Fragen: Rhewum St2 / Feuerhand-Glas / defekten Brenner reparieren

  • Servus Lampenfreunde,


    wird mal Zeit für meinen ersten Beitrag. Da ich mich noch nicht vorgestellt habe (und auch auf Anhieb keinen Vorstellungsbereich fand), kurz: männlich, 49 Jahre, seit Kurzem im Lampenfieber, allerdings als Gebrauchsgegenstände, nicht wirklich aus Sammelleidenschaft. Recht schnell Feuerhand-Fan geworden. In diesem Forum hab ich mich angemeldet, weil ich u.A. zu Brennstoffen und Restauration hier sehr gute Tips fand. Ich hoffe, hier nicht verkehrt zu sein, da ich keine Starklichtlampen besitze (und mich auch derzeit nicht dafür interessiere, weil mir die Dinger zu hell sind :) ). Unterwegs in Sachen Lampen bin ich erst seit 2 Monaten, da ich zuvor nur Baumarktschrott in Betrieb hatte. Stinken, rußen, funzeln, kein Genuß. Seit ich meine erste Feuerhand 276 (aktuell produziertes Modell) in Betrieb habe, weiß ich, daß das so nicht sein muß.


    Das in der Mitte meines Avatars ist eine 202 von "World Light MFY LTD", Alter unbekannt, Originalglas, zur Zeit meine Lieblingslampe, da ungeachtet der Herkunft (Hong Kong) und des Zustandes (dicht, aber etwas unsachgemäß gelötet) das Ding nahezu geruchsfrei und mit einem unerwartet hellen und sauberen Licht erfreut. Also mal was aus Chinesien, das richtig gut funktioniert (soll's tatsächlich geben :) ).


    Zum Thema: ich hab hier von einem Flohmarktfan ein Objekt zur Restauration erhalten. Eine Rhewum ST2 mit Feuerhand-Glas und defektem Brenner. Flohmarktfund. Und überlege, was man damit am besten anstellt. Restaurieren? Feuerhandglas an Sammler vermitteln und Lampe zur Deko herabstufen?


    Die Lampe:



    Das Glas:

    Höhe 167mm, Außendurchmesser oben 72,5mm, Außendurchmesser unten 87,5mm, größter Außendurchmesser 123,5mm (bauchige Stelle)



    Der Brenner: Original, aber die Transporträdchen drehen auf der Achse durch:


    Erstmal die Fragen, die ich konkret habe:

    - von welcher Feuerhand stammt das Glas?

    - kann man einen solchen Brenner reparieren?


    Mit beleuchtetem Gruß


    Thomas

  • Servus Thomas,

    :welcome:

    tauch mal mehr ein ins Hobby, lege Dir noch das eine und andere Exemplar zu,

    die enzig wirksame Therapie des Lampenfiebers - wehren nützt nix, Heilung gibts keine.


    Grundsätzlich kann man die gezeigte Rhewum ST2 auf Vordermann bringen.

    Dem Foto nach sieht sie nämlich noch sehr gut aus.

    - von welcher Feuerhand stammt das Glas?

    - das Glas stammt aus einer FH 201 oder baugleiche (FH 305/323).

    Ein originales Glas würde man auch eines Tages finden - mit Spürsinn und viel Geduld.

    Hier mal ein Link, wo Du vergleichen kannst, wo was rein paßt:

    http://www.laternenshop.homepage.t-online.de/matchlist.htm


    kann man einen solchen Brenner reparieren?

    Meine Antwort lautet JA.

    Ich selber habe so einen Brenner noch nicht zerlegt und repariert,

    aber es gibt User, die das können u. schon gemacht haben.

    Alternativ eine Schrottlampe suchen, wo der Brenner noch funzt

    oder in der Tauschbörse nachfragen, wer noch einen in der Grabbelkiste zu liegen hat

    und ihn hergibt (evtl. paßt ja einer aus ner anderen Lampe als eine Rhewum St 2?) ...


    Zum Möffeln bzw. China-Hurricane-Lanterns ...

    Unter den Kaltluftlaternen alá FH 275/276 gibt es ja auch aus europäischer Produktion baugleiche Laternen, die sich so und so verhalten, d.h. manche Laternen möffeln einfach, andere laufen (fast) geruchlos.

    Das gleiche unter den zahlreichen Nachbauten aus dem asiatischen Raum. Persé würde ich die China-Kracher deswegen nicht verteufeln wollen, weil es unter denen auch "gute" Exemplare gibt.


