HK 500 brennt, Absoluter Anfänger

  • Hallo,


    zu Weihnachten habe ich meinem Vater eine gebrauchte Petromax 500 HK der Bundeswehr geschenkt. Beim ersten Ausprobieren wurde der Glühstrumpf der in der Transportbox abgedruckten Anleitung nach abgebrannt, dies geschah reibungslos. Nach dem Zünden glühte der Strumpf jedoch nicht, sondern begann lodernd zu brennen. Nach einigen Erkundigungen auf dem Forum überprüfte ich die Nadel, diese spritzt jedoch grade nach oben aus. Beim Zünden beginnt die Kammer zwischen Vergaser und Mischrohr zu brennen, dort sammelt sich eine große Menge Ruß. Das Mischrohr selbst glüht nach kurzer Zeit rot. Eine weitere Fehlerquelle könnte der Vergaser sein, dies könnte ein Benzinvergaser zu sein (fehlender Wendel ). Der Vorbesitzer riet mir jedoch ausdrücklich, Alkan zu verwenden. Ich verwende Einloch-Strümpfe ohne Stützbügel.
    Ich hoffe die Erfahrung einiger Mitglieder hier kann mir da aus der Patsche helfen.
    MfG, Avalock

  • Der Benzinvergaser geht auch mit Petroleum, dann muss aber gut Vorgeheizt werden. Ich gehe davon aus, dass du die PX mindestens 90 Sekunden mit dem Rapid vorgeheizt hast?


    Wenn das nicht zum Erfolg führt kann es noch an einer losen Düse liegen oder der Vergaser ist schon sehr zugekokt und funktioniert darum mit Petroleum nicht mehr.
    Hier im Forum schwören die meisten auf flüssigen Grillanzünder auf Naptha Basis.


    Du solltest die Lampe einmal Grundinstandsetzen, dann kennst du ihre Funktion und das gesamte Prozedere.
    Grundinstandsetzung

  • Vielen Dank für die nette Antwort, die Link ist wirklich hilfreich. Habe mich noch ein bisschen mit der Lampe beschäftigt und herausgefunden, dass das Handradventil undicht ist, zumindestens fließt auch wenn es geschlossen ist immer etwas Alkan aus der Vergaserdüse. Ich nehme den Vergaser morgen mal auseinander und guck mir das an, dann bestelle ich die nötigen Teile und versuche nochmal mein Glück.

  • So, ich habe folgende Teile zwecks Austausch bestellt: Bleidichtung, Vergaserventildichtung, Düsennadel, Düse, Graphitpackung. Damit sollte der Vergaser hoffentlich keine Probleme mehr machen. Das Vergaser-Oberteil ist dicht.

  • Ich möchte die fachliche Kompetenz unseres Sammler-und Forenkolegen "Wen1g" in keiner Form Anzweifeln. Im Gegensatz zu ihm bin ich aber der Meinung, dass der wendellose Benzinvergaser zum Petroleumbetrieb in der Regel NICHT taugt. Darüberhinaus möchte ich Dich als "absoluten Anfänger" dringend vor einer Inbetriebnahme mit Benzin warnen.


    Gruß, Gerald

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. (Jean Anouilh)

  • Gerald hat sicher grundsätzlich recht.


    Der Versuch, ob alles dicht ist nach der Revision, insbesondere mit dem deutlich leichter entzündlichen Benzin kann bei leuchtender Lampe kreuzgefährlich werden und bei unbedarften Betreibern schnell zu ungeahnten Reaktionen mit blöden Folgen führen.
    Mach alles mit Flamme an der Lampe wenigstens draussen im Freien, es kann schon mal ne 1..2m Flammensäule im Extremfall werden.


    Du kannst natürlich machen was Du willst, das sind lediglich gutgemeinte Ratschläge.
    Lehrgeld in dieser Richtung haben leider auch schon durchaus erfahrene Nutzer, die teilweise sogar bei der F-Wehr sind, zahlen müssen.


