Hasag 242/Racek 408

  • Wenn jetzt Racek "verbessert" Lampen, konnte er dann die Teile in anderer Lampenhersteller mischen zusammen?


    Ich habe eine 242 mit das tophat von Petromax und vergasser von Petromax aber die reste des teile ist Hasag.


    Gibt es exemplaren als "frankenlamps" von dieser Racek?


    Alles sieht aus wie es immer war da.


    Danke


    Mikolaj

  • Racek hatte genau wie Klaebisch nur das exklusiv Verkaufsrecht für die jeweilligen Länder. Geändert haben sie in der Regel nichts, zumindest haben sie nicht wie wild Teile getauscht.

    Allzeit Gut Pfad
    Grischa

  • Eugen Schatz hingegen hat so einiges modifiziert, kombiniert oder verändert.


    Sowohl vor dem Krieg als auch an den Nachkriegslampen.

    God created men.
    Sam Colt made them equal!

  • Jep, was der sich dabei gedacht hat ist mir schleierhaft. Es war auf jeden Fall viel Arbeit meine 827 Eugen Schatz zum leuchten zu überreden, ohne das Mischrohrglühen einsetzt. Erst Leo hat das geschafft.

    Allzeit Gut Pfad
    Grischa

  • So Racek (und Klaebisch) hat nur seine "importmarken" markiert, und dann weiterverkauft die lampen, als ich verstehe (?) .
    Ich fand es immer eine bischen merkwürdig, weil dieses "markierungen" war eine grösser mehr-arbeit, nur für das zwecke.


    Mikolaj

  • Hallo Erich,


    ich weiß nicht woher Deine Informationen stammen dass die Modelle Hasag No 242 und No 252
    in den Kriegszeiten entwickelt wurden.
    Gemäß der Hasag Drucklampen Katalog-1463-6-36-I der mir im Original vorliegt, wurden beide
    Modelle im Jahre 1936 (!) als Neuheiten vorgestellt.


    Die Urheberrechtlichen Streitigkeiten mit Petromax erscheinen mir auch etwas zweifelhaft zu sein.
    Fakt ist jedoch, dass ein Herr Brettschneider aus Oberelchingen bei Ulm den Markennamen 'HASAG'
    im Jahr 1950 auf sich angemeldet hat! Die Anmeldung galt für Lampen und Isoliergefäße.
    Wenn die VEB Leipziger Werke die Hasag Laternen nach Westdeutschland exportiert haben sollten
    deswegen Probleme bekamen, könnte ich dies durchaus verstehen.


    Kleiner Nachtrag zu Franz Racek:
    Franz Racek importierte u.a. vor dem Krieg Drucklampen der Hugo Schneider AG aber auch Drucklampen
    von Ehrich & Graetz. Seine beiden Hauptmarkennamen für den indischen Markt waren EFAR und RAX.
    Da spätestens ab 1941 die Lieferungen nach Indien nicht mehr möglich waren, fertige er (oder lies fertigen)
    die Petromax Drucklampen ab 1941 in Indien! Hierzu liegt mir eine original Annonce der Firma F. Racek & Co.,
    Bombay aus dem Jahre 1941 vor.
    Es wäre also durchaus im Bereich des Möglichen, dass die Drucklampe von Mikolaj genau aus dieser Zeit
    (ab 1941) stammt und man für den Zusammenbau Teile von Petromax und Hasag verwendete.


    Grüße
    stonewasher

  • Das foto hier gibt vielleich eine besser total-eindruck. Gebrauchspuhren stimmt mit ein andere in ausmassen und alter durch betrachtung als patina.
    Ich kann nur denken vor ww2 mit so eine tragestell ex. :huh:


    Wenn ich rede Stonewashers erklärung dann klappt alles mit meine bauchgefühl :whistling: und ich selbst habe nichts anderes als bauchgefühl.