    Damit so eine Laterne möglichst wenig Geruch verströmt, ist oft die ideale Flammenhöhe notwenig, Sparflamme prädestiniert Geruchsbildung zuvorderst, weil die Temperatur in der Brennkammer nicht ausreicht, alles sauber oxydieren zu lassen.

    Überfüllte Tanks neigen auch dazu, die Laterne "stinken" zu lassen.


    Mischluftlaternen alá der gezeigten Rhewum verströmen IMHO sowieso immer etwas "Gestank", weswegen ich sie indoor eher selten am Laufen habe. Das Möffeln an diesen Laternen liegt in ihrer Bauform begründet.


    Nicht zuletzt ist es auch eine individuelle Sache der persönlichen Empfindlichkeit des Näsleins ... was der eine als deutlich störenden Möffelns empfindet, stört den anderen überhaupt nicht ...


    In diesem Sinne:

    Weiterhin viel Spaß

    und gutes Gelingen!

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
    ___________________________________________________________________________________________
    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

    | In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, in der Praxis schon. |

  • Moin Thomas,


    herzlich willkommen hier bei uns im Forum :)

    Kein Problem, ich habe auch mit Sturmlaternen angefangen, aber mittlerweile stehen hier auch einige Starklichtlampen.


    Das Glas würde z.B. in eine Feuerhand Nr. 201 passen.


    Den Brenner kannst du normalerweise reparieren. Das Dochtrad wird verrutscht sein. Es gibt da einen gezackten Bereich auf der Welle, dorthin zurückschieben und das Rädchen festlöten.


    Vielleicht findest du auf dem Flohmarkt ja mal eine Feuerhand mit einem Rhewum Glas und kannst dann tauschen.


    Gruß und viel Spaß hier im Forum


    Julian

  • Hmm, an einer hilfreichen Zerlegeanleitung für Dochtbrenner wäre ich auch interessiert.

    Bisher ist es mir nur mehr schlecht als recht gelungen, die verpressten , verbördelten Brenner der Flachdochtlampen auseinanderzunehmen um an die Welle zu kommen. Meistens verformt sich das dünne Blech schnell. Ist ein elendes Gefummel wenn man nicht den Beruf des Metalldrückers o.ä. erlernt hat.

    Wenn käuflicher Ersatz zu haben ist , dann bevorzuge ich den direkten Austausch.

    Das Problem liegt an der zerstörungsfreien Öffnung des Brennergehäuses um nach erfolgter Rädchenfixierung das ganze wieder funktionierend zusammenzubekommen.


    Wie Julian schon schreibt, ist es nach Offenlegen der Welle dann freilich einfach, die Räder wieder zu fixieren.

  • So,


    erstmal besten Dank für eure Rückmeldungen. FH201 also, danke für den Hinweis.


    Wegen des Brenners, ich hab mir das Ding mal genau angeguckt, und keine einfache Möglichkeit gefunden, das Ding zerstörungsfrei zu zerlegen. Ich frag' mich auch ein bißchen, wie die das ab Werk zusammengebaut haben, denn selbst wenn ich die Bördelung der Dochthülse entferne, hab ich immer noch die lockergegangenen Stellrädchen, die ein Rausziehen blockieren würden (dann wäre die Welle in der Tat freigelegt, die Einzelteile bewegen sich auch gegeneinander, sind also nicht unlösbar miteinander zusammengerostet). Daher wäre geil, wenn sich noch jemand meldet, der das tatsächlich mal gemacht hat. Wenn's nicht klappt, hab ich eben immer noch einen putten Brenner und muß Ersatz suchen, hab ich ja jetzt auch, von daher...


    Die Rhewum ist übrigens nachlackiert, deswegen sieht sie eigentlich sehr gut aus. Tank ist rostfrei und komplett dicht, Originalverschluß vorhanden und intakt, ich sehe da auch gute Chancen einer erfolgreichen Restauration. Zur Not bleibt eben das Feuerhandglas drin, ist ein bißchen zu kurz, sollte aber der Funktion keinen Abbruch tun.


    Mit sommerlichem Leuchtgruß


    Thomas

  • Mal eben bei meiner Rhewum ST11 nachgesehen, der Brenneraufbau ist derselbe:


    Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist, wenn Du von oben auf den Brenner schaust ist so eine Art "umgedrehter Topf" zu sehen, der eine Ausstanzung für das Dochtführungsrohr hat. Dieser "Topf " sollte sich nach oben schieben lassen (bis zum Ende Dochtführungsrohr, dort wo das Endstück aufgecrimpt ist. Bei mir ist das jedenfalls lose/beweglich.

