dann Rückstände aus dem Tank entfernt.

  • Beitrag von Fornax ()

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  • Na, da würde ich auch nicht rangehen. Die Kante mit Wulst ist wohl kaum auszubeulen. Kaum vorstellbar das das deshalb kibbelt. Aber ich denke durch aufkleben von 3 kleinen Filzpads sollte das zu beseitigen sein. Und tut Möbeloberflächen auch gut.

    CU Bernd

  • Kaum vorstellbar das das deshalb kibbelt.

    Tut es auch nur, wenn man die Hände an den gegenüberliegenden Seiten auf den Tank legt. Deswegen stört es mich auch nicht, zumal man die Beule am Rand auch nicht sieht. Die Risiko, dass ich es verschlimmbessere, wenn ich versuche, das zurückzubeulen, ist viel zu groß.


    Bezüglich der Auswahl des Brenners, Docht, Glaszylinder, Ersatzteillage habe ich noch diverse Fragen. Dafür eröffne ich aber einen neuen Thread.

  • Aber ich denke durch aufkleben von 3 kleinen Filzpads sollte das zu beseitigen sein. Und tut Möbeloberflächen auch gut.

    Hat den Nachteil, dass Filz Flüssigkeiten aufsaugt, z. B. Petroleum. Das tut Holzoberflächen dann auch nicht so gut. Obwohl roter oder grüner Filz zu Messing farblich ausgesprochen gut passt. Zumindest zu glänzendem Messing. Filz ist sowieso schön, weil er das Licht stark streut. Vielleicht werde ich die Materialien mal für eine andere Sache kombinieren.