    Mikolaj

  • Hasag hat 1939 die komplette Lampenfertigung eingestellt.
    Im Krieg hat Hasag nur noch Rüstungsgüter gefertigt und bei Kundenanfragen sogar auf Konkurrenten verwiesen.
    Da war nix mehr mit Lampen.

    God created men.
    Sam Colt made them equal!

  • Hallo Erich,



    wie ich schon geschrieben hatte ist der Katalog den ich habe ein Original und keine zusammen gestellte Kopie. Die Hasag 242 und 252 kamen also im Jahre 1936 als Neuentwicklung auf den Markt.


    Da ich kein Fachmann für Drucklampen bin, habe ich einen befreundeten Sammlerkollegen der nur Drucklampen sammelt um Rat gebeten. Er schrieb mir gestern, dass schon vor dem Krieg die meisten Teile zwischen
    Petromax und Hasag Drucklampen kompatibel gewesen seien.


    Was die Wehrmacht dann als Neuentwicklung deklarierte, das ist ein anderes Thema.



    Ich bestreite ja gar nicht, dass diese Drucklampen zuerst vom VEB Leipziger Werke und dann vom VEB Leuchtenbau, beide dem MeWa Kombinat Zwickau zugehörig,die Lampen europaweit verkauft haben.
    In Westdeutschland dürften sie jedoch recht schnell Probleme mit Herrn Brettschneider bekommen haben!


    Bei meinen Recherchen im KA Aue und im StaA Chemnitz konnte ich zahlreichen Schriftverkehr zwischen den
    verschiedenen Firmen einsehen. Rechtsstreitigkeiten zwischen der Petromax Vertriebs GmbH, Altena oder
    der Graetz AG, Hamburg waren hierbei nicht dabei. Vielleicht gibt es jedoch noch Unterlagen im StaA Leipzig.
    Hier habe ich noch nicht recherchiert.


    Spätestens im Jahre 1964, wohle eher 1963, wurde die Fertigung der Drucklampen im Rahmen einer Sortimentsabstimmung der MeWa Zwickau von Leipzig nach Beierfeld verlagert. Hierzu liegt mir
    ein Schreiben von Herrn Gülle einem ehemaligen Ingenieur beim VEB Sturmlaternenwerk Beierfeld vor.
    Von ihm stammt auch eine 1:1 Zeichnung der Drucklampe von der ich eine Kopie besitze. In dem
    Datenspiegel dieser Zeichnung kann man gut lesen: Gez. 27.10. 64 (unleserlicher Name);
    Starklichtlaterne „Bat“ 270 cd.; VEB Sturmlaternenwerk Beierfeld.
    Das Sturmlaternenwerk Beierfeld unterstand ebenfalls dem Kombinat MeWa Zwickau!


    Bislang konnte ich noch nicht heraus finden wie lange die Bat 270 in Beierfeld gefertigt wurde.


    @ Björn: Leider stimmt dies mit der Einstellung der Fertigung so nicht mehr!!


    Aufgrund von neuen Forschungsergebnissen aus dem vergangenen Jahr kann ich nun sagen,
    dass die Hasag zwar ihre Sturmlaternenfertigung im Oktober 1939 eingestellt hat, jedoch weiterhin
    Drucklampen für die Wehrmacht fertigte!


    In dem Buch von Peter Süß:


    'Ist Hitler nicht ein famoser Kerl' –Eine Familie und ihr Unternehmen vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik


    gibt es ein paar sehr interessante Hinweise. Zitate aus diesem Buch:


    Seite 217/218: 'Der zuständige Sparkommissar für Rohstoff- und Sparstoffbewirtschaftung
    Oberstleutnant Dipl. Ing. Dummler wollte am 30. März 1942 telefonisch wissen wie weit die
    Versuche gediehen seien Petromax Sturmlaternen mit weniger Sparstoffen herzustellen.'


    Seite 218: 'Vom Heer waren am 12.
    August 1941 14 000 Petromax-Rapid-Laternen 827 B
    in Auftrag gegeben worden.'