    Dann kommt man -wenn auch mit wenig Platz- an die Welle dran, die sitzt ausserhalb des Führungsrohres; die Rädchen greifen durch Schlitze im Rohr ein. Viel zu Verschieben gibt es da eh nicht nur eben festlöten. Ob man das durch die recht kleine Öffnung hinbekommt könnte man jedenfalls versuchen. Um den "Kochtopf" nach oben abzuziehen wird bissel schwierig, man hat nichts wirkliches zum anpacken/hebeln.

    Die Montage dürfte m.M. so erfolgt sein:

    Unterteil (das was auf die Tanköffnung kommt)-> Dochführungsrohr einstecken->unten verbördeln (oder diesen Arbeitsgang erst später)-> Welle ohne Rädchen mit den Rädchen nacheinander einführen->Rädchen fixieren->"umgedrehten Kochtopf" drauf->Abschluß Dochtführungsrohr anbringen und verstemmen/vercrimpen. Das Führungsrohr hat oberhalb des "Topfes" zwei Noppen, die wohl das Herausfallen desTopfes während des Montageprozesses verhindern sollen.


    Da mein Brenner funzt habe ich das alles noch nicht ausprobiert.

  • wenn sich noch jemand meldet,

    ... ist halt Urlaubszeit momentan.

    Aber kannst ja mal eben nächsten Samstag nach Borlefzen kommen.

    Da ist Dochtlampentreffen, wo sicher auch ein paar Experten vor Ort sein werden.

    Gruss aus dem "Bayerischen Nizza"
    Rüdiger II.
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    So ist das halt mit dem Licht: Mal brennt es und mal brennt es nicht ...
    ALLE haben immer gesagt: DAS GEHT NICHT.
    Dann kam EINER, der wußte nix davon und HAT'S einfach GEMACHT.

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  • Hallo Thomas.

    Hast du mal den Docht so grob 2 cm mit der Hand herausgezogen,und gleichzeitig das dochtrad gedreht?

    Hatten dann die rädchen etwas mehr griff?

    Dein Docht sieht trocken aus.

    Eventuell ist der Docht erschlissen/morsch ,wo die rädchen die letzten Jahre war.

    Einfach mal den Docht umdrehen etwas zurecht schneiden,und wieder einfädeln.

    Zuvor den Docht mal einweichen in petro.

    Gruß Thomas

  • Moin Thomas!

    Auch von mir: Willkommmen im Forum! :welcome:


    Das Feuerhandglas paßt u.a. für die FH-Modelle 201 und 305 (323, 327), wie oben schon geschrieben wurde. Diese Gläser sind mittlerweile gesucht, eben weil sie gut 80 Jahre alt sind und nicht mehr produziert werden. Für deine Rhewum würde ich bei eBay die Augen aufmachen. Es gibt öfter No-Name-Gläser für wenig Geld - dann aber die Maße beachten. Vielleicht findest du auch ein Lampenwrack in der Bucht, in dem so ein Rhewum-Glas steckt.

    Bist du bei deinem Brenner sicher, daß die Zahnrädchen auf der Welle locker sind und durchdrehen? Auf dem Foto oben sehe ich nämlich einen alten Docht, der vielleicht doch nicht mehr ganz so geschmeidig durch die Dochtführung gleitet. Ich würde mir einen neuen Doch besorgen - die Rhewum braucht einen 7-linnigen (15 mm Breite).

    Brenner sind so eine Sache, weil es so gut wie keinen Hersteller für Mischluftlaternen gibt. Aber es gibt noch die "Dietz Monarch" Mischluftlaterne, die ebenfalls einen 7-linnigen Brenner besitzt, den man heute noch als Ersatzteil nachkaufen kann.


    Zu den Chinesen: ich besitze eine kleine blaue Laterne, die ich mal aus Jux für unter 5 EUR in der Bucht geangelt habe. Das Label deutet zwar auf einen polnischen Vertrieb, ist aber wohl eher chin. Herstellung. Jdenfalls brennt diese Laterne wie eine Eins mit einer schönen dreieckigen Flamme und ohne zu flackern. Mein zweiter "Bringer" ist ein chin. Nachbau (Jing 600) einer Dietz No.80 "Blizzard" - vollverzinkt und mit 10-linnigem Brenner. Das Ding leuchtet toll hell 8)und ist meine größte Frischluftlaterne im Bestand. Kostenpunkt: gerade mal 5 EUR in der Bucht.


    Gruß, Micha.

  • Hallo Thomas,

    ebenfalls :welcome:und viel Spaß hier im Forum.

    Ich hoffe, hier nicht verkehrt zu sein, da ich keine Starklichtlampen besitze (und mich auch derzeit nicht dafür interessiere, weil mir die Dinger zu hell sind :) ).

