Düsenreinigung

  • Hallo Rolf,
    guter Gedanke, es ist eine passende Reinigungsmoeglichkeit.
    Allerdings solltest Du auf folgendes achten:
    - Bei alten Duesen wurden die Einsaetze ueberwiegend aus Speckstein gefertigt. Da arbeitet sich mit einem Stahldraht die Duesenoeffnung, welche oft noch schlitzfoermig ausgefuehrt sind, aus. Nach einigem Reinigen ist dann meist Feierabend.
    - Die Duesen verfuegen in der Innenbohrung ueber ein kleines Sieb. Meistens ist es eingesteckt. Es dient dazu um moeglichen Restschmutz zurueckzuhalten und soll angeblich als Flammrueckschlagsicherung dienen. Oft sind diese Siebe verschmutzt. Ersatz ist in Form von Messing- bzw. Edelstahlgaze vorhanden.
    - Duesen mit dem rundumgehenden Anschlagpressfalz werden nach meinen Erkenntnissen, nicht mehr gefertigt. Ersatz ist schwer zu beschaffen und oft relativ teuer.
    Gruesse
    Erich

  • Hallo Erich,


    Danke für den Hinweis.
    Ich habe mir mal die zwei älteren Düsen angeschaut die innen eine Stoffgaze als Sieb haben.


    Zum Reinigen stecke ich die Düsen unter ein Auflichtmikroskop um die Löcher möglichst ohne Beschädigung mit dem Draht zu treffen.
    Von dem Specksteineinsatz mit den zwei Düsenlöchern habe ich mal einen Makrostack gemacht. Diese ältere Düse hat offensichtlich die besten Zeiten hinter sich, bringt aber trotzdem noch ein sauberes Flammbild.
    Unter dem Meßmikroskop zeigen sich beim länglichen Düsenloch die Maße 0,4 mm X 0,28 mm.
    Der Draht des Nadeleinfädlers hat einen Durchmesser von 0,12 mm.


    Ja, diese alten Düsen habe ich schon gebraucht mit Preisen um die 30 € gesehen.



  • Ja Karsten, es gibt wahrscheinlich etliche Bereiche wo solch feiner Draht zu finden ist.
    Im Bereich der Armbanduhren z.B. gibt es so feine Federn die man sich in ein kleines Stiftenklöbchen einspannen kann, um sie dann zu nutzen.
    Wichtig scheint mir bei dem weichen Speckstein zu sein mit einer Lupe unterwegs zu sein, denn das Stochern mit dem Draht um das Düsenloch zu treffen versaut die Düse sicher schnell.

  • Wie bekomme ich,möglichst ohne die Düse zu Ruinieren,diese aus dem Gehäuse? Die Rändelmutter geht runter,die Düse ist allerdings im Messing verbacken,hatte schon mit einer Zange vorsichtig versucht,diese zu Lösen,aber nix zu machen.

  • Ein Siebchen ist da keines drinn oder nie eins drinn gewesen.Oben ist ja eine Wulst,da kann ich nix weg kratzen. Das mit dem warm machen mit Feuerzeug b.z.w. von unten ausdrücken werde ich mal versuchen.

  • Hallo
    wahrscheinlich ist die Düsenaufnahme zugekokt. Ich würde mal das Oberteil, hier speziell die Düsenaufnahme in Kriechöl legen, damit sich der Müll löst. Und dann, so gut wie es geht, ausspülen.
    Die Düsen mit dem gebördelten Rand werden nicht mehr hergestellt und es ist schwierig und kostet viel Geld sie zu beschaffen.
    Grüsse
    Erich

  • Die Bohrung der Düsenaufnahme ist ja ne Idee größer als der Düsendurchmesser.
    Wenn kein Sieb vorhanden war könnte dieser Zwischenraum vom Karbidbrei gefüllt sein, der nach der Trocknung eine sehr harte und feste Masse ergibt.
    Ich würde deshalb mal das Teil einige Stunden in Wasser legen.