    Um Heeresaufträge buhlten die Firmen E&G, Hasag und Continental!


    Wie persönliche Recherchen im vergangenen Jahr im StaA Chemnitz ergaben stellte die Firma Hermann Nier ihre zivile Fertigung von Sturmlaternen im Frühjahr 1943 endgültig ein, fertigte jedoch weiterhin selbige für das OKH
    und das RLM!!


    Grüße
    Jörg

  • Moin Jörg,
    das ist eine interessante neue Information.
    Drucklampen also auch nach 1939.. 8|


    Spannend :merci:

    God created men.
    Sam Colt made them equal!

  • Hallo Erich,


    wenn man nicht ständig am weiter erforschen der Historie ist, bleibt alles beim Alten!
    Ich interessiere mich zwar in erster Linie für die Firmen Hermann Nier und Frankonia AG, beide
    Beierfeld, wenn ich jedoch schon in einem Archiv bin und dann interessante Infos über die Hasag,
    Frowo, E&G oder andere Firmen finde, dann nehme ich die auch mit!
    Ein paar MB mehr auf dem Rechner schaden nicht!


    Da Du immer etwas vage von Wehrmachtsunterlagen schreibst, dann kannst Du doch sicherlich daraus
    genau so zitieren wie ich aus dem Buch von Peter Süß?


    @ Björn: Auch bin immer wieder überrascht was alles so an Informationen neu zu Tage kommt!
    Das macht doch alles viel spannender!

  • Hallo Erich,


    ich bin gespannt auf die genauen Zitate, die du uns bestimmt bald aus den Unterlagen liefern wirst!


    Es ist einfach immer schade, dass die wirklich wichtigen Unterlagen nie dem gehören, der darüber schreibt und dann leider auch noch zu schlecht zum Scannen sind.


    Aber ich bin sicher, wenn du in diesen Unterlagen ganz genau liest, wirst du auch noch Informationen über die Drucklampe finden, die Petromax als Sondermodell für die SS in den letzten Kriegsjahren hat bauen lassen.


    Ich freue mich auf die Infos!


    Hans-Werner

  • Hallo Erich,


    auf die Infos bin ich auch gespannt - nachdem ich eine HASAG 252 besitze und gern mehr über die Geschichte wüsste!


    Also her mit die Fakten!


    Gruß
    Rüdiger

  • Zurück Zu das Racek 408.


    In dieser link Zu PLI http://homepage.ntlworld.com/munwai/racek.htm kann man reden das der Racek 408 ofte herum Deutschland gefunden ist.

    Hat dieser andere 408's auch das tragestell mit das marke von hasag 242? Ob nicht - was ist dann das ¨"normale"?.

    Kann es so sein das Hasag eine menge Racek-tanke nach 1939 hat und dann nur benutzte dieser als eine restparti für die lampen Zu das armee?
    Denken Sie Hasag als firma so tun wolte wegen kriegszeit?


    Mikolaj

  • Hallo Mikolaj,


    aus dem Link den Du eingefügt hast geht nur das hervor was ich in meinem ersten Beitrag schon erwähnt
    habe, nämlich dass Racek in Deutschland fertigen lies bzw. Drucklampen und Sturmlaternen einkaufte.


    Franz Racek kaufte vor dem Krieg bei der Hugo Schneider AG ebenso ein wie bei Ehrich & Graetz!
    Nach dem Krieg lässt sich bislang nur eine Optimus 982 mit Racek Logo nachweisen.


    Schau mal hier nach:
    http://www.classicpressurelamp…m/showgallery.php?fid/21/
    Da wirst Du wahrscheinlich auch Deine Lampe finden.


    Es ist durchaus möglich, dass man Lampen die man für Franz Racek gefertigt hat und nicht mehr nach Indien
    versenden konnte während des Krieges aufgebraucht hat!


    Grüße
    Jörg