    Definitiv nicht, ich habe zwar ein paar Gaslaternen, ansonsten stehen bei mir ebenfalls ausschließlich

    Dochtlampen.

    Chinesische Lampen gibt es, wie in den vorherigen Beiträgen bereits geschrieben wurde,

    in sämtlichen Qualitätsstufen. Das geht von Exemplaren für 3,50€ beim Discounter bis zur

    "verchinesischten" Firma Dietz, die 1956 schon mit der Produktionsverlagerung nach China,

    damals Hong Kong, begonnen hat. Als Ersatzteil für Deutsche Mischluftlampen taugt von der

    Dietz No 10 Monarch übrigens nur das Glas. Es gab zwar mit der Feuerhand 257 einen fast

    baugleichen Nachbau der Firma Nier, die Maße stimmen aber nicht zu 100% überein.

    Die noch in den USA entwickelte Monarch basiert auf Zollmaßen, Fa. Nier hat, abgesehen

    vom Docht Metrische Maße benutzt.

    Hätte die Latüchte einen 5''' Brenner, wäre die Suche erheblich einfacher, ich habe hier

    eine kleine Mischluftlampe unbekannter Herkunft, bei der der zweiteilige Brenner einer

    chinesischen Frischluftlampe passte. Der verrichtet in dem Gerät zu meiner vollsten Zufriedenheit

    seit Jahren seinen Dienst. Bei 7''' Brennern dürfte die Suche zwar schwieriger sein, könnte

    mit ein bischen Glück aber auch zum Erfolg führen.


    Grüße


    Marcus

  • Whow, Urlaubszeit, Lampenzeit - danke für eure zahlreichen und positiven Rückmeldungen :)


    Ich reagiere mal der Reihe nach:

    Mal eben bei meiner Rhewum ST11 nachgesehen, der Brenneraufbau ist derselbe:


    Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist, wenn Du von oben auf den Brenner schaust ist so eine Art "umgedrehter Topf" zu sehen, der eine Ausstanzung für das Dochtführungsrohr hat. Dieser "Topf " sollte sich nach oben schieben lassen (bis zum Ende Dochtführungsrohr, dort wo das Endstück aufgecrimpt ist. Bei mir ist das jedenfalls lose/beweglich.

    Bei mir (im Foto ersichtlich) sind da so zwei - wie soll ich's nennen..."ausgebeulte Pfeile" in das Dochtrohr gestanzt, die eben diesen "umgedrehten Topf" unten halten, oder, wenn ich das richtig interpretiere: verhindern, daß das Dochtrohr sich absenken kann. Ich hab mal versucht, vorsichtig mit wenig Kraft und Wackeln das Dochtrohr nach unten zu schieben, aber geht nicht. Ich mache mir aber mal weiter Gedanken. Geht nicht gibt's bei mir in der Regel nicht, deswegen pilgern ja auch viele zu mir wenn's was zu Flicken gibt (meistens sind das dann aber eher PCs und Smartphones).


    ABurger : danke für die nette Einladung :) - ich bin aber schon verplant (zudem hab ich gar kein KFZ, das wird mit Lampentransport dann eh schwierig). Sonst hätt ich mal vorbeigeschaut, ich sitz sowieso jeden Abend auf Balkonien und genieße meine Schobbe bei Lampenlicht :)


    coronasivert : der Docht ist okay, ist aber der falsche (dürfte ein 5,5''' sein, da gehört ja ein 7''' rein - Flohmarktware eben). Ich hab den bißchen mit Petroleum befeuchtet und hin und hergezogen zum Entrosten, dabei hat sich die Dochtführung immerhin gedreht. Als er dann draußen war, sah ich die Bescherung: eins der Rädchen dreht sich überhaupt nicht mehr mit und hängt quer, das zweite dreht sich noch sporadisch mit. Kann ich leider fototechnisch schwer erfassen, sonst hätte ich es gezeigt. Ich komm' ja nich' ran, das ist ja grad mein Problem :D


    winnie : ich gebe das mal weiter. Wie schon angedeutet, die Lampe gehört gar nicht mir. Ich dachte aber auch schon: Feuerhandglas an suchenden Sammler abgeben (alternativ: 201 oder andere passende Lampe ohne Glas suchen, meistens fehlt da aber auch Brenner und Tankdeckel, irgendwas is' ja immer ;) ) und passendes Glas für die Rhewum aquirieren. Zu allererst muß der Brenner funzen. Da bleib ich mal dran, morgen hab ich Zeit, mir Gedanken zu machen und zu Basteln.