    In diesem Sinne, guten und gesunden Rutsch ins neue Jahr


    Andy

  • Dann habe ich aber nur wenige Treibstoffoptionen... In der BW Anleitung wird er aber als Universal-Vergaser betitelt

    Versuch doch mal, das Vergaseroberteil mit Messinggaze zu stopfen. Das heisst, du umrollst die Vergaserstange im Vergaseroberteil knackig fest mit Messinggaze (Messinggewebe). Möglicherweise reicht das als Vergasungshilfe für den Petroleumbetrieb und Du kannst auf diese Weise den Benzinvergaser zum Petroleumbetrieb verwenden. Da macht Versuch kluch. Ich hatte das mal mit einer 250HK Schweizer Petromax mit Benzinvergaser verzweifelt versucht. Ich blieb erfolglos... :traurig:


    Gruß, Gerald

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. (Jean Anouilh)

  • :rofl:


    Tach Andy,


    Die Versuche Benzinlampen zu "bekehren" liegen bei mir lange zuzück. Hintergrund war ganz einfach mein Respekt bzw. Angst vor dem Benzinbetrieb (besonders mit Tankenbenzin). Den Respekt habe ich immer noch! Und Tankenbenzin verwende ich nur da wo es nicht anders geht. Die Primus 1051 heizt den Vergaser eben mit den aus dem Tank ausstömenden Gasen des Tankenbenzin auf. Focuslampen tun es auch so...und dann fällt mir noch die Standard 2045 ein. Aber da gibt es noch das eine oder andere Modell. Ich glaube, dass ich meine Benzinlampen dann doch lieber behalte. :prost:


    Gruß, Gerald

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. (Jean Anouilh)

  • Und auch der "Benzinvergaser" ist in der Lage Petroleum zu vergasen. Dazu muss er aber relativ sauber sein, allerdings auch nicht völlig blank innen sein. Die Petromax der BW ist serienmäßig oben kurz vor der Düse mit einer Stopfpackung aus Messinggaze versehen, die ist meist verschmutzt. Das liegt daran, dass genau in dem Bereich das Petroleum erst vergast. Die Schweizer PX hat einen kürzeren Vergaser, dass es mit dem funktionieren kann ist nicht gegeben. Ich probier aber mal aus, ob ich eine 250 er mit "Benzinvergaser" auch mit Petroleum zum laufen bekomme.



    So und auch an mich, ich bin OT.

  • Tach Grischa,


    "Versuch macht kluch" ist die Formel zum Erfolg...oder eben auch nicht. Bloss, die Versuche sollten mit Petro stattfinden, nicht mit Benzin. Ich hatte mir, als ich versuchte die Schweizer Maxe umzubauen mit der Messinggaze bald den den Verstand aus der Birne gerollt. NIX ging. Aber letztendlich ist ja auch jede Lampe funktionstechnisch irgendwie ein Unikat. Was bei der einen klappt funktioniert bei der nächsten auch unter Androhung von Gewalt definitiv NICHT. Warum auch immer?


    Soo, Und ich bin auch OT!


    Gruß, Gerald

    Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. (Jean Anouilh)

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  • Mit dem Benzinvergaser Petroleum oder ähnliches verleuchten kann schon funktionieren, man ist halt in der Auswahl des Brennstoff stärker eingeschschränkt, je höher der Siedepunkt, desto schwieriger wird es. Alkan ist hier wohl eher schlecht geeignet, besser wäre vielleicht normaler Grillanzünder oder Heizöl/Diesel. Evtl. könnte auch eine neue Düse oder auch eine kleinere Abhilfe schaffen. Mit Benzin würde ich mich eher zurückhalten, solange keine benzinfesten Dichtungen verbaut sind, und speziell das Pumpenventil 100% I.O. ist. Alles in allem würde ich über die Anschaffung eines Petroleumvergaser nachdenken.....