Butterfly 826 M - Restauration - Vergaserfussventil

  • Moin Leute,


    ich habe eine schöne Butterfly 826 M bekommen und habe ein kleines Problem damit.


    Das Teil hat einen Knickvergaser verbaut. Leider oder Gott sei Dank entfällt dadurch ein Vergaserfussventil. Jedoch wird dadurch die Mögchkeit eröffnet, Schmodder ungewollt aus dem Tank vor die Düse zu transportieren.


    Hat hier jemand schnell und einfach einen Tip, wie man das einfach mittels Messinggaze beheben oder änden kann?


    Ich dachte an das Anlöten von Gaze an das Ende des Ansaugrohrs. Vewarf den Einfall wegen des Aufwands. Ich könnte auch ein passenes Messingrohr über das Ansaugrohr schieben und das Ende mit Messinggaze als Schmodderfilter drauflöten. Hätte den Charme die Lampe nicht zu verändern.


    Den Tank habe ich zwar pikobello sauber bekommen, aber aus Erfahrung weiss ich, es bleibt nicht so. Aufgefallen beim säubern des Tanks ist mir, dass anscheinend Messinggaze als Filter verbaut war, der beim Entschmoddern des Tanks als Beigabe mit herauskam.


    Hat jemand hier eine Idee oder anders gelöst?


    Brummel

  • Also ...

    1.- Ein Röllchen Gaze mit ca. 1 cm Höhe von unten in das Steigrohr "preß" einschieben.

    Wird bei den DDR-Lampen alá Hasag/Mewa auch so gemacht, die haben ebenfalls einen Knickvergaser.


    2.- Eine etwas längere Rolle Gaze in das Vergaser-Oberteil einschieben.

    Das sollte allemal reichen.


    3.- Den Tank ordentlich sauber machen und künftig den Eintrag von Schmodder verhindern,

    indem man den Tank vor bzw. nach langen Standzeiten entleert/spült

    und immer über einen Trichter mit Sieb den Brennstoff einfüllen.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Ein großer Teil des Schmodders entsteht auch im Vergaser selbst während des Betriebs. Beim Löschen der Lampe durch Druckablassen folgt der Dreck der Schwerkraft und kommt so in den Tank. Ein Sieb am Vergaserunterteil verhindert das zwar teilweise, mit dem Erfolg, daß der Dreck im Vergaser bleibt und so auch die Düse verstopft. Ich habe bei meinen Lampen das serienmäßige Sieb weggelassen, lasse die Lampen öfters mal leerbrennen und spüle lieber den Tank einmal im Jahr mit Aceton aus. Das kann man filtern und mehrmals benutzen. Ich denke, das ist zielführender als ein Sieb.😉

  • Moin ABurger,


    auf das Einfache kommt man nicht ...


    Zu meiner Entschuldigung gestehe ich, das ist meine erste Knickvergaserlampe und ich möchte nichts falsch machen.


    Sie sah ziemlich mitgenommen aus, stellte sich aber nach dem Säubern als Schmuckstück dar. Keine Delle, kein gravierender Rostbefall und keine Verbiegungen usw.


    Soviel Russ hatte ich bislang nicht einmal bei meinen BW Lampen vorgefunden. Der Tank war die Krönung. Bislang war das der versiffteste Tank, den ich aufarbeitete. Das war fast Bodybuilding oder wie man das nennt. Geschirrspülmachinenreiniger und 70 Grad Wassertemperatur nebst Split waren die Helfer - und schütteln ...


    Jetzt sieht man wieder Messing pur im Tank. Hat jedoch gedauert, das wieder raus zu bekommen. Egal, alles wieder gut.


    Ich werde Deinen Tip anwenden.


    Danke.


    Brummel

  • Moin Schmiddla,


    ja mit dem Sieb im Vergaserfussventil ist das so eine Sache ...


    Es ist mir klar, dass die Lampen beim Löschen den Siff aus dem Vergaser in den Tank ablassen. Jedoch trat bei mir bislang Dein geschildertes Problem nicht bewusst auf.


    Werde es beobachten und ggf. handeln. Da ich meist Gazefüllungen im Vergaser meiner HK500/Schwiezer Ladies nutze, dürfte der Rücklauf von Russ sich in Grenzen halten. Allerdings beobachtete ich bislang bei einer Schweizer Lampe vermehrt das Düsenproblem, dass anscheinend Russ der Düse Problem bereitet. Komischereise nur bei einer.


    Mal sehen, ob sich da Verbesserungs- oder Tuningmöglichkeiten ergeben.


    Ich erkenne daraus nur die Bestätigung des hier gelesenen Spruchs, jede Lampe ist anders und führt ein eigenes Leben ...


    Brummel

  • Der Dreck bildet sich ja nicht nur unter der Düse sondern auch auf Höhe des Glühstrumpf im Vergaser, wo der Brennstoff erwärmt wird. Das sieht man an den Ablagerungen, die beim Reinigen rauskommen oder auch an der Nadelstange haften. Wenn man jetzt bei einer frisch gereinigten Lampe (Tank und Vergaser blitzeblank) Bauart Petromax sauberen, klaren Brennstoff einfüllt (in denem Fall vermutlich Waschbenzin), die Lampe betreibt und so 10x wieder auffüllt, kann man ja mal einfach mal den Restinhalt vom Lampentank in ein durchsichtiges Gefäß umfüllen. Vermutlich wirst du dann feststellen, daß da eine deutlich verfärbte Brühe rauskommt. Manchmal auch mit Bröckchen. Jetzt stellt sich die Frage, wenn man nur klares, sauberes Zeug reinschüttet, wo verdreckt das dann? Mir fällt da nur der Vergaser ein.

    Anderes Beispiel, ich habe seit den 90ern eine Unleaded1 von Coleman in Pflege. Die war damals nagelneu und wurde nur mit Colemanfuel oder Waschbenzin getankt. Da ist kein Krümel Dreck im Tank, das Benzin absolut klar. Die wird aber auch nur durch abdrehen gelöscht. Stellt bei der ja auch kein Problem dar, da ja konstruktiv so gewollt.

    Bei Petroleumbetrieb in der Bauart Petromax ist der Schmutzanfall noch wesentlich schlimmer, da fällt eine Verfärbung des Brennstoff schon früher auf. Deswegen rate ich zum leerbrennen lassen und gegebenenfalls Tank ausspülen.