    Dann fahrt mal eure Lampen hoch, jetzt wird's wieder gemütlich für den Rest des Abends,


    mit dankbarem Gruß


    Thomas

  • Hi Thomas,

    Dochtrohr schieben geht nicht ausser vielleicht 1-2 mm. Da sind die parallel laufenden senkrechten Aussparungen für die Rädchen im Weg (die kannst so nur nicht sehen).

    Du musst versuchen, den "Topf" nach oben zu bekommen, der sollte Richtung Achse nur eine Auskerbung haben, also nicht eine Bohrung was die Bewegung wegen der Welle natürlich nicht ermöglichen würde. Vielleicht geht das mit einem Zahnarzthaken ("Sonde") oder einem dünnen Streifen Blech sofern der in den Zwischenraum zum Dochtrohr bzw. vielleicht sogar zum Brennerunterteil passt.

    Oder 1mm Loch in den Topf bohren für ein entsprechendes Werkzeug oder Hilfsmittel wäre auch ne Option. In dem Zustand wie jetzt kannst Du am Brenner jedenfalls nichts weiter machen.

    Notbetrieb mit fester Dochthöhe einmal aussen vor gelassen :juggle:

  • andy : die Idee mit den Löchern ist gut. Zwei Löcher in den "Topf" bohren, Draht durchfädeln und schon hab ich einen Griff, und zulöten kann ich sie nach der Reparatur immer noch.


    Diese Idee werde ich verfolgen, besten Dank. Ich halte euch hier auf dem Laufenden...


    Gruß


    Thomas

  • So,


    falls jemand dachte, das Projekt sei gecancelt: ist es nicht.


    Stage 1:


    Ist tatsächlich offen und man kommt mit dem Lötkolben dran. More to come, ich bin gespannt ob wir das Ding hinbekommen :)


    Gruß


    ThomasC


    edit: ich bräucht mal eure Expertise. Und zwar hab ich Löten nur als Industrieelektroniker gelernt. Ich hab echte Probleme, das Lötzinn mit der Achse zu verbinden. Wie macht ihr das? Welche Rohstoffe brauch ich, daß das Zinn sich mit dem Metall verbindet?

  • Hat das jemand von euch schonmal so gemacht?


    Ich hab leider nur Sn60PB am Start, mit Kolophoniumseele. Zusätzlich hab ich ein Flußmittel für Edelstahl, das ich mal für einen Spezialfall gebraucht habe. Wir haben die Achse blank gemacht (zuerst in Spiritus im Ultraschallbad gereinigt, dann mit einem Bürstenaufsatz blankgedremelt), das Zinn haftet nicht :(


    Das Material dürfte das gleiche sein, aus dem die Laternen halt so sind. Magnetisch, rostanfällig, ich tippe auf Eisenblech.


    Mit nach Lösung suchendem Gruß


    Thomas


    edit: gleiches Problem haben wir bei gewissen Lücken im Blech an anderen Laternen (keine Löcher im eigentlichen Sinne, sondern Fabrikationsfehler). Da haben wir das gleiche Problem. Hier gibt es doch einige, die auch Laternen schon zugelötet haben. Als Methode steht mir nur Weichlöten zur Verfügung, da ich weder die Gerätschaft noch die Kenntnisse zum Hartlöten habe.

  • Hallo Thomas,

    das klingt nach zu geringer Temperatur. Der Lötdraht, den Du benutzt scheint auch eine

    sehr geringe Liquidustemperatur zu haben. Ich würde es machen, wie Dein Namensvetter

    (Coronasivert) vorgeschlagen hat, mit einem Minigasbrenner. Damit kannst Du punktuell

    hohe Temperaturen erzeugen. Als Lötdraht würde ich Sn10Pb90 vorschlagen.

    Als Methode steht mir nur Weichlöten zur Verfügung, da ich weder die Gerätschaft noch die Kenntnisse zum Hartlöten habe.

    Ist an dieser Stelle auch nicht erforderlich, da die auftretenden Temperaturen an dieser Stelle nur mäßig sind.


    Grüße


    Marcus

  • Hallo Marcus,


    das könnte in der Tat mein Problem sein. Löteisen ist eine Weller WTCP-S mit 370°C-Spitze (Magnastat, Temperatur nicht einstellbar) und 50W, ich hab damit bisher eigentlich nur auf Platinen und anderen elektrischen/elektronischen Komponenten rumgebrutzelt. Dann werd ich mir mal einen kleinen Gasbrenner zulegen. Der Tip mit Sn10Pb90 ist gut. Ich werde berichten.


    Gruß mit Dankeschön


    Thomas