Une Lampe Pigeon

  • Als Freund der kleinen Lampen gab es einen Zuwachs von einem Forenkollegen zum sehr kleinen Preis.

    Von hier aus nochmal ganz herzlichen Dank dafür.


    So reiht sich die Pigeon Standardlampe in die kleine Sammlung ein.

    Nach dem ersten Anzünden flackerte die Lampe stark. Die Ursache war nach einer Überprüfung des Tankinhalts das wohl Petroleum in die Benzinlampe geschüttet worden war.

    Also mußte die Lamawolle nebst Docht gründlich gereinigt werden.

    Nachdem dann alles wieder an seinem Platz und Waschbenzin eingefüllt war brannte die Lampe ruhig und gleichmäßig, so wie es sein soll.


    Nach der Beschriftung der Lampe ist sie wohl vor 1910 gebaut worden. Der Brenner stammt von A. & P. Gaudard, Morbier und wurde sicher später gegen den ursprünglichen Brenner ausgetauscht, der wahrscheinlich auf dem Schlüssel mit Pigeon - Depose bezeichnet war.

    Eine stilistisch schöne Lampe deren Betrachtung Freude bereitet.


    Die Bilder:








  • Hallo Rolf,

    Wirklich ein schönes Exemplar. Und deine Bilder: allererste Sahne, wie immer! :respekt:

    auf jeden Fall.:wiegeil:

    Und eine sehr interessante Lampe dazu. Einen Benzinbrenner von Gaudard habe ich

    auch noch keinen gesehen. Runde Volldochte sind ja im Petroleumbereich oft Synonym

    für schlechte Lichtleistung, da häufig in sehr billigen Lampen verbaut. Hier gibt es damit

    ein sehr schönes Flammbild. Wie würdest Du die Helligkeit so ungefähr in HK einschätzen?

    Kameras geben das manchmal leider nicht so ganz wahrheitsgetreu wider.


    Grüße


    Marcus

  • Danke Berthold und Marcus.


    Marcus, ich kann da nicht mit labortauglichen Werten dienen, die bestimmte Meßparameter voraussetzen.

    Ich meß einfach mit einem Luxmeter direkt am Zylinder, wissens das mit zunehmender Entfernung die Helligkeit rapide abnimmt.

    Ich denke das diese Lämpel wie auch Handlaternen in ihrer Zeit ausreichten um sich Nachts auf dem Weg zum Nachttopf oder dem üblichen, sich außer Haus befindlichen "Donnerbalken" zu orientieren. Auf der anderen Seite hat man sicher nicht die hohen Ansprüche an die Beleuchtung gestellt wie wir heute.


    Gemessen habe ich also direkt am Glas 350 LUX. Zum Vergleich waren es bei der Aladdin - Lampe 2800 Lux.

  • Ich habe eine vor drei Jahren von einem Forumsbruder geschenkt bekommen, sie dient mir als Nachttischlampe. Ein schönes und angenehmes Licht und damit der Sprit nicht so schnell verfliegt, hat sie noch eine Dochtschutzkappe.


    Interessant ist auch das aufgedruckte Garantieversprechen...


    Grüße Max

  • ... Die vorhandene Ulbrichtkugel ist nicht groß genug für eine solche Quelle um die Leistung direkt zu messen.

    Ein von der Apparatur her teures Verfahren.

    Als jemand der als Amateur unterwegs ist reicht mir das alte, einfache Meßgerät Parvux 2 aus den fünfziger Jahren im Vergleich zum Licht einer Kerze, mit der Umrechnung das 1 Lux 0,093 footcandles entspricht. Damit läßt sich gut nachvollziehen das wievielfache an Licht unsere Lämpel zum Licht einer Kerze bringen. Und so lassen sich dann auch die Beleuchtungsstärken unterschiedlicher Lampen miteinander vergleichen, wie oben als Beispiel vom Marcus umgerechnet.

  • ja, klar. Wer sich nur im photometrischen Bereich bewegt kann das machen.


    sich dann auch die Beleuchtungsstärken

    Ich vermute du meinst verschiedene Lichtströme. Die Beleuchtungsstärke ist keine reine Quellengröße und ist bei nicht-idealen Quellen Raumwinkel- und natürlich sowieso Abstandsabhängig.


    Solche einfachen Photometer kranken oft konstruktionsbedingt an der nicht optimalen Abbildung der v(Lambda) Kurve. Aber in der Genauigkeitsklasse wo man sich hier bewegt sollte das alles nicht so wild sein, stimmt schon.

  • Genau wird das alte Teil nicht mehr sein, weil man damals Selenzellen eingesetzt hat, die sich im Laufe der Zeit verbrauchen und immer weniger Spannung liefern. Es stimmt aber mit dem Belichtungsmesser Lunasix überein, wo elektrisch gespeiste Zellen Verwendung fanden, die sich nicht verbrauchen.


    Ja, in der Fotografie kenne ich das Phänomen das z.B. ein Heruntersetzen der Farbtemperatur von 5500° Kelvin auf 3000° Kelvin zu einem Helligkeitsverlust führt. Und ein Abschwächen des Kontrast bei der Nachbearbeitung führt wiederum zu einer Veränderung der Farbtemperatur.

  • Ich werde aber das Kugelglas gegen einen Zylinder tauschen.

    Die Flamme brennt zwar soweit ruhig, aber zwischendurch ist trotzdem ein leichtes flackern zu beobachten. Ich vermute das in dem Kugelglas die nachströmende Luft durch die Gallerie irgendwie verwirbelt wird. Bei der Probe mit einem fast passenden Kosmoszylinder steht die Flamme ohne Bewegung stocksteil, und das immer.